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Bad Doberan Aida-Präsident: Rostock braucht eine internationale Schule
Mecklenburg Bad Doberan Aida-Präsident: Rostock braucht eine internationale Schule
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00:00 26.09.2018
Rostock

wächst – und wird immer internationaler: Die großen Unternehmen der Hansestadt – die Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises, die Gentechnik- Firma Centogene, die MV Werften oder auch der Kran-Hersteller Liebherr – locken Experten, Wissenschaftler und Fachkräfte aus aller Welt an die Warnow. Doch damit die auch weiterhin in die Hansestadt kommen, braucht es mehr als ein gutes Gehalt: „Auch die sogenannten ,weichen Faktoren‘ des Standortes Rostock sind entscheidend. Und da ist noch deutlich Luft nach oben“, sagt Aida-Präsident Felix Eichhorn jüngst bei einer Führungskräftetagung des deutschen Kreuzfahrt-Marktführers. Eines fehle ganz besonders: eine internationale Schule für Rostocker Kinder und die Kinder von Fachkräften aus aller Welt. Eichhorns Wunsch könnte aber schon sehr bald in Erfüllung gehen.

„„Wir wachsen international und sehen den Bedarf für eine internationale Schule in staatlicher Trägerschaft.“ Roland Methling (UFR) Oberbürgermeister
„„Wir wachsen international und sehen den Bedarf für eine internationale Schule in staatlicher Trägerschaft.“ Roland Methling (UFR) Oberbürgermeister

Der Fachkräfte-Mangel trifft auch die ganz Großen in der Hansestadt mehr und mehr: Aida Cruises sucht beispielsweise händeringend Computer- und Software-Experten. „Wir wollen und werden weiter wachsen. Und mit jedem neuen Schiff, das wir in Dienst stellen, entstehen nicht nur an Bord, sondern auch in unserem ,Heimathafen‘, in unserer Zentrale in Rostock, neue Jobs“, so Eichhorn. Dieses Wachstum sei aber nur möglich, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen – und für die seien die Hansestadt und auch das Land verantwortlich: „Unsere Mitarbeiter brauchen Kita-Plätze für ihre Kinder, wir brauchen Jobs für die Partner unserer neuen Fachleute.“ Und ja, Rostock brauche eine internationale Schule. In der Regel sind die Schulen mehrsprachig, auch ausländische Schulabschlüsse können an ihnen erworben werden.

Im Rostocker Rathaus ist die Forderung von Aida schon seit einiger Zeit bekannt. Auch die Landesregierung kennt den Wunsch. Und nach OZ-Informationen finden bereits seit einigen Wochen Gespräche zu genau diesem Thema zwischen Stadt und Land statt. „Wir haben bereits zwei Schulen in Rostock, die ein internationales Profil haben – das Christophorus-Gymnasium in Trägerschaft des CJD und die Ecolea in Warnemünde“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (UFR). Aber: Beide Schulen seien Privatschulen. „Wir sehen den Bedarf für eine internationale Schule in staatlicher Trägerschaft“, so der Rathaus-Chef. Die Forderung von Aida könnte nun die Initialzündung für das Vorhaben sein. Wer Träger der Schule wird, wo sie gebaut werden könnte und was das Ganze kostet – alles ist noch offen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte in einer Rede vor den Aida-Führungskräften ihre Unterstützung zu: Die Reederei sei einer der wichtigsten Arbeitgeber im Land. „Wir brauchen gute Arbeitsplätze in MV, für Männer und Frauen. Wir müssen den Menschen gemeinsam Perspektiven geben.“ „Hand in Hand“ mit den Unternehmen wolle sie gute Bedingungen schaffen: „Es darf beim Arbeiten nicht allein um Existenzsicherung gehen. Arbeit und Familie müssen vereinbar sein.“

Das Land wolle seinen Beitrag leisten – zum Beispiel durch die kostenfreie Kita, die beschlossene Sache in MV sei. Zum Thema „Internationale Schule“ wollte sich Schwesig auf OZ-Nachfrage nicht äußern. Das sei zunächst eine Angelegenheit der Hansestadt. Aber: Den Bedarf sehe auch sie. Denn nicht nur die freie Wirtschaft locke mehr und mehr Spitzenkräfte aus dem Ausland. „Auch die Deutsche Marine zieht Menschen aus dem Ausland zu uns.“ Hohe Düne werde zum Nato-Stützpunkt ausgebaut, im Marinekommando im Hansaviertel würden ebenfalls viele Soldaten aus anderen Staaten Dienst tun.

Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke) kündigte an, mit Aida und anderen international tätigen Unternehmen in Rostock das Gespräch zu suchen – und über die vorhandenen „vielfältigen“ Möglichkeiten an Rostocker Schulen zu informieren. „Die Wünsche der Firmen und ihrer Mitarbeiter sind für uns ein wichtiger Hinweis für die künftige Schulplanung in Rostock.“ Seit drei Jahren unternehme das Amt größte Anstrengungen, um an allen Schulen Deutsch auch als Zweitsprache anzubieten – für Kinder, die mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen sind.

Andreas Meyer

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