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Bad Doberan Brandschutz: Rostock muss nachbuttern
Mecklenburg Bad Doberan Brandschutz: Rostock muss nachbuttern
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00:00 14.10.2017
Die Mitarbeiter der Feuerwache I, Tim Grabow (l.) und Stefan Klockow zeigen eine Atemschutzausrüstung. FOTOS (2): OVE ARSCHOLL
Rostock/Hinrichshagen

Rostock hat in diesem Jahr bereits reichlich in neue Feuerwehrtechnik, vor allem in Fahrzeuge investiert. Jetzt soll noch einmal Geld in Millionenhöhe für den Brandschutz nachgeschossen werden – zum Teil, weil die finanzielle Planung nicht aufgeht, wie beim neuen Feuerlöschboot, oder weil dringende Arbeiten an den Wachen der Freiwilligen Feuerwehren anstehen.

So wie in Hinrichshagen, wo zusätzlich 150000 Euro benötigt werden. Die Wehr Rostocker Heide bekommt nächstes Jahr eine neues Fahrzeug, und das passt nicht ins Gerätehaus. „Die bisherige Torausfahrt reicht in der Höhe nicht aus, da sie noch aus DDR-Zeiten für deutlich niedrigere Fahrzeuge konzipiert ist“, begründet der zuständige Senator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) die Ausgabe. „Das ist ein kalkulierter Schritt“, sagt Ortswehrführer Robert Berfelde. Ein Gerätehaus aus den 60er/70er Jahren würde nicht mehr den aktuellen Vorschriften entsprechen.

Berfelde ist sich sicher: „Wir hätten das Gerätehaus sowieso umbauen lassen müssen.“ Das bestätigt Christian Heinz von der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord. „Löschfahrzeuge werden größer und Normen immer wieder angepasst.“ Robert Berfelde hofft nun vor allem, dass das Gerätehaus rechtzeitig umgebaut wird, damit das neue Löschfahrzeug nach der Lieferung gleich in der richtigen Garage stehen kann. „Sonst müssen wir es in der ersten Zeit nach Markgrafenheide verlagern“, erklärt der Ortswehrführer. Durch den Umbau soll auch Auslagerung der Schutzbekleidung aus der Fahrzeughalle in einem Zwischenbau ermöglicht werden. Umbauarbeiten für rund 200000 Euro plant die Stadt auch in der Feuerwache Gehlsdorf, die beispielsweise Räume für die Jugendarbeit bekommt.

Eine halbe Million Euro mehr für das neue Löschboot

Die größte zusätzliche Ausgabe – knapp eine halbe Million Euro – muss die Bürgerschaft für das neue Feuerlöschboot freigeben. Die Stadt kauft den Seenotkreuzer „Vormann Steffens“, der für den neuen Zweck umgebaut wird und auf der Warnow dann das Jahrzehnte alte Schiff FLB 40-3 der Berufsfeuerwehr ersetzt, so der Plan. Jetzt liegen die genauen Kosten vor: rund 2,7 Millionen Euro, etwa 490000 Euro mehr als geplant. „Der Grund dafür liegt darin, dass in der Vorkalkulation nur die Umbaukosten eingerechnet werden konnten“, erklärt Chris Müller-von Wrycz Rekowski. Die Berufsgenossenschaft Verkehr und die Klassifizierungsgesellschaft DNV-GL hätten nun zum Umbau zusätzliche Forderungen für die Zulassung als Feuerlöschboot gestellt. „Teilweise wird der Umbau wie ein Neubau eingeschätzt.

Diese Forderungen waren vorher nicht absehbar“, erläutert der Senator. Er benötigt auch noch 180000 Euro zusätzlich, um die geplante Ausbildung der Brandmeister-Anwärter starten zu können und weitere 300000 Euro als Investitionszuschuss an den städtischen Immobilie KOE für die Erweiterung der Atemschutz- und Gerätewerkstatt in der Feuerwache I. Der Zustand entspreche nicht mehr den Anforderungen an die Arbeitssicherheit und Hygienevorschriften. Eine zeitliche Verschiebung bis nach der Sanierung und den Umbau der Atemschutzwerkstatt sei nicht zu vertreten, argumentiert Müller-von Wrycz Rekowski. Daher wird als Zwischenlösung bis zum Abschluss des Umbaus eine Containeranlage aufgebaut, in der kontaminierte Geräte gelagert und aufbereitet werden können.

Die großen Investitionen in den Brandschutz kommen in den nächsten Jahren auf Rostock zu. Geplant ist der Bau einer neuen Wache im Nordosten und die Sanierung der Zentrale in der Erich-Schlesinger-Straße, für die ein zweistelliger Millionenbetrag gebraucht wird. „Ziel ist es, vor Beginn der großen Maßnahmen in der Südstadt und in Dierkow die kleinen Maßnahmen im Bereich der Berufs- und freiwilligen Feuerwehren abzuschließen“, begründet Chris Müller-von Wrycz Rekowski, dass jetzt noch einmal mehrere Dinge schnell angegangen werden.

Johanna Hegermann und Thomas Niebuhr

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