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Zu den Vögeln des Glücks

Stralsund Zu den Vögeln des Glücks

Im Meeresmuseum Stralsund erhalten Besucher in einer Sonderschau Einblicke in die Lebenswelt der Kraniche

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Einer von fünf Kranichen in der Ausstellung des Museums.

Stralsund. Im Meeresmuseum in Stralsund sehen Besucher nicht nur Haie, Seepferdchen und Meeresschildkröten. Seit Kurzem gibt es zudem eine kleine Ausstellung über den Vogel des Glücks: den Kranich. Vor allem in Asien hat der Vogel einen besondere Bedeutung. Er gilt als Symbol für Weisheit und ein langes Leben.

Kontakt & Infos

Adresse:

Meeresmuseum / Besuchereingang

Ecke Mönchstraße/ Bielkenhagen

18439 Stralsund

Eintritt:

Erwachsene 10 Euro

Kinder (4 bis 16 Jahre) 8 Euro

Kontakt:

☎ 03831 / 2650210

Öffnungszeiten:

Täglich 10.00 bis 17.00 Uhr

• Internet:

www.deutsches-meeresmuseum.de

In der Hansestadt ist eine Gruppe von fünf Tieren ausgestellt. Zwei erwachsene Kraniche breiten ihre Schwingen über den Gästen aus. Die anderen stehen auf einen nachempfundenen Feldstück und suchen nach Futter. An den Wänden hängen 20 Bilder von Fotograf Carsten Linde aus Waake (Niedersachsen). Dazu gibt es Informationen über das Leben und den Lebensraum der Tiere.

Linde ist den scheuen Vögeln sehr nah gekommen. Seit elf Jahren macht der ehemalige Schulleiter Fotos – meist von Landschaften, sehr oft von Kranichen. „Sie sind mein Lieblingsmotiv. Als ich die Vögel zum ersten Mal am Bodden gesehen habe, war ich sofort begeistert“, sagt der 72-Jährige. „Kraniche sind beeindruckende und anmutige Tiere.“

Jedes Jahr im Frühjahr, auf ihrem Weg nach Norden, legen die Kraniche in der Region um Rügen eine Rast ein. Zu Tausenden bevölkern sie die flachen Gewässer und sammeln Kraft für die nächste Etappe.

Im Herbst, wenn die Reise in den Süden geht, wiederholt sich das Schauspiel.

Sieben Mal ist der Fotograf den Zugvögeln durch Europa hinterhergereist. Linde ist ihnen zu Rastplätzen in Frankreich, Spanien und Schweden gefolgt, um den größten europäischen Zugvogel abzulichten. Die Tiere werden etwa 1,20 Meter groß und haben eine Flügelspannweite von bis zu zwei Metern. Charakteristisch ist der rote Fleck am Kopf.

„Mein Ziel ist es, wichtige Verhaltensweisen zu dokumentieren und ästhetische Fotos zu machen.“ Dazu bedarf es zweier Dinge: Glück und Geduld. Das Wetter, die Lichtverhältnisse und das Verhalten der Vögel müssen stimmen. Weil sich die Kraniche schnell bedroht fühlen, muss sich der Beobachter gut verstecken und tarnen. „In Schweden gibt es sogar Fotohütten, die man mieten kann“, erzählt der Niedersachse.

Mit den Jahren hat der Pensionär die Körpersprache der großen, grauen Vögel zu deuten gelernt. „Wenn ich weiß, was gleich passieren wird, kann ich darauf reagieren.“ Ob die Vögel sich gleich in die Lüfte erheben oder bei der Balz sind – Linde erkennt die Situation.

Einen Wunsch hat der Tierfreund noch: „Ich möchte einmal beobachten, wie ein Kranich schlüpft.“ Dafür der ehrenamtliche Kranich-Ranger weiter auf die Jagd nach dem perfekten Augenblick gehen.

Manuela Wilk

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