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Wandern rund ums Kap

Wandern rund ums Kap

Sie sind Wahrzeichen der Insel und bieten nicht nur Schiffen Orientierung – die Leuchttürme im Norden Rügens / Bei einer Tour am Kap Arkona kann auch der Peilturm besichtigt werden

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Blick über das Kap Arkona auf der Insel Rügen. Im Vordergrund sind die Überreste eines slawischen Burgwalls zu sehen. Links steht der neue Leuchtturm. Er verdeckt den kleineren Schinkelturm.

Quelle: Fotos: Manuela Wilk (5) / Dietmar Lilienthal

Putgarten. Die Route zu den Türmen ist etwa fünf Kilometer lang. Sie führt vorbei an Feldern und entlang des Hochuferweges. Die Wege sind befestigt und gut ausgeschildert.

ÜBRIGENS

Wussten Sie schon, dass. . .

. . . das Maskottchen der Insel aus Kreide besteht?

Das Rügener Kreidemännchen ist das Original. Es gibt mehrere Varianten der Figur. Das weibliche Pendant ist die Kreideelfe. Zu jeder Figur gibt es eine Geschichte. Sie sind als Souvenire beliebt und sollen Glück bringen.

Ausgangspunkt der Wanderung ist Putgarten.

Putgarten

Wer mit dem Pkw anreist, muss sein Auto auf einem kostenpflichtigen Parkplatz am Ortseingang von Putgarten abstellen. Die Hauptstraße führt im Ort vorbei an der Feuerwehr sowie einigen Geschäften und Ateliers. An der Kreuzung dann dem Wegweiser nach rechts Richtung Vitt folgen. Nach einem Kilometer, vorbei an Wiesen, ist die weiße Kapelle des Fischerdorfs zu sehen.

Vitt

Das Dorf mit den 13 reetgedeckten Häuschen steht unter Denkmalschutz. Es wirkt, als wäre die Zeit in dem Ort stehen geblieben. Die Siedlung wurde im Jahr 1290 erstmals erwähnt. Die achteckige Kapelle wurde 1816 erbaut. Ralf Christian aus Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) ist mit dem Fahrrad nach Vitt gekommen. Er schaut sich den Hafen an.

Die Fischräucherei wird seit mehreren Generationen betrieben. Vom Strand ist die Kreideküste am Kap zu sehen. Über eine Treppe gelangen Wanderer auf den gut befestigten Hochuferweg. Zwischen den Büschen und Bäumen taucht immer wieder die blaue See auf. Hier lohnt ein Erinnerungsfoto. Das gelingt besonders gut nahe der sogenannten „Veilchentreppe“ – mit Blick auf das Fischerdorf.

Aussicht an der Veilchentreppe An einem Aussichtspunkt befindet sich die „Veilchentreppe“. Sie führt zum Strand. Wer in Vitt weiter am Wasser entlang geht, sollte an dieser Stelle zum Hochufer hinaufsteigen. Nur noch wenige hundert Meter trennen den Wanderer vom ersten der drei Türme – dem Peilturm.

Peilturm

Die Glaskuppel des ehemals als Seefunkfeuer genutzten Peilturms ist aus der Ferne gut zu erkennen. 27 Meter ragt das Gebäude in die Höhe. Oben überblicken Besucher die Halbinsel Wittow. Designer Nils Peters nutzt die Etagen und die Glaskuppel, um seinen „Sonnenschmuck“ auszustellen.

Siebenschneiderstein

Vom 1927 errichteten Peilturm führt der Wanderweg Besucher bis zum nördlichsten Punkt der Insel – dem sogenannten Siebenschneiderstein. Über eine steile Treppe geht es hinab zum 165 Tonnen schweren Findling. Etwa 300 Meter den Weg zurück Richtung Putgarten, stehen die anderen Türme: der neue Leuchtturm und der Schinkelturm. Sie sind für Gäste geöffnet.

Schinkelturm

Der Schinkelturm ist der kleinere der beiden. Er wurde 1826/27 erbaut und sein Leuchtfeuer war acht Seemeilen weit zu sehen. Heute befinden sich hier ein Museum und ein Standesamt. Die Funktion als Wegweiser für die Seefahrer übernimmt seit mehr als 100 Jahren der neue Leuchtturm. Er steht gleich daneben.

Neuer Leuchtturm

Der runde Turm mit der roten Haube sendet Lichtsignale 22 Seemeilen – mehr als 40 Kilometer – weit. 164 Stufen führen zu einer Aussichtsplattform. Von dort haben Gäste einen tollen Ausblick. Wer sehen will, wie das Leuchtfeuer funktioniert, kann sich das sogenannte Linsentripel, unten neben dem Turm, ansehen. Es ist baugleich mit dem Leuchtfeuer oben im neuen Leuchtturm.

Das Areal am Kap Arkona wird als Flächendenkmal bezeichnet. Eine 850 Meter lange Asphaltstraße führt zurück nach Putgarten. Übrigens verkehrt die „Arkonabahn“, eine Art Zug mit Gas-Wasserstoff-Antrieb, zwischen den Leuchttürmen am Kap und dem Parkplatz Putgarten. Sie fährt von dort auch bis zum Fischerdorf Vitt.

Rügenhof

Zurück in Putgarten haben Gäste Gelegenheit, den Rügenhof zu besuchen. Von Sanddornseife und -likör, über Kreidemännchen und Bernsteinschmuck besteht das Angebot überwiegend aus regionalen Produkten. Einige Handwerker lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Kontakt & Infos

Die Strecke:

Die Wanderung von Putgarten über Vitt zum Kap Arkona umfasst etwa fünf Kilometer und ist leicht zu bewältigen. Es gibt keine steilen Etappen, allerdings einige Treppen – sie lassen sich teilweise umgehen. Vom Hochuferweg und von den drei Leuchttürmen aus bietet sich ein toller Blick über die Halbinsel Wittow und auf die Ostsee.

Tipps:

Peilturm

Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr

im September bis 17.00 Uhr

Eintritt

Erwachsene 3 Euro

Kinder (bis 12 Jahre) 2 Euro

• Internet:

www.sonnenschmuck.com

Schinkelturm

Täglich 10.00 bis 19.00 Uhr

im September bis 18.00 Uhr

Eintritt 2 Euro

Neuer Leuchtturm

Täglich 11.00 bis 18.00 Uhr

im September 10.00 bis 18.00 Uhr

Eintritt 3 Euro

(Kinder bis 5 Jahre frei)

Internet: www.kap-arkona.de/die-tuerme.html

Rügenhof

Dorfstraße 22

18556 Putgarten

Täglich 11.00 bis 18.00 Uhr

(Einige Läden haben bereits ab 10.00 Uhr geöffnet)

Internet: www.kap-arkona.de

Manuela Wilk

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