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Bad Doberan Berlin feiert die Hansestadt
Mecklenburg Bad Doberan Berlin feiert die Hansestadt
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00:26 20.04.2018
Hansestadt erobert Hauptstadt: Hafen-Chef Jens Scharner (v.li.), OB Roland Methling, Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU), Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann und der Vize-Intendant des Volkstheaters, Ralph Reichel, zeigen vor dem Brandenburger Tor Flagge. Quelle: Fotos: Andreas Meyer
Berlin

Fischbrötchen und Schifferklavier, das Beste aus dem Volkstheater und gute Nachrichten aus der florierenden (Hafen-)Wirtschaft: Es war eine ganz große Show, die Rostock am Mittwochabend in der Hauptstadt ablieferte. Fast 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren der Einladung der Hansestadt in die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Reichstag und Potsdamer Platz gefolgt. Denn, wenn Rostock im Sommer seinen 800. Geburtstag begeht, sollen nicht nur die Menschen von der Warnow, sondern auch Gäste von der Spree und aus ganz Deutschland mitfeiern.

Rostock wirbt für „800 Jahre“ in der Hauptstadt – und begeistert mit Küstenflair und Ideen

„In Berlin hat sich rum- gesprochen, dass Rostock ein wunderbarer Ort zum Leben und Arbeiten ist.Bettina Martin Bevollmächtigte des Landes MV beim Bund

Längst sei die größte Stadt MVs auch in der größten Stadt Deutschlands eine echte Größe, sagt Bettina Martin. Die Staatssekretärin ist die Bevollmächtigte des Landes beim Bund und somit „Hausherrin“

der Landesvertretung. „Es hat sich bundesweit – ja sogar europaweit – rumgesprochen, dass Rostock ein wunderbarer Ort zum Leben, Forschen und Arbeiten ist. Innovativ und kreativ.“ Den Beweis dafür lieferte Martin gleich mit: „Ein Software-Unternehmen mit Hauptsitz im Silicon Valley und Europa-Zentrale in Laval hat sich beim Land gemeldet, weil sie nach Rostock wollen.“ Den Namen der Firma nannte Martin nicht. Nur so viel: „Das sind Spezialisten auf dem Gebiet der virtuellen Realität.“

Auch Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) warb mit guten Nachrichten – und mit Superlativen: Rostock habe den „breitesten und weißesten Strand“ an der Ostsee, dazu die Heide und wunderbare Menschen. „Wir bauen die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Wir wollen die Buga ausrichten, bauen ein neues Theater und ein neues Archäologisches Landesmuseum.“ Und damit nicht genug: „Rostock wird mit dem Land 100 Millionen Euro in den weltweit modernsten Kreuzfahrthafen investieren.“ All dies hinterließ bei den Berlinern in der Tat mächtig Eindruck.

Besser kamen beim Empfang nur die kulinarischen Spezialitäten an: Rostock tischte seinen Gästen – Botschaftern und Abgeordneten aus anderen Bundesländern, Wirtschaftsbossen und Verbandschefs – Fischbrötchen auf, dazu Bratwurst und Burger von „Die Rostocker“. Neben Satower Saft, Güstrower Wasser und Kühlem aus der „Eiswerkstatt“ gab es in den Gärten der Landesvertretung zudem das Rostocker (Jubiläums-)Pils zur Verkostung.

Das ließen sich zum Beispiel der Rostocker CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Stein, Brauerei-Geschäftsführer Peter Gliem und Ingbert Liebing schmecken. Liebing leitet die Landesvertretung Schleswig-Holsteins. „Unsere Länder haben viel gemeinsam. Rostock arbeitet beispielsweise mit Kiel eng im Kreuzfahrtgeschäft zusammen.“ Für gute Nachbarn gehöre es sich daher, gemeinsam zu feiern.

Auch Frank Havemann und Thomas Richter werden zum Stadtgeburtstag an die Ostsee reisen: Havemann leitet die Berliner Repräsentanz von „Karls Erlebnisdörfern“ – dem Freizeit-Exportschlager aus der Region Rostock. „Ich war vorher bei Scandlines, habe viele Bekannte in Rostock. Natürlich feiere ich mit.“ Richter, Präsident des Business Club Berlin, ist fast jedes Jahr bei der Hanse Sail:

„Ich liebe diese Stadt.“

Wilfried Block, Bürgermeister in Friedland, hat eine persönliche Beziehung zur kleinen großen Metropole an der Ostsee: „Ich wollte eigentlich in Berlin studieren, bin dann aber nach Rostock gegangen.

Das war mit die schönste Zeit meines Lebens.“ Seine Amtskollegin Sandra Nachtweih aus Pasewalk schätzt vor allem die Rostocker Offenheit: „In Sachen Wirtschaftsförderung arbeiten wir eng und gut zusammen.“

Andreas Meyer

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