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Bad Doberan Christine Rakow trägt Ort im Namen
Mecklenburg Bad Doberan Christine Rakow trägt Ort im Namen
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14:00 11.01.2019
Christine Rakow trägt den Ortsnamen in ihrem Familiennamen. Sie wohnt seit 1986 in Rakow. Quelle: Anke Kisters
Rakow

Diese Frau hat eine Besonderheit: Sie trägt den Ortsnamen in ihrem Familiennamen und ist Dorfbewohnerin seit 1986. Christine Rakow lebt schon immer am Salzhaff. Sie wurde in Neubukow geboren und wuchs in Teßmannsdorf auf. Sie fühlt sich in Rakow mit der Familie sehr wohl und möchte nicht mehr fort.

„Man hatte damals von Neubukow kommend, die Allee voller Linden durchfahrend, den direkten wundervollen Blick auf das Gutshaus. Nach dem Bau der Stallungen, der „Tausenderanlage“, die den Blick auf das Gutshaus verbaute, verschlechterte sich das Bild des Ortes enorm“.

Die 57-Jährige kümmerte sich nach der Wende um die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Altenbetreuung im Ort. Die Rakows bewohnten zunächst ein sehr großes und eines der ältesten Häuser des Ortes, bevor sie vor nahezu zwei Jahren in ein neu erbautes Haus umzogen. „Wir lieben den freien Blick in die Natur bis hin zur Ostsee“, schwärmt sie, aus ihrem Wohnzimmer hinausschauend. Es sei hier eine schöne Lage, schöner könne man nicht wohnen. Vieles habe sich verändert und neue Häuser und Dorfbewohner seien hinzugekommen. Sie selbst kam nach Rakow, um dort zu arbeiten und zu leben.

Familie sanierte Inspektorenhaus

„Zuallererst war unser vorheriges Haus Inspektorhaus, zum Gut gehörend. Nach dem Krieg wurde es von Flüchtlingen bewohnt, danach war es Schule und schließlich Gemeindezentrum. Die Gemeindeschwesterstation und der Arzt waren dort beherbergt, das alles vor der Wende. Wir bauten zunächst das Obergeschoss aus und bewohnten es. Nach der Wende kauften wir das 1912 erbaute Haus und sanierten es. Wir wohnten dort von 1986 bis 2016. Es wurde uns zu groß“, lässt sie Revue passieren.

Einige nutzten den Ort und ihre Häuser auch als Zweitwohnsitz beziehungsweise als Ferienwohnung. Sie verbrächten ihre Freizeit und Urlaube hier in dieser schönen und ruhigen Umgebung. „Man kommt mit den meisten im Ort sehr gut aus. Viele kennt man auch nicht mehr, da sie zugezogen sind. Natürlich ist es nicht mehr so wie früher, aber auf den Dorffesten trifft man sich und tauscht sich aus. Streitigkeiten sind im Ort eher die Ausnahmen“, erzählt Christine Rakow weiter.

Rakow hat keine Kirche, keine Gaststätte, keine Einkaufsmöglichkeit. Laut Meinung der Dorfbewohner verzichteten sie gerne auf diesen Umstand, denn die wunderschöne Umgebung gleiche alles aus. Man möchte seinen Lebensabend in dieser Landschaft am Salzhaff genießen.

Anke Kisters

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