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Mal richtig übers Wasser brettern

Zirkow Mal richtig übers Wasser brettern

Der Sport erfordert Körperbeherrschung / Wasserski- und Wakeboard-Anfänger werden in Zirkow schnell sicher

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Leo Kleine-Benne (li.) und sein Bruder Luc aus Berlin fahren nebeneinander auf Wakeboards.

Quelle: Fotos: Katharina Ahlers

Zirkow. Mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h saust Luc Kleine-Benne aus Berlin übers Wasser. Der 14-Jährige steht seitlich zur Fahrtrichtung auf einem Wakeboard und hält sich an der Leine fest, die ihn über den Parcours der Wasserskianlage des „CableParc“ in Zirkow auf Rügen zieht.

Mit seiner Mutter und seinem Bruder Leo verbringt er eine Woche auf Rügen. „Wir haben hier ein Ferienhaus und kommen jeden Tag zum Wakeboardfahren“, sagt Leo Kleine-Benne. „Mich reizt dieser Sport.

Wenn ich übers Wasser fliege, werden Glückshormone freigesetzt.“ Der 18-Jährige beobachtet seinen jüngeren Bruder. „Wir haben beide vor sechs Jahren mit dem Wakeboard-Fahren angefangen. Luc ist sofort losgefahren. Bei mir hat es etwas gedauert.“

Bevor Wassersportler mit Wakeboardfahren beginnen, sollten sie sich zunächst auf Wasserskiern versuchen. „Das ist einfacher“, sagt Henry Grützmann von der 2009 errichteten Anlage. „Die Skier geben mehr Halt als das Wakeboard.“ Anfänger bräuchten im Schnitt eine halbe bis dreiviertel Stunde, bis sie sich auf den Brettern halten könnten. „Kinder bekommen das oft schneller hin als Erwachsene“, meint der 48-Jährige. Besonders beim Start sei es wichtig, Körperspannung aufzubauen. Fahrer müssen in die Hocke gehen und die Arme strecken. „Viele haben meist zu großen Respekt. Sie ziehen die Arme an oder bauen zu wenig Körperspannung auf“, sagt Grützmann.

Luc hat derweil drei Runden über die 700 Meter lange Bahn gedreht. Erneut bewegt er sich auf eines der Hindernisse, Obstacles genannt, zu. Der Schüler geht leicht in die Hocke und setzt zum Sprung an. Wasser spritzt auf, als das Brett schließlich wieder auf der Oberfläche aufschlägt.

Der achtjährige Luk, der in der Warteschlage auf seinen Start wartet, beobachtet die Kunststücke. „Das sah cool aus“, sagt der Junge beeindruckt. Er blickt zu seinem Onkel Jan Ommasch. „Aber wir fahren nicht über so eine Rampe, oder? Das traue ich mich nicht.“ Ommasch schüttelt den Kopf. „Nein, wir fahren an den Hindernissen vorbei“, verspricht der Hannoveraner, der seit vier Jahren Wassersportler ist. Einmal die Woche verbringt der 36-Jährige Zeit mit Wakeboard-Fahren. „Man muss sich total konzentrieren und alles andere ausblenden“, sagt er.

Mit seinem Neffen Luk möchte der Niedersachse heute das „Kneeboard“ ausprobieren. Dabei knien sich die Aktiven auf ein breites Brett und lassen sich über den See ziehen. „Ich bin noch nie damit gefahren“, sagt Luk aufgeregt. „Ich freue mich, aber ich bin nervös.“ Sein Onkel lacht. „Das wird gut“, verspricht er. „Wenn wir runterfallen, müssen wir schnell zurück an Land schwimmen, damit wir den nächsten Fahrern nicht im Weg sind.“ Luk nickt. „Ich bin ein guter Schwimmer“, sagt der Junge stolz.

Dann wird es ernst. Ommasch kniet sich auf das Board, sein Neffe nimmt vor ihm Platz. Die beiden halten sich an der Schleppleine fest und werden mit einem Ruck vom Steg ins Wasser gezogen. Schnell braust das Duo los. Während die ersten Kurven nach dem Start mit einem 120-Grad-Winkel noch recht einfach zu packen sind, wird es gegen Ende der ersten Runde anstrengender. Im 90-Grad-Winkel der letzten Kurve geraten Luk und Ommasch ins Taumeln, das Kneeboard kippt und beide fallen – kurz vor dem Ziel – ins Wasser.

Nach ersten Anlaufschwierigkeiten schaffen Wasserski- und Wakeboardfahrer durchschnittlich fünf Runden pro Durchgang. „Danach haben die meisten keine Energie mehr“, meint Grützmann. „Der Zug der Schleppleine geht durch den ganzen Körper. Man merkt am nächsten Tag Muskeln, bei denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt.“ Außerdem werde Adrenalin freigesetzt. „Viele sind nach ihrer Fahrt total aufgedreht und wahnsinnig stolz“, sagt der Rügener.

Der 14-Jährige Luc ist nach den Sprüngen über die Hindernisse erschöpft. „Ich brauche zehn Minuten Pause“, sagt er. „Aber später starte ich noch eine Tour.“

Kontakt & Infos

Adresse:

Am Kapellenberg 1

18528 Zirkow

Kontakt:

☎ 03 83 93 / 13 14 70

Öffnungszeiten:

Täglich von 11.00 Uhr

bis Sonnenuntergang

Preise (Auswahl):

Eine Stunde Lift:

Erwachsene 19 Euro,

Kinder (bis 15 Jahre) 15 Euro

Tageskarte Lift: 36 Euro / 28 Euro

Materialkosten:

Wasserski: kostenfrei

Wakeboard:

Anfängerausrüstung 14 Euro pro Tag,

Profiausrüstung 18 Euro pro Tag

• Internet: www.wasserskiruegen.de

Weitere Wasserski-Lifte (Auswahl):

Körk’s Strandarena

Am Bernsteinsee 1, 18311 Körkwitz

Internet: www.koerks.de

Wasserski-Lift Zachun

Am Badesee 1, 19230 Neu Zachun

Internet: www.wasserskilift.de

Katharina Ahlers

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