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„So entsteht beim Musizieren ein Zauber“

„So entsteht beim Musizieren ein Zauber“

Am Hohen Ufer, zwischen Wustrow und Ahrenshoop, spielt in einer Woche Pianistin Ulrike Mai mit drei weiteren Musikern an der Ostsee

Sie sind Rostockerin und leben in Ahrenshoop. Wo gefällt es Ihnen in der Region am besten?

Ulrike Mai: Ich mag die Zickerschen Alpen auf Rügen, weil sie aussehen wie norwegische Fjorde. Aber gleich danach kommt Ahrenshoop mit der stürmischen Meeres- und der romantischen Boddenseite.

Dort ist man bei jeder Gemütslage richtig.

In Ihren Musikstücken spielt Natur eine wichtige Rolle.

Ulrike Mai: Ich liebe Stücke, die klangmalerisch mit Naturassoziationen arbeiten. Ich finde es faszinierend, dass quer durch die Jahrhunderte Komponisten das Gleiche empfinden, wenn sie das Meer sehen und das in Tönen ausdrücken. Der Komponist, der Ausführende am Instrument und der Zuhörer haben alle dieselben Bilder vor Augen, wenn sie diese Musik hören. Man ist sofort auf drei Ebenen miteinander verbunden.

In einer Woche spielen sie auf der Steilküste bei Ahrenshoop. Beeinflusst der Ort Ihr Spiel?

Ulrike Mai: Es sind wunderbare Momente, wenn man kurz Zeit hat, nach rechts zu gucken und dann die Sonne auf dem Meer glitzern sieht. Dann fühle ich mich ganz groß und frei und schön – das genieße ich. Es gibt bei Open-Air-Konzerten immer Überraschungen. Zum Beispiel steigt plötzlich ein Vogelschwarm auf, es kommt eine Böe oder ein Käfer sitzt auf einer der Tasten. Auf so etwas muss ich gefasst sein. Aber es ist unheimlich bereichernd. Der Konzertablauf ist auf den Sonnenuntergang abgestimmt. So entsteht beim Musizieren ein Zauber.

Sie spielen mit dem Gitarristen Ian Melrose, Akkordeonspieler Manfred Leuchter, und dem Pianisten Lutz Gerlach.

Ulrike Mai: ,Von Bach bis Bagdad’ heißt das Programm. Bach wird in sämtlichen Variationen auf die Bühne gebracht. Es wird farbenreicher Abend, denn Manfred Leuchter wird ostasiatische und afrikanische Klänge und Ian Melrose schottisch-irische Melodien einbringen.

Ebenso gibt es ein vierhändiges Spiel am Flügel mit Lutz Gerlach. Wie haben Sie es geschaft, 20 Finger aufeinander abzustimmen?

Ulrike Mai: Es hat von Anfang an funktioniert. Lutz Gerlach hat einige Stücke komponiert und die Melodien an uns angepasst. Pop wird dabei mit Klassik verschmelzen.

Interview von Ann-Christin Schneider

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