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Camp ist echte Herausforderung für Kinder und Übungsleiter

Rostock Camp ist echte Herausforderung für Kinder und Übungsleiter

Jungen trainieren mit erfahrenen Handballern vom HC Empor Rostock / Verein widmet sich mit Partnern der Nachwuchsförderung

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Gar nicht so einfach: Leon Witte und Kevin Lux (r.) zeigten den Jungen den Abschluss vom Kreis.

Quelle: Foto: Burkhard Ehlers

Rostock. Sie waren mit Spaß bei der Sache – die 24 Jungen im Alter von fünf bis zehn Jahren, die in dieser Woche im Rahmen eines Jugendcamps des HC Empor Rostock intensive Bekanntschaft mit dem Handball machten. Unter der Anleitung von Andreas Köster, Attila Aszalo und Karim Bejaoui absolvierten sie ein abwechslungsreiches Programm mit unterschiedlichsten Übungen, die sie ganz schön forderten. Ein Höhepunkt der drei Tage in der Fiete-Reder-Sporthalle Marienehe war der Besuch der Drittliga-Spieler des HCE, die den Kleinen so manchen Tipp gaben.

„Wir haben hier drei Gruppen von Jungs: die noch nie Handball gespielt haben, die schon bei den Minis unterwegs sind, und die in der E-Jugend bereits am Spielbetrieb teilnehmen“, beschreibt Andreas Köster (50) die Zusammensetzung des Camps. Eine nicht ganz einfache Aufgabe für den Trainer des Landesverbandes, der beim HCE die B- und die E-Jugend betreut.

Auch seine Mitstreiter haben Erfahrung in der Nachwuchsarbeit. Attila Aszalo (24) ist Co-Trainer des Bundesliga-Teams der A- Jugend und hütet das Tor der zweiten Mannschaft. Der 15-jährige Karim Bejaoui spielt in der B-Jugend, betreut die E-Jugend und ist überdies als Schiedsrichter unterwegs. Das Jugendcamp, das in diesen Winterferien seine dritte Auflage erlebt, stellt für das Trio eine echte Herausforderung dar. „Das ist okay so. Wir wollen schließlich Verantwortung im Verein übernehmen“, sagt Aszalo.

Die Kinder belohnen das mit viel Aufmerksamkeit und noch mehr Disziplin. Dank der Unterstützung von Gesundheitspartner AOK Nordost war die Teilnahme in diesem Jahr für sie sogar kostenlos. Außerdem erhielt jeder Junge ein Trikot mit dem eigenen Namen und zum Abschluss eine Teilnehmerurkunde. „Kinder, die sich bewegen, sind später mit Sicherheit gesünder“, begründet Juri Schlünz von der AOK das Engagement. Außerdem sei sich die Krankenkasse ihrer Verantwortung als exklusiver Nachwuchsförderer beim HC Empor bewusst, betont die Rostocker Fußball-Ikone.

Auch die Akteure von Empors Drittliga-Team schauten vorbei und beschäftigten sich in kleinen Gruppen mit dem Nachwuchs. Julius Porath, André Meuser und Lasse Goldschmidt zeigten den Jungs kleine Tricks. Leon Witte und Kevin Lux ließen „ihre“ Schützlinge den Abschluss vom Kreis üben. Erkenntnis: Aller Anfang ist schwer. Dennoch überwiegt für Porath der Spaß: „Man sieht die Fortschritte, die Entwicklung.“ Das habe ihn schon im Vorjahr fasziniert, als er Trainer der E-1-Jugend gewesen sei.

Diese Entwicklung spielt auch für Lothar Goldschmidt eine Rolle. „Wir wollen mit solchen Aktionen Nachwuchs für die jüngsten Teams im Verein gewinnen“, sagt der Jugendkoordinator des HC Empor. Das sei umso wichtiger, da viele Vereine die Arbeit in diesem Altersbereich immer mehr einstellen würden. Deshalb freute sich Goldschmidt darüber, dass mit der Rostocker DVAG-Agentur Rolf Mausolff und der Hafenkantine, die für das Mittagessen an den drei Tagen sorgte, weitere Unterstützer zum Gelingen des Camps beitrugen.

„Es macht richtig viel Spaß“, sagte Kai Lukas Zimmer (9) und drückte damit aus, was die Teilnehmer empfanden. Da konnte man es letztlich auch verschmerzen, dass die Mehrheit der Jungs am ersten Tag mit einer einfachen Rolle vorwärts ganz offenbar hoffnungslos überfordert war. „Erschreckend“, fand das Andreas Köster, der jedoch mit seinen beiden Kollegen recht schnell für Abhilfe sorgte.

Burkhard Ehlers

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