Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan 30 Ehrenamtler wollen aus der Feuerwehr austreten
Mecklenburg Bad Doberan 30 Ehrenamtler wollen aus der Feuerwehr austreten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 03.09.2013
Rostock

Der Streit innerhalb der Rostocker Feuerwehr spitzt sich zu: Die freiwillige Feuerwehr ist nach dem knapp zweiwöchigem Ausstand zwar zurück im Dienst, aber 30 Ehrenamtler überlegen hinzuschmeißen, Tendenz steigend.

Hintergrund ist nicht nur die Polizei-Razzia am 16. August, bei der zwei Computer mit Späh-Software ohne Durchsuchungsbefehl beschlagnahmt wurden, sondern auch ein offener Brief an die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr.

Dieser ist von der BTB-Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft Mecklenburg-Vorpommern und unter anderem von Steffen Sieratzki, Fachgruppenleiter Berufsfeuerwehr, unterzeichnet. Die Gewerkschaft fordert als Interessenvertretung die Freiwilligen auf, sich aktiv an der Aufklärung der Datenausspähung zu beteiligen und sieht in den Reihen der Ehrenamtler auch Verantwortliche für den Datenmissbrauch. Zudem kritisiert die Gewerkschaft das Verhalten der Freiwilligen. „Permanente Anrufe in der Leitstelle zu Fragen der Ausrückordnung, das Diskutieren zu fachlichen Entscheidungen, die keine zeitliche Aufschiebung zulassen, und andere nicht zu akzeptierende Umgangsformen mit den Beschäftigten des Amtes 37 (Brandschutz und Rettungsamt / Anm. d. Red.) werden der Vergangenheit angehören“, teilt Sieratzki mit, der zugleich auch Vorsitzender des Personalrats des Amtes 37 ist.

„Es ist ein Hetzen gegen die freiwillige Feuerwehr. So behandelt man ein Ehrenamt nicht“, sagt Stadtwehrführer Steffen Grafe. Deshalb hätten 20 bis 30 Brandbekämpfer geäußert, dass sie aus der Feuerwehr austreten wollen. „Die Kameraden tun die gleiche Arbeit wie die Berufsfeuerwehr und fühlen sich diffamiert“, so Grafe. „Sie tun ihre Arbeit gern, aber die Bedingungen werden immer schlechter und es gibt keine Anerkennung.“ Auch deshalb hatten die Freiwilligen ein 18-Punkte-Forderungspapier der Stadtverwaltung vorgelegt, das in dieser Woche besprochen werden soll.

Die Gewerkschaft sieht das Verhältnis zwischen Berufsfeuerwehr und Freiwilligen als „beschädigt“. Man stehe vor einem „Scherbenhaufen“. Etwas anders sieht das Grafe. Das Verhältnis zwischen den Kollegen sei gut, nur das zum Personalrat sei zerstört. Grafe:„Die Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre ist dahin.“

Anja Levien

Täglich holen sich Jung und Alt aus Bad Doberan und Umgebung 500 sogenannte Medieneinheiten aus der Bibliothek. Viele Schüler bessern hier ihr Wissen für den Unterricht auf.

04.06.2018

Zwei Mitarbeiter des Forstamtes untersuchen in diesen Tagen den Wald auf seinen Gesundheitszustand. Die Inventurergebnisse bilden dann die Grundlage für den Waldzustandsbericht.

01.01.1998

Aus eigener Initiative wird die Stadtvertretung keinen Beschluss über die Schließung der Goethe-Schule fassen, stellte Reriks Bürgermeister Wolfgang Gulbis jetzt unmissverständlich klar.

04.06.2018