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Bad Doberan Bus-Stopp-Umbau soll warten
Mecklenburg Bad Doberan Bus-Stopp-Umbau soll warten
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18:07 10.01.2019
Auch dieser Haltepunkt in Krempin müsste umgebaut werden. Quelle: Thomas Hoppe
Alt Karin

Da bis Anfang 2022 laut Gesetz in Deutschland der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) barrierefrei sein soll und im Landkreis Rostock die Zahl der Ab-Fünfundsechzigjährigen in den Jahren 2020 bis 2030 im Vergleich zu den anderen Altersgruppen überproportional zunehmen wird, hatte der Kreistag im vergangenen April ein entsprechendes Haltestellenkonzept verabschiedet. „Wir gehen davon aus, dass der größte Teil der Haltestellen umgebaut werden muss“, schätzte dazu damals Landkreis-Sprecher Michael Fengler ein. Immerhin wurden zu diesem Zeitpunkt durch die rebus GmbH im Kreis 1381 Haltestellenbereiche mit 2406 Haltestellen bedient.

In einem Schreiben vom 16. April 2018 seien alle Bürgermeister im Landkreis darauf hingewiesen worden, dass bis zum 1. Januar 2022 die Barrierefreiheit im ÖPNV sicherzustellen sei, erinnerte die Bürgermeisterin von Carinerland, Heike Chrzan-Schmidt, in der letzten Gemeinderatssitzung des Vorjahres.

Damit seien die Gemeinden als Baulastträger der örtlichen ÖPNV-Infrastruktur gefordert. Eine barrierefreie Haltestelle habe mindestens eine Länge von 18 Metern mit einem Hochbord von 18 Zentimetern Höhe, besitze eine Wartefläche von drei Metern Breite, Aufmerksamkeitsplatten und einen Unterstand.

Mittlerweile sei eine Übersicht erarbeitet worden, hieß es weiter, die Haltestellen auflistet, an denen Umbaubedarf bestehe (Orte in denen mindestens 15 Fahrschüler gemeldet sind). Die Liste wurde auch bereits an ein Ingenieurbüro gegeben, das schließlich eine erste Schätzung der voraussichtlichen Planungs- und Bauausführungskosten darstellte. Dazu kämen möglicherweise Kosten für einen erforderlichen Grunderwerb.

Das Land stelle zur Unterstützung der Gemeinden ein Sonderförderungsprogramm bereit, nach dem Zuwendungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt würden. „Förderfähig sind Vorhaben, deren zuwendungsfähige Ausgaben mindestens 20 000 Euro betragen“, heißt es dazu ergänzend vom Landesförderinstitut.

Wie die Bürgermeisterin weiter erklärte, beträfe das in der Gemeinde Carinerland die Haltestellen in Ravensberg (mit Kostenprognosen für beide Stopps von 28 000 bzw. 34 000 Euro) und in Krempin (neben der Schautafel – rund 28 000 Euro).

Doch die Gemeindevertreter wurden sich schnell einig, dass wegen des laufenden Abrisses vom einstigen Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) und möglicher Veränderungen der Zu- und Ausfahrten auf dieses Terrain, in Ravensberg zunächst gar nichts an den Haltestellen gemacht werden könne. „Das wäre doch verbranntes Geld“, hieß es als Begründung.

Schließlich kristallisierte sich auch für den aktuellen Busstopp in Krempin heraus, dass hier erst der notwendige Ausbau der Kreisstraße erfolgen müsse: „Diese Straße ist doch total Schrott! Und wenn sie dann die Kreisstraße gemacht haben, reißen sie die Bushaltestelle wieder weg, oder was?!“, hatte der 1. stellvertretende Bürgermeister Manfred Meyer zu bedenken gegeben. Zuvor war in der Diskussion auch kurz von Gemeindevertreter Eckhard Meyer darauf eingegangen worden, dass die Gemeinde „heilfroh“ sei, dass hier die relativ neue Hütte auf privatem Land stehen dürfe – eine Verlängerung der Haltestelle vor die private Einfahrt wäre ohnehin unmöglich.

„Wir verschieben, Krempin bis zum Aufbau der Kreisstraße und in Ravensberg bis zur Fertigstellung des Bebauungsgebietes (ehemals KfL, d. R.)“, fasste die Bürgermeisterin zusammen und die Volksvertreter stimmten zu.

Thomas Hoppe

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