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In Zingst kann man fleißige Handwerker sehen

In Zingst kann man fleißige Handwerker sehen

Im Experimentarium auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst können Kinder sägen, bohren und kleben / Workshops laden ein

Konzentriert blickt Emma Heinecke aus Schwemsal (Sachsen-Anhalt) auf die Bauanleitung der Modell-Solaranlage. „Das sieht kompliziert aus, ich weiß nicht, ob ich das allein schaffe“, gesteht die Neunjährige. „Aber ich freue mich auf das Basteln.“

Zusammen mit ihrem Bruder Henrik und ihrem Vater nimmt Emma am Workshop „Faszination Modellbau“ im Experimentarium Zingst auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst teil. Jeden Mittwoch können sich Kinder zwischen fünf und 15 Jahren aus verschiedenen Modellen eines aussuchen, was sie nachbauen wollen.

„Sie bekommen einen Bausatz und können unter Aufsicht Maschinen bedienen und sägen, bohren sowie kleben“, sagt Experimentariums-Mitarbeiter Jens-Uwe Kock.

„Die Solaranlage passt bestimmt gut auf meinen Schreibtisch“, erklärt Emma ihre Wahl. „Wenn da morgens die Sonne drauf scheint, drehen sich die Windräder.“ Zunächst bearbeitet die Schülerin das Fundament der Anlage. Dafür beklebt sie eine rechteckige Sperrholzplatte mit grünem Filz – der soll den Rasen darstellen – und bohrt ein Loch für den Solarmast.

Emma nimmt ein Papprohr mit einem Durchmesser von zwei Zentimetern. „Das wird der Turm“, sagt sie und greift zum Lineal. „Der soll 27 Zentimeter hoch sein. Ich muss drei Zentimeter absägen.“

Kock beobachtet die Schülerin. „Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder dabei sind“, sagt der Workshop-Leiter. „Das Strahlen in den Augen, wenn sie ihr Werk fertiggestellt haben, ist wunderbar.“ Der Barther, der seit zehn Jahren in Zingst arbeitet und weitere Kurse des Experimentariums leitet, ist immer wieder von der Kreativität der Teilnehmer überrascht. „Sie sind ehrgeizig und arbeiten sehr genau“, sagt er. „Viele bleiben den ganzen Tag hier und basteln.“

Auch Tim Kauffels aus Göttingen (Niedersachsen) hat genaue Vorstellungen von seinem Wasserflugzeug. „Das ist cool“, sagt der Siebenjährige. „Das kann auf dem Wasser landen. Wenn wir zu Hause sind, spielen wir damit.“

Während sein Zwillingsbruder und sein Cousin mithilfe einer Schablone die Flügel auf das Holz übertragen, bohrt Tim Löcher in den Rumpf. „Das ist nicht schwierig“, meint er. „Ich habe schon mit einer Bohrmaschine gearbeitet und weiß, wie das geht.“ Unterstützt wird er von seinem Onkel Matthias Schmedding. „Da werde ich selbst wieder zum Kind“, sagt der 30-Jährige. „Ich habe Spaß am Basteln und finde es schön, etwas mit den Jungs zu unternehmen.“

Emma hat derweil den Rohbau ihres Solar-Modells fertiggestellt. Damit sich die Rotorblätter später drehen, setzt sie einen kleinen Motor in die Gondel der Anlage. Anschließend lötet Kursleiter Kock die Enden der Stromkabel an.

Diese verlaufen vom Motor durch den Mast unter der Plattform entlang bis zur Solarzelle, die sich wenige Zentimeter neben dem Windrad befindet. Kock knipst eine Lampe an und lässt das Licht auf die Zelle strahlen. Das Rotorblatt beginnt sich zu drehen. „Das ist toll“, sagt Emma stolz. „Jetzt male ich den Mast grau an.“ Um die Anlage herum möchte sie Miniatur-Bäume befestigen. „Dann sieht das aus wie eine Landschaft“, meint die Neunjährige.

Katharina Ahlers

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