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Ansturm auf die Körperwelten: Schon 25 000 Besucher

Schmarl Ansturm auf die Körperwelten: Schon 25 000 Besucher

Die detailgetreuen Plastinate begeistern auch Mediziner. Kinder betrachteten die Ausstellungsstücke in der Hansemesse ohne Scheu, berichtet Mitarbeiter Jan Keller.

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Im Gedenken an den Einsatz am World Trade Center am 11. September 2001 schuf der Arzt Gunther von Hagens diese Plastinate für die „Körperwelten“-Schau, die gerade in Rostock zu sehen ist. Fotos (4): Anna-Leena König

Schmarl. Die Faszination der Besucher ist spürbar, kritische Stimmen sind in der Hansemesse an diesem Wochenende nicht zu hören. Auch die große Zahl der Besucher spricht für sich:

Seit der Eröffnung am 14. Juni sind bereits rund 25 000 Menschen nach Schmarl geströmt, um die Ausstellung „Körperwelten“ zu erleben.

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Im Gedenken an den Einsatz am World Trade Center am 11. September 2001 schuf der Arzt Gunther von Hagens diese Plastinate für die „Körperwelten“-Schau, die gerade in Rostock zu sehen ist. Fotos (4): Anna-Leena König

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Rostocker und Urlauber können dort noch bis zum 1. September menschliche, aber auch tierische Plastinate von Gunther von Hagens bestaunen. „Die Resonanz der Besucher, die wir vor allem den Gästebüchern entnehmen, ist durchweg positiv“, freut sich der Ausstellungsleiter Jan Keller.

Auch die ganz Kleinen seien von den lebensgetreuen Darstellungen der Menschen und Tiere „hin und weg“. Überhaupt: Die meisten Kinder betrachteten die Ausstellungsstücke ohne größere Hemmungen oder Scheu, berichtet Keller. „Der indische Elefant ist die große Attraktion der Ausstellung“, fügt er hinzu. „Mit seinen sechs Metern Länge, zwei Metern Höhe und zweieinhalb Tonnen Gewicht wirkt er in Relation zum Menschen gigantisch.“

Das vom „Robin Hood der Anatomie“, Gunther von Hagens, 1977 entwickelte Plastinationsverfahren ermöglicht auch Nichtmedizinern verständliche Einblicke in den menschlichen Organismus. Ganze Körper werden dabei chemisch fixiert, kleinere Objekte in Formalin eingelegt. Nach der Präparation wird Zellwasser und lösliches Zellfett im Präparat mit einem Lösungsmittel ausgetauscht. Dieses wiederum werde schließlich durch Kunststoffe ersetzt, so hat der Erfinder und Arzt Gunther von Hagens sein Verfahren erklärt.

Mit seiner Forschung und der Ausstellung habe von Hagens auch Medizinern einen großen Dienst erwiesen, meint der angehende Zahntechniker Maik Weiland. „Hier kann man Anatomie auf eine ganz andere Weise erleben!“, erklärt er. „Es ist so krass, dass das echte Menschen sind“, sagt Svantje Voß mit Blick auf ein Ganzkörper-Plastinat. Und fügt begeistert hinzu: „Eine unglaublich spannende Ausstellung!“ Auch der 33-jährige Sven Heinrich ist von den Körperwelten in der Hansemesse fasziniert. „Ich finde die Detailtreue und den tiefen Einblick in unseren Körper sehr interessant. Außerdem sind die Informationstafeln auch für mich als Laien sehr verständlich formuliert“, erklärt der Schlosser.

Zusätzlich zu den Tafeln wird den Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit eröffnet, an Hörführungen teilzunehmen. Diese bieten detailliertere Informationen als die der Schilder.

Die nächsten Wochen bleiben vielversprechend: „Es gibt attraktive Preisangebote und zwei neue Aktionen, auf die sich die Besucher schon freuen können“, verrät Jan Keller.

Zeiten und Preise: Bis zum 1. September ist die Anatomieschau in der Hansemesse zu sehen — montags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr. Erwachsene zahlen im Vorverkauf 15 Euro, ermäßigt 13 Euro, Kinder und Jugendliche elf Euro. Tickets sind im OZ-Servicecenter, Richard-Wagner-Straße 1a, erhältlich.

 

Anna-Leena König

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