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157 Werftarbeiter aus der Transfergesellschaft in neuen Jobs

Stralsund 157 Werftarbeiter aus der Transfergesellschaft in neuen Jobs

Nach Ende der Tourismussaison steigt Arbeitslosenquote in der Region auf 12,8 Prozent.

Stralsund. Stärker als üblich fiel im November der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Stralsund der Arbeitsagentur aus. Neben der üblichen Schwankung, bedingt durch das Ende der Tourismussaison, hat Dr. Jürgen Radloff, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Stralsund, dafür vor allem die Pleite der Volkswerft ausgemacht. „Mit dem Auslaufen der Transfergesellschaft haben sich zum 1. November bei uns 686 Werftarbeiter arbeitslos gemeldet“, so Radloff.

Diese Zahl war aber im Laufe des Monats bereits Veränderungen unterworfen. Bis Mittwoch hatten sich 234 Werftarbeiter aus der Arbeitslosigkeit wieder abgemeldet. 157 von ihnen fanden tatsächlich einen neuer Job. „Zwei Drittel davon in metallverarbeitenden Betrieben der Region, ein Drittel überregional in Rostock oder Hamburg“, weiß der Agenturgeschäftsführer. Die restlichen 77 Betroffenen haben sich laut Statistik in EU-Rente Studium oder zur Bundeswehr abgemeldet. Aus dem Bereich der Arbeitsagentur Stralsund sind derzeit noch 383 Werftarbeiter bei der Stralsunder Schiffbaugesellschaft beschäftigt, die die beiden DFDS-Schiffe fertig baut. „Wenn diese Arbeit an den beiden Transportschiffen Anfang des nächsten Jahres zu Ende sein wird, dann rechnen wir hier noch einmal mit einem richtigen Schub bei den Arbeitslosenzahlen“, konstatiert Jürgen Radloff, der derzeit keine positiven Signale zur Zukunft des Schiffbaus am Sund hat.

Allerdings verweist der Agenturchef auch darauf, dass die derzeitige Entwicklung der Arbeitsmarktdaten im Bereich Tourismus und Handel der Region zahlenmäßig die der Werft überlagert: „Die vom Tourismus dominierte Wirtschaftsstruktur sorgt für die stärksten Schwankungen in der Arbeitslosigkeit.“ So sind im Agenturbezirk alleine in diesem Bereich aktuell 3101 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 994 mehr, als im Oktober. Radloff: „Gut jeder fünfte Arbeitslose hier stammt derzeit aus dem Bereich Handel und Tourismus.

Alles zusammen sorgt denn auch dafür, dass der Arbeitsagenturbezirk Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern im November die rote Laterne beim Anstieg der Arbeitslosigkeit im Land hat. Hier waren in den letzten vier Wochen 14 923 Frauen und Männer ohne Job, 2402 mehr als im Oktober, was einen relativen Anstieg von 19,2 Prozent entspricht. Die Quote liegt damit aktuell bei 12,8 Prozent. Zum Vergleich: Im Agenturbezirk Greifswald liegt der Anstieg im gleichen Zeitraum bei 8,5 Prozent. Allerdings liegt die aktuelle Quote hier bei 13,7 Prozent.

In der Betrachtung zum November 2012 kommt der Agenturbezirk etwas freundlicher weg. Nach einem Jahr sind heute hier 757 Arbeitslose weniger registriert.

Auch die Lage auf dem Stralsunder Arbeitsmarkt gibt wenig Anlass zur Freude. In der Hansestadt waren Ende November 4349 Arbeitslose von der Statistik erfasst. 344 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote am Sund kletterte von 14,2 auf 15,4 Prozent.

 

Jörg Mattern

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