Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Spiel mit den „tanzenden“ Blitzen in Zingst

Zingst Spiel mit den „tanzenden“ Blitzen in Zingst

Von Optik bis Elektrik: Im Experimentarium wird Physik interaktiv erklärt / Der „ForscheFuchs“ bringt 20 neue Exponate

Zingst. In einem scheinbaren Wirrwarr leuchten die Blitze auf der Plasmascheibe im Experimentarium Zingst auf. Grüne Stromlinien tanzen wild über die Oberfläche. Doch als Emilie Schloen und Johanna von Ahsen ihre Finger auf die Scheibe drücken, scheinen sie die Stromflüsse zu kontrollieren. „Das ist ja cool“, staunt die 14-jährige Emilie. „Aber klau mir doch nicht alle Blitze“, neckt das Mädchen aus Rothenburg (Wümme) in Niedersachsen ihre Freundin, als plötzlich alle zuckenden Linien zu deren Fingern wandern.

Es herrscht wuseliges Treiben in dem interaktiven Museum auf der Halbinsel Fischland-DarßZingst. Von einer Station zur anderen laufen die Kinder, staunen über die Versuchsabfolgen. Egal ob Mechanik, Optik oder Elektronik – im Experimentarium werden Dutzende physikalische Phänomene anschaulich erklärt. „Die Besucher probieren sich bei uns an 90 Exponaten aus“, erläutert Einrichtungsleiter Jens-Uwe Kock. „Anfassen ist dabei ausdrücklich erlaubt“, fügt der Barther hinzu.

Eine Regel, die auch die fünfjährige Emma mit ihrer Schwester Lotta gern befolgt. „Es macht so viel Spaß, alles selbst austesten zu können“, sagt die kleine Urlauberin aus dem Allgäu. „Und mein Papa ist Physiker, der kann uns also alles ganz genau erklären.“

Was hinter den spielerischen Experimenten steckt, wird ebenfalls auf den Tafeln an den einzelnen Stationen detailreich beschrieben. So erfahren die Besucher unter anderem, dass ein elektrisches Feld für die „tanzenden“ Blitze auf der Scheibe verantwortlich ist. Aber auch die Funktionsweise einer Solaranlage, die Entstehung eines Tornados oder das Wirken der Zentrifugalkraft werden im Haus hinter dem Deich auf knapp 1300 Quadratmetern thematisiert.

„Ich habe hier viel dazugelernt“, gibt der 14-jährige Benedikt Cedric Norden aus Niedersachsen zu. „Und ich glaube, dass ich mir so alles viel besser merken kann, als hätte ich die trockene Theorie in der Schule gelernt.“ Bis zum 7. September wird die Ausstellung zusätzlich durch 20 Exponate der Euroscience Wanderausstellung „ForscheFuchs“ erweitert. „Neben dem Eimerradio und dem Düseneffekt können so noch viele weitere Phänomene ausgetestet werden“, sagt Kock.

Wem das alles noch nicht genug ist, der kann außerdem in den täglichen Workshops aktiv werden. Von dem Bau einer Rakete über das Bearbeiten von Speckstein bis hin zum Hämmern und Sägen beim Modellbau – jeden Tag stehen die handwerklichen Aktivitäten in der etwa 80 Quadratmeter großen Werkstatt unter einem anderen Motto.

Ann-Christin Schneider

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Grevesmühlen
Startschuss für den 1000-Meter-Lauf: Zweieinhalb Runden mussten die Jungs der Altersklasse 13 dafür um den Tannenbergsportplatz laufen.

Seit Dienstag laufen die Wettkämpfe am Tannenberg in Grevesmühlen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sommermagazin
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.