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Mit Christoph Müller auf den Spuren dänischer Künstler

Greifswald Mit Christoph Müller auf den Spuren dänischer Künstler

Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald widmet der „Kopenhagener Malerschule“ eine Ausstellung

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Kunstsammler Christoph Müller (re.) erläutert seinen Gästen bei einer Führung durch die Ausstellung „Kopenhagener Malerschule“ die Besonderheiten der dänischen Gemälde.

Quelle: Manuela Wilk

Greifswald. Auf dem Gelände des einstigen Franziskanerklosters in der Greifswalder Innenstadt entdecken Besucher heute Kunst, Kultur und Geschichte. Eine Zeitreise auf drei Etagen. Im Keller geht es um das finstere Mittelalter sowie die Erdgeschichte. Den Schweden und ihrem Einfluss auf Pommern wird im Obergeschoss nachgegangen. Fast 200 Jahre lang regierten sie die Region (1630-1815). In der Gemäldegalerie im Erdgeschoss stehen zur Zeit ebenfalls Skandinavier im Fokus: die Dänen.

Kontakt & Infos

Adresse:

Rakower Straße 9

17489 Greifswald

Kontakt: ☎ 03834 / 83120

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag

10.00 bis 18.00 Uhr

Preise:

Erwachsene 7 Euro

Kinder (drei bis 18 Jahre) 5 Euro

Führung „Kopenhagener Malerschule“ 2 Euro plus Eintritt (26.September)

• Internet:

www.pommersches-landesmuseum.de

Der Kunstsammler, Journalist und Verleger Christoph Müller schenkte dem Land Mecklenburg-Vorpommern gut 370 Grafiken, Gemälde und Zeichnungen dänischer Künstler. 43 dieser Werke sowie Exponate aus der Nationalgalerie in Berlin und dem Bestand des Greifswalder Museums sind hier unter dem Titel „Kopenhagener Malerschule“ausgestellt.

Bis zu 30 Besucher nimmt der Kunstkenner bei seinen Führungen mit auf eine Reise durch die Epochen der Romantik und des Realismus in der dänischen Malerei des 19. Jahrhunderts. An der berühmten Kunstakademie in Kopenhagen lernten die Künstler, Landschaften im Freien zu zeichnen. Mit ihren neuen Lehrmethoden galt die Schule in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als eine der modernsten.

Auch der bekannte Sohn der Stadt Greifswald, Caspar David Friedrich (1774-1840), studierte an dieser Akademie.

„Ich gebe Ihnen eine Aufgabe: Sie müssen Ihren Blick schulen und mir hinterher Ihr Lieblingsbild nennen “, begrüßt der 78-Jährige die Gäste. Die Schau zeigt unter anderem Werke, wie „Regen am Strand von Kulhusrende“ von Janus la Cour (1837-1909) und Porträts von Wilhelm Bendz (1804-1832). Letztere sind realistisch gemalt, das heißt, sie zeigen die Personen auch mit kritischen, ernsten Blicken.

„Übrigens kamen die Mönche, die das hiesige Kloster Eldena gründeten, aus Roskilde“, sagt der gebürtige Berliner und deutet auf das Werk von Anton Erik Thorenfeld (1839-1907). Es entstand im Jahr 1893 und zeigt den Roskilde-Fjord. Im Vordergrund sind Steine und grüne Wiesen zu sehen. Im Hintergrund erhebt sich die Silhouette der dänischen Stadt.

Das Bild vermittelt die Ruhe und Weite der Landschaft. „Wenn Sie genau hinsehen, entdecken sie die kleinen Details, wie die Möwe auf einem der Steine“, rät der in Sassnitz auf Rügen lebende Müller.

„Die Ausstellung aus Sicht des Sammlers zu sehen, ist interessant, und die Bilder sind beeindruckend“, sagt Susanne Hinz aus Hinrichshagen bei Greifswald. Ihr Lieblingsbild: „Der Regentag“ von Janus la Cour.

Sie und ihr Mann Rainer haben die Chance genutzt, bei einer Führung mit Müller dabei zu sein. Anmeldungen für die Rundgänge mit dem Kunstsammler sind übrigens nicht möglich. Wer bei einer Führung dabei sein möchte, muss frühzeitig ins Pommersche Landesmuseum kommen.

OZ

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