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Rodeln in den „Stülower Alpen“

Bad Doberan Rodeln in den „Stülower Alpen“

In Bad Doberan erwartet Besucher eine 521 Meter lange Talfahrt über eine Brücke und durch sieben Kurven / Die Starter versuchen, schneller als die Bäderbahn „Molli“ zu sein

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Jede Menge Fahrspaß in der Metallrinne: Lea Schulz (li.) und Sophie Lehnert sausen mit knapp 40 km/h die Sommerrodelbahn in Bad Doberan hinunter.

Quelle: Katharina Ahlers

Bad Doberan. Ungebremst saust der Schlitten den Hang der Sommerrodelbahn in Bad Doberan (Landkreis Rostock) hinab. Mit beiden Händen hält sich Lea Schulz am Griff fest, der vorn am Bob befestigt ist. „Achtung“, ruft die 16-Jährige, während der Schlitten sich auf die nächste Kurve zubewegt.

Kontakt & Info

Adresse :

Stülower Weg 70

18209 Bad Doberan

Kontakt:

☎ 03 82 03 / 40 74 01

Öffnungszeiten:

Täglich 10.00 bis 20.00 Uhr

Preise:

Einzelfahrt: Erwachsene 2,30 Euro,

Kinder (drei bis 16 Jahre) 1,50 Euro,

Sechs Fahrten: Erwachsene 11 Euro,

Kinder 7,50 Euro,

20 Fahrten: Erw. 35 Euro, Kind. 22 Euro

• Internet:

www.sommerrodelbahn-dbr.de

Ihre Freundin Sophie Lehnert, die hinter ihr Platz genommen hat, zieht am Bremshebel und reduziert so die Geschwindigkeit. Kaum ist die Kurve gemeistert, drückt sie den Hebel wieder herunter und der Schlitten nimmt erneut Fahrt auf.

Die Sommerrodelbahn wurde 2013 gebaut und erstreckt sich über eine Länge von 721 Metern. Die ersten 200 Meter werden die Fahrer gezogen – bis sie schließlich den Gipfel der Anlage erreicht haben.

Dann wartet eine 521 Meter lange Talfahrt über eine Brücke und durch sieben Kurven auf die Akteure. Der Schlitten kann auf mehr als 40 km/h beschleunigen.

„Anfangs haben viele Rodler Respekt vor der Strecke und blicken skeptisch zur Spitze hoch“, sagt Betreiberin Kristina Dirkner. Sie zeigt auf den etwa 30 Meter hohen „Stülower Berg“. Mithilfe eines Gerüstes wurde die Bahn um weitere zehn Meter angehoben, sodass auf die Fahrer ein Gefälle von 40 Metern wartet.

„Nach einem verhaltenen ersten Lauf werden die meisten Fahrer im zweiten Durchgang mutiger“, sagt die 42-Jährige. „Sie entscheiden selbst, ob sie im Schneckentempo oder wie ein Formel-1-Pilot fahren wollen.“ Das lasse sich mithilfe eines Hebels ermöglichen. „Wenn die Gäste den hochziehen, bremsen sie, wenn sie ihn runterdrücken, wird beschleunigt“, erklärt die Chefin.

Der fünfjährige Luca Lack aus Güstrow (Landkreis Rostock) kann es kaum erwarten, wieder auf dem Schlitten Platz zu nehmen. Ungeduldig steht er in der Warteschlange vor der Bahn. „Ich mag, dass man hier so schnell ist wie ein Düsenjet“, erklärt der Junge. Seine Großmutter lacht. „Es macht großen Spaß. Während der Fahrt kribbelt es im Bauch“, beschreibt Beate Lack ihr Gefühl und ergänzt: „Luca ist mutig.“

Kinder, die jünger als acht Jahre alt sind, müssen in Begleitung eines Erwachsenen fahren. „Sobald sie eine gewisse Körpergröße erreicht haben und in der Lage sind, die Hinweisschilder zu lesen, können sie allein starten“, sagt Kristina Dirkner. Entlang der Strecke sind Warnschilder aufgestellt. Unter anderem werden die Gäste gebeten, vor den Kurven abzubremsen.

Nach knapp über einer Minute Fahrzeit erreichen Sophie Lehnert und Lea Schulz das Ziel. Die Mädchen springen auf und rennen zur Tafel, die die gefahrene Maximalgeschwindigkeit anzeigt. Alle, die mehr als 40 km/h schaffen, können am Wettbewerb „Wer ist schneller als der Molli“ teilnehmen. Die Mecklenburgische Bäderbahn zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn erreicht maximal Tempo 40.

„38 km/h“, liest Lea Schulz vor. „Wir waren schon schneller. Letztes Mal haben wir es auf 46 km/h gebracht.“ Ihre Freundin nickt. „Wir fahren nochmal“, beschließt Sophie Lehnert. „Hier kann man locker drei Stunden verbringen.“

Auch Betreiberin Kristina Dirkner rodelt nach drei Jahren Sommerrodelbahn in den „Stülower Alpen“, wie das Gebiet am Ortsrand von Doberan genannt wird, noch gern. „Von oben hat man einen schönen Ausblick auf das Münster von Bad Doberan“, sagt sie.

Katharina Ahlers und Luise Fröhlich

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