Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Hier sind die Äffchen los!

Rostock Hier sind die Äffchen los!

Im Darwineum des Rostocker Zoos leben sieben Primatenarten / Pflegerin Kerstin Genilke kümmert sich um die Versorgung der Tiere

Rostock. Für Kerstin Genilke beginnt die Arbeit im Rostocker Zoo früh am Morgen. Nach der ersten Tobe-Runde warten die Affen im Darwineum auf ihr Frühstück. Die erste Mahlzeit des Tages gibt es für die Gorillas, Orang Utans und ihre Artverwandten immer gegen 8.00 Uhr.

Blüten, Früchte und Maden sind beispielsweise die Lieblingsspeisen der Zwergseidenäffchen. Die putzigen Tiere gehören zur kleinsten der sieben Arten, die im Rostocker Zoo leben. Sie werden (mit Schwanz!) etwa 30 Zentimeter lang und wiegen im Erwachsenenalter um die 100 Gramm. Zurzeit leben elf dieser Äffchen im Rostocker Zoo.

Vor ein paar Wochen gab es bei ihnen Nachwuchs: Zwillingsbabys. „Das ist nicht ungewöhnlich“, weiß Kerstin Genilke. Diese Affenart bekomme oft gleich zwei Junge. Die Mutter war rund 140 Tage trächtig. Bei der Geburt waren die Kleinen gerade mal so groß wie der Daumen eines erwachsenen Menschen.

In den ersten Tagen trägt die Mama die Babys auf dem Rücken. Inzwischen kümmern sich alle weiblichen Tiere gleichermaßen um den Nachwuchs. Die Pflegerin nennt sie „die Tanten“.

Seit 28 Jahren arbeitet Kerstin Genilke im Zoo. Eine schönere Arbeit als jene mit den Tieren kann sich die 46-Jährige nicht vorstellen. Die Zwergseidenäffchen, die in freier Wildbahn in Südamerika leben und bis zu zwölf Jahre alt werden, fressen ihr aus der Hand.

„Ab und zu gibt es ein paar Maden. Das ist ein leckerer Snack. Da kommen immer gleich alle zu mir angelaufen“, sagt sie. Nur das ranghöchste Tier ist bei den Winzlingen für die Vermehrung zuständig.

Für das Muttertier im Rostocker Zoo war es bereits der zweite Wurf in diesem Jahr.

„Wir erkennen immer schon früh, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Der Bauch der Mutter wird gleich zu Beginn der Schwangerschaft schön rund“, sagt die Affenpflegerin.

Auf Nachkommen bei der größten hiesigen Affenart – den Gorillas – warten Zoomitarbeiter und Besucher indes vergeblich. Silberrücken Assumbo hat laut Kerstin Genilke mehr Freude am Fressen als an der Paarung.

Der Gorillamann lebt zusammen mit drei Weibchen in einem Gehege. Die meiste Zeit des Tages verbringen die Affen damit, zu fressen und zu schlafen. Die aus dem mittleren Afrika stammenden Tiere nehmen vor allem faserreiche Nahrung zu sich – also pflanzliche Kost. Damit sie satt werden, müssen sie viel fressen und sind lange mit dem Verdauen beschäftigt.

Die Weibchen wiegen zwischen 75 und 80 Kilogramm, Assumbo bringt 134 Kilogramm auf die Waage. „Das ist eigentlich zu wenig für ihn“, sagt seine Pflegerin. Im Durchschnitt würden männliche Gorillas um die 200 Kilogramm wiegen. Sorgen müsse man sich aber um Assumbos geringes Gewicht nicht. Dem 43 Jahre alten Primaten geht es gut im Rostocker Zoo.

Im Sommer können sich die vier Gorillas auch auf dem Außengehege austoben. Sie leben dort in guter Nachbarschaft mit den Brazza-Meerkatzen, Gibbons und Faultieren.

Michaela Krohn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Sommermagazin
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.