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Abi 2013: Doberan tanzt den Gangnam Style

Bad Doberan Abi 2013: Doberan tanzt den Gangnam Style

Zwölftklässler hatten gestern ihren letzten Schultag. Motto: „Abistokratie — Der Adel geht. Der Pöbel bleibt.“

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Anna Hameister (l./18) m�chte Germanistik studieren. Gestern feierte sie aber erst einmal mit Mara, Marike und Tina aus der 10. Klasse.

Quelle: Renate Peter

Bad Doberan. Lautstark und farbenfroh ging es gestern Morgen in Bad Doberan zu. Ein bunter Zug fröhlicher Abiturienten zog vom Gymnasium aus durch die Innenstadt:

August-Bebel-, Beethovenstraße, Dammchaussee, Goethestraße, Markt, Mollistraße und zurück. 95 Mädchen und Jungen des Friderico-Francisceum-Gymnasiums absolvieren in diesem Jahr ihr Abitur. Gestern war ihr letzter Schultag. Und der wurde zünftig gefeiert. Das Motto: „Abistokratie. Der Adel geht — der Pöbel bleibt.“

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Nach dem Abitur möchte ich studieren. Ganz genau weiß ich es noch nicht, aber etwas im Bereich Sprachen.“Katharina Gurk (18), Kröpelin

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Ein Abi-Komitee von 18 Leuten hatte sich um die Organisation gekümmert, Absprachen mit Polizei und Stadt geführt, die Musik-Boxen rangeholt. „Das dauert Zeit und Mühe. Alles neben dem Unterricht“, sagt Christofer Hameister. Der 19-jährige Kröpeliner ist Leiter des Abi-Komitees und konnte nach dem Trubel gestern Mittag kaum noch sprechen. Nicht nur auf der Bühne des Schulhofes, sondern auch von der fahrbaren Disko aus, die den Umzug anführte, hatte er seine Stimme tüchtig strapaziert.

Bereits um 7 Uhr tönte auf dem Schulhof laute Musik. In den Klassen wurden Spiele durchgeführt. Bonbons und Konfetti flogen durch die Gegend. Um 9 Uhr startete eine Polonaise durchs Schulhaus.

Eigentlich sollte der bunte Umzug um 9.30 Uhr losgehen. Doch Polizei-Hauptmeister Klaus Wellnitz stoppte ihn noch eine viertel Stunde. „Wir müssen uns nach dem Molli-Fahrplan richten“, erklärte er, „sonst stehen wir nachher in der Dammchaussee.“ Doch dann ging es mit Unterstützung der Beamten los. Die Polizei hatte die Straßen entsprechend kurzfristig abgesperrt. Viele Schaulustige an den Straßenrändern sahen (und hörten) zu.

Auf dem Markt war die Stimmung dann auf dem Höhepunkt. „Wir sind von der Tradition abgewichen, dem Trend gefolgt“, sagt Christofer Hameister. Nicht nach Laurentia tanzten die Abiturienten, sondern nach dem Pop-Song des südkoreanischen Rappers Psy, „Gangnam Style“, und nach dem neuesten Tanz-Trend „Harlem Shake“.

Viel und laute Musik gab es dann auch auf dem Schulhof. So manch Lehrer wurde auf die Bühne geholt. Nicht nur die Abiturienten hatten ihren Spaß, auch die anderen Schüler waren bei Umzug und Feier dabei. Derzeit besuchen das Bad Doberaner Gymnasium knapp 750 Mädchen und Jungen. 53 Lehrer unterrichten sie.

Christofer Hameister ist jedenfalls erleichtert, den Stress jetzt sacken zu lassen. Zumindest was den letzten Schultag betrifft. Denn jetzt heißt es büffeln. Morgen beginnen die Prüfungen, die bis Mai andauern. Los geht‘s mit der schriftlichen Deutsch-Prüfung, am Montag Englisch, am nächsten Freitag Mathe. Die mündlichen Prüfungen sind am 5., 6. und 7. Juni.

Am 14. Juni ist die Zeugnisausgabe und abends im Kühlungsborner Morada-Hotel der Abi-Ball, erzählt Christofer. Der 19-Jährige möchte Musik und Sozialwissenschenschaften auf Lehramt studieren.

„Aber mich zieht es auf jeden Fall an die Ostsee zurück“, sagt der Kröpeliner.

Auch die anderen Gymnasiasten haben ihre Ziele. Katharina Gurk möchte auch studieren. Die 18-jährige Kröpelinerin tendiert Richtung Sprachen. Für Johann Holm aus Klein Grenz steht fest: Nach dem Abi geht es nach Australien und dann nach Indien. Der 19-Jährige möchte später Lehrer für Geschichte und Sozialkunde werden. Ein Germanistik-Studium strebt Anna Hameister an. Die 18-jährige Kröpelinerin will auch Lehrerin werden.

Mara, Marike und Tina haben noch etwas Zeit. Sie besuchen derzeit die 10. Klasse. Doch gestern waren sie bei der großen Fete dabei. „Wir finden das hier ganz toll“, riefen sie.

War es ein guter Abi-Jahrgang? „Wir haben nur gute Jahrgänge“, lacht Schulleiterin Birgit Hacker, die auch nicht umhin kam, auf die Bühne zu gehen.

Gegen Mittag, als auch die letzten Klänge auf der Bühne verstummt waren, ging das große Aufräumen los. Jede Menge Konfetti war zusammenzufegen — drinnen und draußen. Bonbons aufzusammeln. Letzte Luftballons wehten noch auf die Straße und kündeten davon: Hier war etwas los!

Internet: Ein Video zum bunten Umzug der Abiturienten des Friderico Francisceum durch die Bad Doberaner Innenstadt sehen Sie unter

www.ostsee-zeitung.de

Renate Peter

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