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Bücherwürmer von morgen — Lesepaten für Kinder

Rostock Bücherwürmer von morgen — Lesepaten für Kinder

Viele Grundschüler können mit Literatur nichts mehr anfangen. Die Hanseatische Bürgerstiftung will daher wieder Lust aufs Schmökern machen.

Rostock. „Das tapfere Schneiderlein“ ist das Lieblingsmärchen von Gabriel Meinhardt. Der Achtjährige liest gerne, auch wenn es ihm noch schwer fällt. „Aber es wird besser“, betont Gabriel stolz. Dazu soll auch seine Lesepatin Christine Wendler beitragen. Gabriel ist einer von 23 Schülern der Grundschule Schmarl, die schon einen Lesepaten gefunden haben. Sie helfen den Kindern, die Freude am Lesen zu entdecken.

Unterstützt wird die Aktion von der Hanseatischen Bürgerstiftung. „Lesen soll für die Kinder ein Teil des Lebens werden“, sagte Stiftungsvorstand Wolfgang Grieger gestern beim ersten Treffen der Paten mit ihren Kindern. „Wer nicht lesen kann, hat es später schwer im Leben, privat wie beruflich.“ Zum Auftakt gab es für die elf Paten Blumen und für die Kinder Bücher.

Dem neunjährigen Finn-Noel Neitzel gefiel sein Geschenk, schließlich geht es in dem Buch um sein Lieblingsthema: „Am liebsten lese ich Autobücher.“ Lange Geschichten sind noch nicht so sein Fall und in der Schule hat er noch Probleme mit dem Lesen. Dem will Finn-Noels Patin Silke-Susann Rudolph abhelfen. Sie hat schon mit ihren eigenen Kindern viel gelesen, als sie noch klein waren. „Die ganzen Kinderbücher habe ich noch, vielleicht bringe ich auch mal welche mit zur Lesestunde.“ Einmal in der Woche wollen sich die Paten künftig mit den Kindern im Stadtteilbegegnungszentrum Schmarl zum Lesen treffen.

„Das soll für die Kinder ein schöner Tag werden, kein unangenehmer Nachhilfeunterricht“, betont Schulleiterin Martina Kelsch. Für Kelsch ist es wichtig, dass die Kinder mit Spaß zum Lesen kommen.

„Schön wäre, wenn sie sich noch als Erwachsene an die Lieblingsbücher aus ihrer Kindheit erinnern. Bücher können ein Schatz sein, den man fürs ganze Leben behalt.“ Auf eine solche Schatzsuche begibt sich auch Ole Kusske. Bis jetzt schaut sich der Siebenjährige noch vor allem die Bilder in Büchern an. „In der Schule lese ich gerne, aber zu Hause noch nicht so.“ Da spielt er lieber mit seiner Spielekonsole.

Damit ist er nicht alleine, konstatiert Schulleiterin Kelsch. „Die Kinder verbringen viele Stunden am Computer oder vor dem Fernseher. Mehr als die Hälfte liest überhaupt keine Bücher mehr.“ Daher dauere es heute auch viel länger, bis die Grundschüler richtig lesen können. Dabei sei Lesen für die Kinder so wichtig: „Dabei entdecken sie eigene Welten, lernen sich auszudrücken und die Rechtschreibung wird besser.“

Axel Büssem

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