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Bad Doberan Bei Rot über die Straße: Molli rollt Frau über den Fuß
Mecklenburg Bad Doberan Bei Rot über die Straße: Molli rollt Frau über den Fuß
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00:00 11.04.2013
Unfall mit Molli: Mit dem Rettungswagen wurde eine 72 Jahre alte Rentnerin gestern Abend ins Krankenhaus gefahren. Quelle: Hannes Ewert
Bad Doberan

Große Aufregung gestern Nachmittag auf dem Bad Doberaner Alexandrinenplatz: Der Molli musste mitten auf der Kreuzung stoppen. Beim Überqueren der Kreuzung beachtete eine 72 Jahre alte Doberanerin augenscheinlich die ankommende Bäderbahn nicht. Sie wurde erfasst, stürzte und geriet unter den Traditionszug.

Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung des Lokführers kam der Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und erwischte die Rentnerin am linken Fuß. Nach Angaben der Notärzte seien ihr dabei alle Zehen abgetrennt worden. Den Gesundheitszustand der Frau bewertete ein Polizeisprecher mit „den Umständen entsprechend“. Die Doberanerin kam unmittelbar nach dem Unfall mit dem Rettungswagen in das nahe gelegene Krankenhaus. Laut Rüdiger Knüppel, diensthabender Polizeihauptkommissar des Doberaner Reviers, wurde die 72-Jährige zur weiteren Untersuchung in das Rostocker Südstadt-Klinikum gebracht.

Lebensgefahr habe für die Frau jedoch zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Laut Augenzeugen wollte die Rentnerin die Gleise trotz roter Ampelphase in letzter Sekunde überqueren. Dabei dürfte sie die Geschwindigkeit des nur langsam heranfahrenden Zuges unterschätzt haben. Am „Molli“ selbst entstand nach Polizeiangaben kein Sachschaden — die Bahn beförderte zum Unfallzeitpunkt lediglich drei Fahrgäste. Zunächst staute sich der Verkehr auf der Bundesstraße 105 — in Nord-Süd- Richtung konnten die Autos jedoch schnell wieder fahren, aus Richtung Kröpelin und Rostock wurden die Autofahrer über die Ortsumgehung umgeleitet. Insgesamt stand die Kleinbahn gut zwei Stunden still.

Zur Rekonstruierung des Unfallhergangs am Alexandrinenplatz wurden Ermittler der Dekra hinzugezogen. Sie schlossen in einer ersten Analyse einen Fehler der Ampelanlage aus. „Da hat alles funktioniert. Es war ein fataler Fehler der Passantin“, erklärte Polizeihauptkommissar Rüdiger Knüppel.

Hannes Ewert

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