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Bad Doberan Lärm und Raser nervt Anwohner
Mecklenburg Bad Doberan Lärm und Raser nervt Anwohner
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06:01 15.12.2018
Die Fritz-Reuter-Straße in Bad Doberan. Hier herrscht Tempo 30, doch die wenigsten Autofahrer halten sich daran, sagt Anwohner Manfred Bork. Quelle: Anja Levien
Bad Doberan

Eine große weiße 30 steht auf dem Asphalt geschrieben. 30er-Zone herrscht in der Fritz-Reuter-Straße in Bad Doberan. Doch die wenigsten Autofahrer würden sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, sagt Manfred Bork. Der Bad Doberaner hat sein Haus an der Straße. Was ihn noch stört: der Lärm, bedingt durch den schlechten Zustand der Straße. Dieser habe noch zugenommen, seit die Clara-Zetkin-Straße zum Teil voll gesperrt ist und die Autofahrer in Richtung Althof über die Fritz-Reuter-Straße ausweichen. Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) will das Thema in der Amtsrunde ansprechen. Eine Sanierung der Straße ist aber nicht in Sicht.

„Die vielen Flicken, Querrinnen, Buckel und Dellen im Asphalt, jede Menge zu hoch oder zu tief liegender Gullideckel und dazu auch die Bürgersteige in teilweise katastrophalem Zustand“, beschreibt Manfred Bork in einem Leserbrief an die OSTSEE-ZEITUNG den Zustand der Fritz-Reuter-Straße. „Die Straße wurde immer mal wieder aufgerissen“, erzählt er dann beim Ortstermin, zeigt auf die Risse und Senken in der Straße. „Wenn hier ein Pkw mit Anhänger, auf dem Baugerüste oder so liegen, lang fährt, dann macht das einen unheimlichen Lärm“, erläutert der 79-Jährige.

Verkehr hat zugenommen

„Hier wird keine 30 gefahren, und es wird auch nicht kontrolliert“, kritisiert er. Die Lkw würden hier mit 60 bis 70 Kilometer die Stunde lang fahren. „Das ist einfach zu schnell.“ Seit den Bauarbeiten in der Clara-Zetkin-Straße habe der Verkehr noch zugenommen. In der Clara-Zetkin-Straße wird die Böschung unter der Molli-Wagenhalle saniert, eine neue Spundwand gesetzt. Dafür muss die Straße voll gesperrt werden. Nicht nur Autofahrer Richtung Althof würden die Ausweich-Strecke über die Fritz-Reuter-Straße nutzen. Auch mehr Lkw hat Manfred Bork bemerkt. Diese folgten dem Navigationsgerät, das sie in Richtung Autobahn über Althof lotse, erläutert der Bad Doberaner. „Das ist hier auch ein Schulweg, das ist morgens besonders problematisch“, meint Manfred Bork, der den Straßenlärm in seinem Haus höre. Er fordert regelmäßige Tempo-Messungen in der Straße. Er habe bereits Gespräche mit der Stadt gesucht. Erfolglos.

Bürgermeister kennt Problem bisher nicht

Bürgermeister Thorsten Semrau ist die Fritz-Reuter-Straße als Problemstraße nicht bekannt. „Wir bedanken uns für den Hinweis und werden das in der Amtsleiterrunde besprechen“, so Thorsten Semrau. Zumindest, was das Tempo angeht. Eine Sanierung der Straße sei vorerst nicht geplant. Sowieso seien derzeit fast alle Vorhaben auf Eis gelegt. Grund: Zum 1. Januar 2020 sollen die Straßenausbaubeiträge für Anwohner entfallen. Doch wie die Übergangsphase geregelt wird, ob die Gesetzesänderung auch rückwirkend gilt, das ist bisher noch nicht entschieden (die OZ berichtete). „Die Straßen im Sanierungsgebiet wie die Straße Am Kamp werden gemacht und die Nienhäger Chaussee“, kündigt Semrau an. „Alle anderen nicht.“

Für Straßen im Sanierungsgebiet gibt es Fördermittel, in der Nienhäger Chaussee müssen dringend die Leitungen erneuert werden. Mit der Erneuerung der Trinkwasser-, Schmutzwasser- und Niederschlagswasserleitungen soll auch die Straße grundhaft ausgebaut werden. Die Maßnahme war bereits um ein Jahr verschoben worden.

Der Parkentiner Weg wurde in diesem Jahr saniert. „Da warten wir auf die Schlussrechnung der Firmen“, sagt Thorsten Semrau. Solange es noch keine Lösung für die Übergangsphase gebe, werde das Geld auf die Grundstückseigentümer umgelegt.

Anja Levien

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