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Bad Doberan Auf den Spuren der Bäderarchitektur
Mecklenburg Bad Doberan Auf den Spuren der Bäderarchitektur
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00:00 14.07.2018
Kühlungsborn

Wo das einstige Kreiskrankenhaus stand, was die Bäderarchitektur ausmacht und warum ein Grenzturm mitten im Ostseebad steht, das erfahren Teilnehmer der Stadtführung Kühlungsborn. Treffpunkt ist am „Haus des Gastes“, auch „Laetitia“ genannt. Hier erwartet Klaus Schumacher die Teilnehmer. „Der Teilnehmerkreis hat sich im Verlauf der Jahre geändert. Es gibt nicht nur ältere, sondern auch jüngere Personen sowie viele Familien mit Kindern, die alle sehr großes Interesse zeigen“, sagt der Stadtführer.

Im Schnitt gehen mit ihm drei bis 15 Personen durch die Kühlungsborner Straßen. Die Stadtführung ist ausschließlich in deutscher Sprache, da der Touristenanteil des nicht deutschsprachigen Auslands sehr gering ist. „Wir haben Gäste aus der Schweiz, Österreich oder den Niederlanden, aber der Anteil englischsprachiger Urlauber ist sehr gering“, so Katja Seppelt, Mitarbeiterin der Touristik-Service GmbH Kühlungsborn. Man unterscheidet in Kühlungsborn zwei Arten von Führungen. Zum einen die Stadtführung, zum anderen die Wanderführung. Die Stadtführung dauert etwa 1,5 Stunden und findet im Stadtteil Ost statt.

Dafür gibt es laut Aussage von Klaus Schumacher Gründe. „Der Stadtteil Kühlungsborn-Ost bietet mehr Möglichkeiten, die Besonderheiten des Ostseebades anhand verschiedener Beispiele zu erklären und lässt sich besser durchlaufen“. Klaus Schumacher ist 66 Jahre alt und „waschechter“ Kühlungsborner. Er erzählt vor dem Rathaus zunächst einiges über die Entstehung und Entwicklung Kühlungsborns. Es werden Fakten, wie Einwohnerzahl und Urlauberzahl, erwähnt, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung dargestellt.

„Zu den einzigartigen Besonderheiten des Ostseebades zählt die Bäderarchitektur“, so der Stadtführer. „Diese wird unter anderem am ,Hotel Westfalia’ verdeutlicht, welches in seiner ursprünglichen Form wie auch nach der Restaurierung die typischen Merkmale dieser Architektur beibehielt. Das sind zum Beipspiel Rundbögen“, sagt Klaus Schumacher.

Die Stadtführung geht über die Promenade am Konzertgarten Ost vorbei bis hin zum historischen Grenzturm, welcher nur von außen besichtigt wird. Es finden dort eigene Führungen statt. Der nächste Anlaufpunkt ist die Seebrücke. An dieser Stelle wird unter anderem Silvester angesprochen. Der Ausblick von hier auf das außergewöhnliche Feuerwerk mit seinem Flair bis Warnemünde ist ebenso begeisternd wie der Bootshafen. „Man sieht von dort romantische Sonnenuntergänge und kann eine besondere Atmosphäre genießen“, schwärmt der Stadtführer. Auf dem Rückweg über die Ostseeallee zum „Laetitia“ bestaunen die Teilnehmer immer wieder die Schönheit des Ostseebades. Sie bewundern die Strandpromenade mit ihren vielen Sitzgelegenheiten und die behindertengerechten Aufgänge. Zusätzlich konnten sie noch einen Teil des 133 Hektar großen Stadtwaldes genießen.

Den Abschluss der Stadtführung bildet ein Blick auf das „Hotel Upstalsboom“, welches das Ende einer Historie vom damaligen Kurhaus zum Kreiskrankenhaus bis hin zum jetzigen Hotel darstellt.

Angekommen am „Haus des Gastes“, ergab sich folgendes Resümee der Teilnehmer, die namentlich nicht genannt werden wollten. Die Stadtführung sei eine gute Mischung von Historie und Besonderheiten, wie Bäderarchitektur. Gleichzeitig werde auch über verschiedene Freizeitaktivitäten an den angelaufenen Punkten informiert. Man erhalte ein umfassendes Gesamtbild. Auch einige Informationen zum Stadtteil West, genannt sei die „Villa Baltic“ als eines der Wahrzeichen des Ortes, fehlten dabei nicht. Alles in allem sei die Stadtführung sehr informativ. Die Urlaubsgäste wünschen sich jedoch noch eine bessere Kommunikation zwischen der Tourismuszentrale und den Hotels. So erfahre man nicht nur über das Internet über Events oder Freizeitaktivitäten. Als Beispiel sei das öffentlichen Schwimmbad „Kübomare“ genannt, von dem immer noch zu wenig Leute wüssten.

Anmeldungen für die Führung erfolgen über die Touristeninformation im Haus des Gastes. Die Alternative ist der Treffpunkt kurz vorher. Die Führungen finden zurzeit zweimal wöchentlich jeweils sonntags um 11 Uhr und montags um 14 Uhr statt.

Anke Kisters

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