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„Wollen junge Leute zum Tennis locken“

„Wollen junge Leute zum Tennis locken“

Verbandschef Karl-Heinz Kutz über den Trendsport Beach Tennis, die hoffnungsvollsten Talente in MV und über Pläne mit dem Golf-Verband.

Rostock Dr. Karl-Heinz Kutz (67) engagiert sich seit 2003 im Tennisverband von Mecklenburg-Vorpommern (TMV) – zunächst als Schatzmeister, seit vier Jahren als Präsident. Der Rostocker ist Spezialist für Werkstoff- und Materialkunde und beweist nicht nur beim Jonglieren Ballgefühl. Kutz wurde mit dem TV Blau-Weiß Warnemünde Landesmeister der Herren 65.

 

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Präsident mit Spielwitz: Dr. Karl-Heinz Kutz (67) jongliert mit Tennisbällen.

Quelle: Stefan Ehlers

Am vergangenen Wochenende wurde in Dierhagen der erste Spieltag der Beach-Tennis-Oberliga ausgetragen. MV ist deutschlandweit das erste Bundesland, das eine eigene Strandliga auf die Beine stellt. Wie kam es dazu?

Karl-Heinz Kutz: Wir haben immer nach einer Möglichkeit gesucht, um in der Tennis-Landschaft durch irgendetwas Besonderes Aufmerksamkeit zu erringen. Im sportlichen Bereich wird es uns nicht so schnell gelingen. Da haben wir noch viel Nachholbedarf. Nun haben wir mit der Gründung der ersten Beach- Tennis-Oberliga Akzente gesetzt. Ziel dieser Trendsportvariante ist es, Mitglieder neu zu gewinnen und an die Vereine zu binden.

Sie haben im Team Old Sharks mitgespielt. Ihr Eindruck?

Kutz: Die Faszination im Beach Tennis besteht darin, dass fast ausschließlich Volleys gespielt werden. Da kommt es auf ein gutes Ballgefühl an. Aber auch Athletik und Fitness sind gefragt.

Das ist eine Sportart, die junge Leute zum Tennis lockt.

Wird es weitere Projekte dieser Art geben?

Kutz: Unsere Idee ist es, zusammen mit dem Golfverband eine offene Golf- und Tennis-Landesmeisterschaft auszutragen. Geplant sind die Titelkämpfe Herbst 2017 in Göhren-Lebbin.

Sie engagieren sich seit 2003 im Präsidium des Tennis-Landesverbandes. Sind Sie zufrieden mit dem Erreichten?

Kutz: Im Großen und Ganzen ja. Mit knapp 4100 Mitgliedern sind wir zwar der kleinste Landesverband im Deutschen Tennis Bund, aber entgegen dem allgemeinen Trend konnten wir unsere Mitgliederzahlen stabil halten. Alle Vereine verfügen über sehr gute Sportstätten, die – auch dank der Hilfe des Landessportbundes – vorzeigbar sind. Sehr schöne Erfolge haben wir in den zurückliegenden Jahren im Jugendbereich erzielt. Wir sind mit Projekten wie „Schule und Verein“ unterwegs, um Kinder abzuholen, die aufgrund der vielfältigen Angebote nicht mehr allein zu uns kommen.

Auch unsere ganz Kleinen haben schon bewiesen, dass sie richtig gut Tennis spielen und auch im athletischen Bereich mithalten können. Wir konnten beim Talente-Cup in Essen einige renommierte Auswahlteams hinter uns lassen. Die Mädchen und Jungen werden wie in den vergangenen Jahren von Elisa Behncke und Philipp Fülkell betreut. Die beiden gehören zu den besten Spielern in MV. Das ist für die Kinder ein zusätzlicher Motivationsschub.

In diesem Jahr wurden die Landesmeisterschaften getrennt durchgeführt. Die Damen und Herren wetteiferten in Stralsund um die Titel, die Senioren in Neustrelitz. Ihr Fazit?

Kutz: Es gibt in Mecklenburg-Vorpommern lediglich in Rostock und Schwerin Anlagen, die für derart große Starterfelder geeignet sind. Wir wollten andere und mehr Vereine einbinden. Die Trennung hatte noch einen weiteren Vorteil: Wir konnten Nebenrunden sowie Doppel- beziehungsweise Mixed-Konkurrenzen austragen. Das war für alle Teilnehmer attraktiv. Sie liefen somit nicht Gefahr, dass sie nach nur einem Spiel wieder nach Hause fahren müssen.

Wo sehen Sie den Verband in zehn Jahren?

Kutz: Ich hoffe, dass wir neue Vereine im Verband aufnehmen und die Mitgliederzahlen um 20 bis 30 Prozent steigen können. Vielleicht gelingt es uns, bei den Jugendlichen im sportlichen Bereich Akzente zu setzen. Lieselotte Hartlöhner ist auf dem Weg zu einer Ausnahmespielerin. Sie war eine Woche am Leistungszentrum in Hannover. Erfolge, wie von Angelique Kerber bei den Australian Open und in Wimbledon, haben uns einen großen Schub gegeben. Bei den Herren gibt es mit Alexander Zverev wieder jemanden, der junge Leute in seinen Bann zieht.

Verband zählt 4092 Mitglieder

Dr. Karl-Heinz Kutz (67) ist seit 2012 Präsident des Tennisverbandes

Mecklenburg-Vorpommern (TMV).

Dr. Thomas Teutloff (Schatzmeister), Thomas Oberwalder (Medien und

Marketing), Dieter Bursche (Sportwart) und Gabor Hartung (Jugendwart) komplettieren die Führungs-

riege. Die Geschäftsstelle des TMV hat ihren Sitz in Rostock (Trotzenburger Weg 15, Telefon 0381-4031165).

4092 Mitglieder in 39 Vereinen zählt der TMV, der am 31. August 1990 in Schwerin gegründet wurde. Größter Verein ist der TC Blau-Weiß Rostock mit 407 Mitgliedern, der älteste TSV Friedland 1814.

158 Freiluft- und rund 70 Hallenplätze gibt’s im Nordosten.

Der Deutsche Tennis Bund ist mit über 1,4 Millionen Mitgliedern der größte Tennisverband der Welt und drittgrößter deutscher Sportverband.

Interview von Stefan Ehlers

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