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Bad Doberan Bahnhof Kröpelin: Fußgängerüberweg wird geprüft
Mecklenburg Bad Doberan Bahnhof Kröpelin: Fußgängerüberweg wird geprüft
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11:00 06.11.2018
Die Bahnhofstraße in Kröpelin soll vollständig saniert und für den Durchgangsverkehr geöffnet werden. Quelle: Rolf Barkhorn
Kröpelin

Versetzung der geplanten Bushaltestelle am Bahnhof Kröpelin, der Bau eines Radweges entlang der Bahnhofstraße oder die Schaffung eines Fußgängerüberweges – die Ideen, die Bürger und Stadtvertreter zum geplanten Ausbau der Bahnhofstraße haben, sind am Montagabend im Bauausschuss diskutiert worden. Die Stadt plant die Bahnhofstraße vollständig zu sanieren, für den Durchgangsverkehr zu öffnen und Bushaltestellen auf Bahnhofshöhe zu bauen. Dadurch sollen Bus und Bahn besser vernetzt und die Innenstadt vom Verkehr entlastet werden. Ende Oktober wurden die Pläne öffentlich interessierten Bürgern vorgestellt, Hinweise und Anregungen notiert (die OZ berichtete).

„Es war eine offene und gute Bürgerbeteiligung“, zieht Bauamtsleiter Rüdiger Kropp ein Fazit und zählt einzelne Punkte auf, die angesprochen wurden. Beispielsweise sei auf der Bützower Straße Richtung Zentrum eine Linksabbiegerspur in die Bahnhofstraße angeregt worden. Hier ist es aufgrund der Eisenbahnbrücke bereits sehr eng. Dazu erläuterte Henning Trommet, Mitarbeiter vom Planungsbüro Dorsch-Consult: „Dafür müssen wir das Brückenbauwerk abreißen und neu bauen. Als Verursacher müsste die Stadt die Kosten tragen.“ Der Bauausschuss lehnte diesen Vorschlag ab.

Mehrere Bürger hätten zudem nach der Möglichkeit eines Radweges gefragt, schildert Rüdiger Kropp weiter. „Der Fußweg ist breit genug und wir haben für einen Radweg keine Weiterführung“, erläutert der Bauamtschef. Die Mitglieder des Bauausschusses folgten dem.

Zuspruch für Fußgänger-Querung

Zuspruch gab es jedoch für den Hinweis von Karin Reichler, Stadtvertreterin und Bauausschussvorsitzende, einen Fußgängerüberweg vom Bahnhof zur Rampe zu schaffen. Zwar merkte Planer Trommet an, dass dies verkehrstechnisch nicht relevant sei, da mit wenig Verkehr gerechnet werde, der Vorschlag vom Grundsatz aber nicht verkehrt sei auch im Hinblick auf die Schulkinder. Veikko Hackendahl befürwortete den Hinweis und auch Sven Becker sprach sich dafür aus. „Das ist wirklich zwingend notwendig. Ich teile die Ansicht nicht, dass die Verkehrsbelastung nicht so hoch wird. Die Bahnhofstraße wird in meinen Augen zur Hauptstraße“, sagte das Ausschussmitglied. Rüdiger Kropp merkte an, dass für eine Verkehrsinsel kein Platz und ein Schutzweg bei der Verkehrsbehörde schwer durchzubekommen sei, sagte aber dann: „Wir prüfen, ob ein Fußgängerschutzweg möglich ist.“

Mit aufgenommen in die Planung wurde auch der Vorschlag von Stadtvertreter und Bauausschussmitglied Jürgen Borchardt von der Einmündung Wismarsche Straße bis zur letzten Bushaltestelle das Tempolimit auf 30 zu beschränken.

Die Anregung eines Bürgers, die Haltestellen aufgrund von Abgas und Lärm zu verlegen, wurde nicht mit aufgenommen. Aufgrund der Wegebeziehungen sei die jetzige geplante Lage die beste, sagte Henning Trommet.

Sanierung der Wismarschen Straße?

Rüdiger Kropp stellte zur Diskussion, ob in die Planungen für den Gehweg der Wismarschen Straße auch die Prüfung des Straßenzustandes mit aufgenommen werden solle. Bei Regen würde das Wasser in den Spurrinnen stehen, merkte Borchardt an. Veikko Hackendahl ergänzte, dass die Straße mittelfristig gemacht werden müsse. Eine Entscheidung fiel im Bauausschuss jedoch nicht.

Die Bahnhofstraße ist seit Ende der 1990er Jahre für den Durchgangsverkehr gesperrt. Für den Ausbau der Kreuzung Bahnhofstraße/Wismarsche Straße wird das Eckhaus abgerissen. Dadurch wird für die Kreuzung keine Ampel benötigt. „Der Kaufvertrag wird vorbereitet“, sagte Bürgermeister Thomas Gutteck. Die Kosten für den Ausbau der Bahnhofstraße werden bisher auf 1,2 Millionen Euro geschätzt und werden laut Henning Trommet jetzt neu berechnet, da die Ampelanlage wegfällt, aber die Sanierung der Treppe an der Bahnhofsbrücke beispielsweise dazugekommen sei. Er gehe bisher aber davon aus, dass die Summe in etwa bleibe.

Mit den aufgenommenen Hinweisen gab der Bauausschuss bei einer Gegenstimme seine Zustimmung zur Entwurfsplanung, die jetzt in die Feststellung geht. Darauf folgt dann die Genehmigungsplanung. Laufe alles optimal, könne mit einem Baubeginn Mitte 2019 gerechnet werden.

Anja Levien

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