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„Unwort des Jahres 2016“ lautet „Volksverräter“

Darmstadt „Unwort des Jahres 2016“ lautet „Volksverräter“

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist er als Schimpfwort schon mehrmals an den Kopf geworfen worden: Der Begriff „Volksverräter“ ist das „Unwort des Jahres 2016“.

Darmstadt. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist er als Schimpfwort schon mehrmals an den Kopf geworfen worden: Der Begriff „Volksverräter“ ist das „Unwort des Jahres 2016“. Das Schlagwort werde „antidemokratisch und diffamierend verwendet“, begründete die Sprecherin der „Unwort“-Jury, die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich, die Entscheidung. Verwendet werde das Wort in sozialen Netzwerken und auch „massiv bei Demonstrationen“ von Anhängern des islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses oder der AfD.

dpa

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Ein «Erbe von Diktaturen»
Eine Frau applaudiert im August 2015 neben einem Schild mit der Aufschrift "Volksverräterin" vor einer Flüchtlingsunterkunft in Heidenau in Sachsen. Die Kanzlerin Merkel besuchte die Flüchtlingsunterkunft.

Schon die Nationalsozialisten hatten das „Unwort des Jahres 2016“ benutzt. Mit dem Begriff „Volksverräter“ werden heute Politiker beschimpft. Das sage auch etwas über eine Gesellschaft aus, meinen Sprachwissenschaftler.

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