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Auf der Spur einer Ravensberger Familie

Ravensberg/Neubukow Auf der Spur einer Ravensberger Familie

Hamburger sucht Verwandte seiner Großmutter Anna Steinhagen – eine geborene Strümpelmann

Ravensberg/Neubukow. „Ich bin ein begeisterter Hobby-Familienforscher und immer auf der Suche nach Spuren aus der Vergangenheit meiner Familie“, schrieb unlängst Ralph Steinhagen aus Hamburg an die OZ-Lokalredaktion. Von der Familie seiner Großmutter Anna Strümpelmann (geboren am 3. Februar 1890) seien aber leider kaum Spuren zu finden. Sie habe mit ihrer Familie in einer Kate als Tagelöhner auf dem Gutshof in Ravensberg gelebt und gearbeitet. Anna war als fünftes von zwölf Kindern von Wilhelmine Strümpelmann und ihres Mannes Johann in Ravensberg geboren worden. Allerdings seien auch drei ihrer Geschwister bereits im Kleinkindalter verstorben und mehrere Brüder im Ersten Weltkrieg gefallen.

 

OZ-Bild

Neuburger Hochzeitsfoto von Anna und Hermann Steinhagen vom 12. November 1909.

Quelle: Foto: Privat
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„„Über die Familie meiner Groß- mutter sind kaum Spuren zu finden. Sie lebte mit ihrer Familie als Tage- löhner auf dem Gut Ravensberg.“Ralph Steinhagen (56), Familienforscher aus Hamburg

Trotzdem hofft der Enkel von Anna (geborene Strümpelmann) und Hermann Steinhagen, dass es noch Nachfahren gibt, um gemeinsam mit ihnen einige Lücken in der Familiengeschichte aus Mecklenburg schließen zu können.

Nach dem Tod von Wilhelmine Strümpelmann (Ralph Steinhagens Urgroßmutter) im Sommer 1904 übernahm die älteste verwitwete Tochter Minne die Führung des elterlichen Haushalts in Ravensberg. Sie soll dann auch bei ihrem Vater Johann in Ravensberg wohnen geblieben sein. Er arbeitete bis zu seinem Tod 1923 als Kutscher auf dem Gutshof in Ravensberg, wie es sein Urenkel Ralph Steinhagen notiert hat.

Bereits am 12. November 1909 hatten die Großmutter des Hamburger Familienforschers, Anna Strümpelmann aus Ravensberg, und Hermann Steinhagen in Neuburg geheiratet.

Als der Krieg im August 1914 ausbrach, wurden drei Söhne von Wilhelmine und Johann eingezogen oder meldeten sich freiwillig. Der älteste Sohn, Wilhelm Strümpelmann, war bei Kriegsausbruch 36 Jahre alt. „Scheinbar hat er den Krieg überlebt“, schreibt Ralph Steinhagen und zitiert aus den Verlustlisten des preußischen Heeres. Demnach wurde Wilhelm im September 1916 leicht und im November 1918 bei einem Unfall schwer verletzt. „Vor und während des Krieges muss er in Passee gewohnt haben, während er später – auch noch in den 1950er Jahren in Neubukow (in der Hohen Straße) gelebt hat“, teilt Ralph Steinhagen weiter mit. Ludwig Strümpelmann fiel im Juli 1916 als 24-Jähriger in Nordfrankreich, wie das Kirchenbuch von Neubukow Auskunft gibt. Er wurde auf der Kriegsgräberstätte St. Quentin im Departement Asine beerdigt, weiß der Hobby-Familienforscher. Und der 1897 geborene Bruder seiner Oma, Franz, soll sich freiwillig als Musketier gemeldet haben. Als er verwundet wurde, war er 19.

Neubukows Kirchenbuch weist seinen Todestag im April 1917 aus. Auch er wurde im Departement Asine beigesetzt. Ein weiterer Bruder Annas, Albert (geb. 1904), soll geheiratet haben und in den 1950er Jahren in Groß Strömkendorf gelebt haben.

„Gibt es noch Nachkommen der Strümpelmanns, die mir auch sagen könnten, was aus den anderen Strümpelmann-Geschwistern, geworden ist? Aus Heinrich (geb. 1887), Frida (geb. 1893) und Emma (geb. 1896)“, fragt Ralph Steinhagen und gibt seine Telefonnummer (siehe unten) an. Im Einwohnermeldeamt des Bereichs Neubukow-Salzhaff ist seit 2003 kein oder keine Strümpelmann mehr registriert, wie die OZ hier erfuhr. In Ravensberg erinnert sich dafür der 85-jährige Georg Nerstheimer (seit 1949 im Dorf) noch an einen Strümpelmann, der hier in den 1950er Jahren eine Siedlung hatte.

Für Hinweise: ☎ 01 76 / 81 60 02 26

Thomas Hoppe

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