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Bad Doberan Alles nur Übung: Öl im Yachthafen
Mecklenburg Bad Doberan Alles nur Übung: Öl im Yachthafen
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00:00 15.04.2013
Kühlungsborn

Es war ungemütlich. Immer wieder Regen. Doch die Einsatzkräfte störte es weniger. Etwa 100 ehrenamtliche Kräfte von den Freiwilligen Feuerwehren Kühlungsborn, Bad Doberan und Graal-Müritz sowie aus den Ortsverbänden des Technischen Hilfswerkes (THW) Bad Doberan und Güstrow hatten sich im Yachthafen von Kühlungsborn zur diesjährigen Jahresübung versammelt. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentralen Havariekommando Cuxhaven und dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu) organisiert.

Das THW führt mehrmals Übungen im Jahr durch — mit Feuerwehren oder in Zusammenarbeit mit dem Stalu. Am vergangenen Sonnabend ging es um die Ölabwehr, die THW und FFw gemeinsam trainierten. Moderne Geräte waren im Einsatz, die landseitige Ölbekämpfung wurde geübt. Etwa 20 Einsatzfahrzeuge mit diverser Anhängertechnik wurden genutzt.

Angenommen wurde das Szenarium einer Ölverschmutzung des Wassers im Yachthafen des Ostseebades. Auslöser des Einsatzes war ein Fehler beim Betanken eines Schleppers, wie der Chef des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, Hans-Joachim Meier, sagte.

Schnell hatten Feuerwehrleute per Boot den Moleneingang mit einer Ölsperre verschlossen, damit das Öl nicht auf die Ostsee hinauslaufen konnte. Ölschlängel wurden ausgelegt, um die Sportboote im Hafen zu schützen. Der Havarist wurde eingekreist.

Das THW hatte für die Übung ein neues Boot eingesetzt.

Mit einem starken Wasserstrahl wurde das Öl vom Boot aus auf dem Wasser zurückgeschoben. Dann musste die Flüssigkeit aufgenommen werden. Dafür wurden Ölmops ausgelegt. Martin Hofmann zeigte die meterlangen Textilstreifen, die so flauschig sind, dass das Öl darin festklebt. Sie lagen auf dem Wasser, über Umlenkrollen wurden sie in die entsprechenden Richtungen verlegt. Obwohl die Rollen nicht immer gleich so schwammen, wie sie sollten. Mit einem Spezialgerät an der Kaikante wurden die Textilstreifen aus dem Wasser gezogen und das Öl wurde aus dem Gewebe herausgedrückt, das dann wiederverwendet werden kann. Das Öl wird später in Behältern separat entsorgt. Um 8 Uhr hatte es für alle Einsatzkräfte die Einweisung gegeben. Kurz nach 10 Uhr konnten die Doberaner Feuerwehrleute bereits ihre Ölsperren einholen.

„Die Aufgabe ist erfüllt. Es hat nichts gegeben, was nicht funktioniert hat“, sagte Andreas Wegener, Wehrführer der Kühlungsborner FFw und als Gastgeber auch Einsatzleiter der Übung. Obwohl er einschränkte: „Die reale Aufnahme von Öl ist natürlich nicht möglich.“

Auch Kreisbrandmeister Mayk Tessin zeigte sich zufrieden von der Übung. Nur Peter Mohnke vom THW war es nicht so ganz. „Einige standen mir zu sehr rum“, kritisierte er. Für Stalu-Chef Hans-Joachim Meier war das Zusammenwirken der Wehren sehr wichtig. Und das hätte gut geklappt, meinte er anschließend. „Auslaufendes Öl ist ein Szenarium, das im Hafen jederzeit passieren kann. Deshalb ist so eine Ölabwehrübung wichtig.“

Kühlungsborner und Gäste hatten sich das Spektakel von Land aus angesehen.

Renate Peter

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