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Bad Doberan Bad Doberan sagt Schmierfinken den Kampf an
Mecklenburg Bad Doberan Bad Doberan sagt Schmierfinken den Kampf an
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00:00 13.03.2013
Bad Doberan

Schon in den 1980er Jahren sang die Ostrockband „Keimzeit“ in ihrem Kulthit „Kling klang“ die Zeilen „Graffitis machen graue Wände lebendig . . .“

Grammatikalisch nicht ganz richtig, aber inhaltlich schon. Der Schaden, der durch illegale Graffiti in der Münsterstadt entsteht, beläuft sich laut Polizeiangeben auf mehr als 9000 Euro.

Tatort Parkdeck an der Verbindungsstraße: Über drei Etagen ziehen sich die Schmierereien an den Wänden entlang. Vieles davon ist nicht als Kunstwerk zu erkennen, das meiste sind nur Kritzeleien, große bunte Buchstaben und unverständliche Zeichen. Bürgeramtsleiter Gerhart Kukla schüttelt nur den Kopf. „Jedes Jahr im Frühjahr schicken wir den Maler ins Parkdeck, aber am Ende des Jahres sieht wieder alles bunt aus“, sagt der 57-Jährige. Die Stadt Bad Doberan kostet dieser Arbeitseinsatz mehr als 2500 Euro jährlich.

Damit soll nun Schluss sein. „Wir werden ab dem Frühjahr wieder Wachmänner auf Streifentour schicken“, kündigt Kukla an. In der Vergangenheit beklagten die Betreiber nicht nur illegale Graffiti, sondern auch kaputte Autos. „Scheiben wurden eingeschlagen und der Lack mit Farbe besprüht. Der Ärger bleibt bei den Besitzern“, sagt Kukla.

Der Bürgeramtsleiter hat schon einen Plan, um den illegalen Graffiti aus dem Wege zu gehen. „Ich bin mit der Jugendkunstschule Bad Doberan im Gespräch. Wir möchten die Wände auf besondere Art und Weise verschönern.“ Er hofft damit, dass die unbekannten Sprayer ihre Finger von den Wänden lassen. Weitere Schwerpunkte der unschönen Malereien sind der Klosterbereich und der Busbahnhof. Über eine Videoüberwachung wurde schon nachgedacht. Kukla: „Es ist zu intensiv, das Material auszuwerten. Dafür fehlt das Personal.“

Szenenwechsel: Die Apotheke am Buchenberg in der Ehm- Welk-Straße ist an mehreren Seiten mit Kritzeleien und Wörtern verziert. Erst im Herbst des vergangenen Jahres wurde die Fassade neu gestrichen.

„Es hat nur eine Woche gedauert, dann war wieder alles vollgeschmiert“, sagt Inhaberin Sylke Habel. Die gebürtige Berlinerin kennt das Problem aus der Hauptstadt. „Dort haben wir versucht, mit organisierten Malereien die Außenfassade zu verschönern. Das wäre mit Sicherheit eine Idee für unsere Apotheke“, sagt die 64-Jährige.

Die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft (AWG) hat regelmäßig mit Graffiti zu kämpfen. „Gerade in der dunklen Jahreszeit fühlen sich die Täter sicher“, vermutet AWG-Chef Günther Malner. Besonders im Monat Dezember registrieren seine Mitarbeiter die Schmierereien. „Wir versuchen innerhalb 24 Stunden alles zu beseitigen“, verspricht er. Jährlich entsteht der Wohnungsbaugenossenschaft durch die Schmierfinken ein Schaden von rund 5000 Euro.

Hannes Ewert

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