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Bad Doberan Baustellen: Hier wird’s eng im Landkreis
Mecklenburg Bad Doberan Baustellen: Hier wird’s eng im Landkreis
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00:01 16.05.2017
Durchfahrt verboten: Die Bundesstraße 110 zwischen Broderstorf und Rostock wird im Herbst für Bauarbeiten abschnittsweise komplett gesperrt.

Geduldsprobe für Pendler und Urlauber, die mit dem Auto unterwegs sind: In den kommenden Monaten brauchen sie rings um Rostock starke Nerven und mehr Zeit. Das Straßenbauamt Stralsund flickt viele Strecken, die in die größte Stadt des Landes führen. Das bedeutet: Vollsperrungen, Umwege, Staugefahr.

Das Straßenbauamt Stralsund lässt im kommenden Herbst etliche Strecken im Landkreis ausbessern – Vollsperrungen und Behinderungen inklusive

Die meisten Baustellen werden direkt nach der Sommersaison aufgemacht. „Das wird ein heißer Bauherbst“, kündigt Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamtes Stralsund, denn auch an. Vor allem auf der Bundesstraße 110 haben Bauarbeiter einiges zu tun. „Das ist unser Schwerpunkt in diesem Jahr“, sagt Sendrowski.Für das Gros der Maßnahmen liefen derzeit Ausschreibungen. Erst wenn die Aufträge vergeben seien, werde ein konkreter Zeitplan aufgestellt. „Das muss alles minutiös vorbereitet werden.“

Auch, wenn es an Details noch fehlt – die OSTSEE-ZEITUNG zeigt schon jetzt, wo es eng wird und auf welchen Strecken sich Verkehrsteilnehmer auf Einschränkungen gefasst machen müssen:

Ortsdurchfahrt Bargeshagen, Knotenpunkt Admannshäger Damm

Hier wird im Herbst eine Rechtsabbiegerspur gebaut und ein Gehweg auf der Straßensüdseite eingerichtet. „Dafür wird es eine halbseitige Sperrung geben“, sagt Sendrowski. Wann es losgeht, stehe noch nicht fest, genauso wenig, wie lange es dauern wird, die Pläne umzusetzen. „Lange wirds nicht sein“, verspricht der Amtschef.

Bargeshagen-Bad Doberan

Voraussichtlich in dieser Woche fertig werden soll der Radweg an der B 105. Schon seit Herbst 2016 wird bereits daran gebaut. Die Arbeiten waren nötig, weil Baumwurzeln den Radweg im Laufe der Zeit eine gefährliche Buckelpiste verwandelt hatten. Um den Weg zu erneuern, waren zeitweise halbseitigen Straßensperrungen nötig. Die Baukosten belaufen sich auf 248000 Euro.

Bentwisch-Rövershagen

Auf voller Breiter wird hier im Herbst die Fahrbahndecke der B 105 erneuert. Dafür muss die viel befahrene Strecke voll gesperrt werden, nur Anlieger haben freie Fahrt. Ein Konzept, wie der restliche Verkehr umgeleitet wird, ist noch in Arbeit. „Wir werden die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren“, stellt Ralf Sendrowski in Aussicht.

L10 bei Stäbelow

Die alte Brücke über den Waidbach wird ab Herbst durch eine komplett neue ersetzt. Die soll im Gegensatz zum Vorgänger breiter werden und auch ausreichend Platz für Radfahrer bieten.

Ein Jahr Bauzeit hat das Straßenbauamt Stralsund für den Brückenschlag veranschlagt. Autofahrer braucht diese Maßnahme jedoch nicht zu stören, der Verkehr wird auf zwei Spuren um die Baustelle geleitet.

Broderstorf -Rostock

Stück für Stück wird die Bundesstraße 110 abgefräst und neu asphaltiert. Los gehts im Herbst. Kalkulierte Bauzeit: drei bis vier Wochen. Weil die Fahrbahn auf voller Breite eine neue Decke braucht, wird die Strecke abschnittsweise voll gesperrt. Umleitungen werden eingerichtet. Anlieger kommen aber während der Bauphase problemlos auf ihr Gehöft, verspricht Sendrowski. Ursprünglich hätten die Bauarbeiten im Sommer anlaufen sollen. Doch die Planung habe sich verzögert, sagt der Straßenbauamtschef.

Sanitz-Tessin

Im Herbst ist die B 110 in diesem Bereich abschnittsweise für vier Wochen dicht, inklusive der Ortsdurchfahrt Sanitz und der Anschlussstelle zur A 20. Dann wird hier die Fahrbahndecke ausgetauscht.

Knotenpunkt L 22/L 221

Wer mit dem Auto von Rövershagen gen Nienhagen will, braucht dafür im Herbst mehr Zeit. Der Knotenpunkt L22/ L221 wird für rund fünf Wochen komplett dicht gemacht, damit die Deckschic

ht ausgetauscht werden kann. Der genaue Zeitraum steht noch aus. „Das wird aber nicht passieren, während zwischen Bentwisch und Rövershagen gebaut wird“, gibt Sendrowski Entwarnung.

Sanitz-Gubkow

Auch die L 191 braucht eine neue Deckschicht. Deshalb wird die Strecke im Herbst für gut sechs Wochen komplett gesperrt und der Verkehr umgeleitet.

Die meisten Baumaßnahmen sind prophylaktisch. Dort, wo der Aspahlt Risse zeige, wolle man handeln, bevor daraus Schlaglöcher werden, sagt Sendrowski. „Die letzten Winter waren mild. Aber man weiß nie, wie der nächste wird. Wir wollen nicht darauf warten, dass die Straßen kaputtgefahren sind und wir sie komplett erneuern müssen.“ Das würde nämlich wesentlich teuerer. Und wohl auch nerviger für jene, die dann monatelang mehr Zeit und Umwege hinnehmen müssten.

Antje Bernstein

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