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Bad Doberan Bei Volleyballern herrscht Erleichterung
Mecklenburg Bad Doberan Bei Volleyballern herrscht Erleichterung
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00:13 09.05.2018
Freude bei den Volleyballern des SV Warnemünde, von links: Josef Günther, Thomas Liefke (verdeckt), Hannes Strübing und Tom Stübe. Quelle: Foto: Tommy Bastian

Zwölf Tage lang mussten die Volleyballer des SV Warnemünde nach dem sportlichen Abstieg bangen, ehe sie die erhoffte Nachricht erreichte, dass sie in der Saison 2018/19 auch in der 2. Bundesliga Nord spielen dürfen. Der Grund: Erstliga-Absteiger Bergische Volleys aus Solingen (Nordrhein-Westfalen) hat keine Zweitliga-Lizenz eingereicht, will in der 3. Liga einen Neuanfang wagen. Teammanager Frank Thiessenhusen (40) erklärt, wie der SVW in der neuen Saison eine bessere Rolle spielen will und welche Probleme noch zu lösen sind.

SVW-Manager Frank Thiessenhusen FOTO: WORNOWSKI

Wie groß war die Erleichterung, als Sie die Nachricht vom Zweitliga-Verbleib erhielten?

Frank Thiessenhusen: Ich war nicht total überrascht, denn wir hatten bereits Gerüchte gehört, dass der eine oder andere Verein keine Lizenz beantragen könnte. Deshalb war es enorm wichtig, dass wir wenigstens Tabellenvorletzter werden. Die Freude über den Klassenverbleib ist bei Verantwortlichen und Mannschaft riesengroß.

Welche Bedeutung hat der Klassenverbleib?

Wir wollten unbedingt drinbleiben und das Bundesliga-Projekt weiter vorantreiben. Der Abstieg in die 3. Liga hätte uns mindestens um ein Jahr zurückgeworfen. Du weißt ja nie, ob es gleich mit dem direkten Wiederaufstieg klappt. Unser großes Ziel bleibt es, Rostock als Bundesliga-Standort zu etablieren. Umfeld, Faninteresse und unsere Heimspiel- Events sind zweitligareif.

Was muss besser werden?

Es gilt, die positiven Dinge auszubauen, noch mehr Fans in die Ospa-Arena zu locken, den Etat zu erhöhen und die Mannschaft zu verstärken – in der Breite und in der Qualität. Wir wollen uns in der neuen Saison in Richtung des Tabellenmittelfelds orientieren. Wenn wir mehr Siege einfahren, als wir Niederlagen hinnehmen müssen, dann kommen auch noch mehr Zuschauer.

Erst einmal müssen Sie allerdings einen neuen Trainer finden.

Das stimmt. Das ist vorerst die wichtigste Aufgabe. Auf der Trainerposition werden wir einen länger geplanten Wechsel vollziehen. Unser Coach Christian Hinze hat sich aufgrund seiner starken zeitlichen Belastung entschieden, die sportliche Betreuung der Mannschaft abzugeben. Er wird sich auf seine Management-Aufgaben konzentrieren.

Gibt es Nachfolge-Kandidaten?

Wir haben einige Kandidaten, die wir in den kommenden Wochen ansprechen werden oder schon angesprochen haben. Klar ist: Der neue Coach muss den Trainer- A-Schein haben. Es könnte sein, dass wir erstmals einen hauptberuflichen Trainer anstellen, der dann auch noch andere Aufgaben im Verein übernehmen wird.

Wie wird der Kader aussehen?

Bislang stehen die Mittelblocker Tom Stübe und Jens Hannemann sowie Libero Benjamin Schille als Abgänge fest. Außerdem gibt es Wackelkandidaten, bei denen die berufliche Situation noch nicht geklärt ist.

Wie läuft die Spieler-Sichtung?

Wir gucken quer durch die Republik. Es wird schwierig, Spieler zu finden, die uns weiterhelfen. Bei der Suche müssen wir kreativ sein und den möglichen Neuzugängen gute Pakete schnüren, ihnen neben der sportlichen auch eine berufliche Perspektive bieten. Das geht nur mit der Hilfe unserer Sponsoren, von Bildungseinrichtungen und der Hansestadt Rostock, die uns bislang gut unterstützen.

Trotzdem hatte der SV Warnemünde einen der kleinsten Etats.

Richtig. Wir sind mit 80000 Euro durch die Zweitliga-Saison gekommen. Allein rund 15000 Euro gingen für Fahrtkosten drauf. Da haben wir einen klaren Standortnachteil gegenüber der Konkurrenz, die weniger weit reisen muss. Deshalb suchen wir weitere Sponsoren.

Mit welchem Budget planen Sie für die neue Saison?

Um uns in Richtung Mittelfeld orientieren zu können, benötigen wir bis 150000 Euro. Im Vergleich mit anderen Sportarten hätten wir als Zweitligist dann weiter einen recht kleinen Etat.

Wir wollen keine Profi-Mannschaft zusammenstellen. Allerdings ist es das Ziel, unseren Studenten zu ermöglichen, dass sie nicht noch nebenbei arbeiten gehen müssen. Dann fehlen sie zu oft beim Training.

Wann sollen der Kader und der neue Trainer stehen?

Wir müssen Vollgas geben, denn da sich die Entscheidung über die Ligazugehörigkeit verzögert hat, steht für die zahlreichen Hausaufgaben weniger Zeit als geplant zur Verfügung. Bis zum Trainingsstart Ende Juli sollte der neue Coach verpflichtet sein und das Team im Großen und Ganzen stehen.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie das schaffen?

Das großartige Umfeld, die vielen positiven Rückmeldungen über das professionelle Auftreten in der Vorsaison sowie die fantastische Unterstützung unserer Fans waren ausschlaggebend, warum wir dem Angebot der Volleyball-Bundesliga zugestimmt haben, in der zweiten Liga zu bleiben. Fortan wollen wir weiter investieren, um das Erlebnis Spitzensport noch attraktiver zu machen.

Interview: Tommy Bastian

OZ

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