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Bad Doberan Bauer auf dem Schummerland
Mecklenburg Bad Doberan Bauer auf dem Schummerland
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00:00 13.07.2018
Parkentin

Schummerland. Hier oben weht immer der Wind. Früher eine einsame, verlassene Gegend außerhalb des Dorfes in Richtung Bad Doberan. Die Legende von zahlreichen Überfällen im Mittelalter machten sie unheimlich. Heute stehen hier links und rechts des ehemaligen Postweges von Lübeck nach Rostock schmucke Häuser mit gepflegten Gärten. Dieser Ort bietet einen traumhaften Blick in die Weite der Mecklenburger Landschaft, über Felder, Wiesen, nach Rostock und Bad Doberan.

Landwirt Carl-Theodor Heincke versorgt mit seiner Familie 180 Milchkühe und deren Nachzucht.

Vor dem Kuhstall steht Carl-Theodor Heincke. „Es ist schön, hier auf dem Land meiner Vorfahren Bauer zu sein“, sagt der 34-Jährige. „Ein wirklich gutes Gefühl.“ Heute ist er Landwirt mit Leib und Seele. „Das war nicht immer so“, sagt Heincke schmunzelnd. „Das Gefühl dafür, ortsverbunden die Familientradition weiterzuführen, kam mit der Zeit – in der Schulzeit hätte ich mir auch etwas anderes vorstellen können.“ Doch nach Ausbildung, Studium und Auslandsaufenthalt in Australien zog es ihn zurück nach Schummerland, wo die Heinckes seit 1834 Landwirtschaft betreiben.

Die Eltern von Theo Heincke begannen 1990 auf der alten Hofstelle den jetzigen „Hof Schummerland“ aufzubauen. Nach und nach wurden Gebäude für Tiere und Maschinen sowie Lager für Erntegüter errichtet. Heute betreibt die Familie zusammen mit Mitarbeitern hier Ackerbau und versorgt 180 Milchkühe sowie deren Nachzucht. Wo früher viele helfende Hände nötig waren, ist jetzt nahezu alles automatisiert: Melkroboter übernehmen das Melken, das Futter wird im Stundentakt automatisch angeschoben, und sogar ein kleiner Reinigungsroboter fährt zwischen den Kühen herum: „So haben wir den ganzen Tag Zeit, uns um das Wohl der Tiere zu kümmern.“ Das Futter für die Tiere – Kleegras, Mais, Getreide, Rapsschrot und Mineralfutter – wird übrigens bis auf wenige Ausnahmen selbst produziert und ist natürlich frei von Gentechnik.

In Blickweite zu den Eltern bewohnt Theo Heincke seit vier Jahren in Schummerland ein schönes Haus mit Ehefrau Meike, die im Grünflächenamt Rostock tätig ist. Die 150 Jahre alten Klinkersteine ihres Hauses stammen aus dem Backhaus der Vorfahren und ursprünglich aus der Ziegelei in Althof: „Meine Frau hat alle Steine von Hand abgetragen und gesäubert – so können wir die Historie unserer Familie mit in die Zukunft nehmen.“

Parkentin sei ein schöner Ort mit vielen jungen Leuten: „Sie bringen Leben ins Dorf“, sagt der 34-Jährige, der als Gemeindevertreter im Ort etwas bewegen will.

ww

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