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Bad Doberan DSV-Handballer gehen beim VfL Tegel unter
Mecklenburg Bad Doberan DSV-Handballer gehen beim VfL Tegel unter
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18:23 07.05.2018
Sebastian Voigt – hier in einer früheren Partie am Ball – war mit sieben Treffern am Sonnabend bester Torschütze des Doberaner SV. Quelle: Foto: Anja Ott

Mit ihrem schwachen Auftritt beim als Absteiger feststehenden VfL Tegel dürften die Handballer des Bad Doberaner SV am Sonnabend den angestrebten einstelligen Tabellenplatz in der Oberliga Ostsee-Spree wohl verpasst haben. Die 17:29 (9:19)-Schlappe in der Bundeshauptstadt war das negative i-Tüpfelchen auf eine miserable Auswärtsserie der DSV-Sieben in der zu Ende gehenden Spielzeit. In zwölf absolvierten Partien in der Fremde – die Begegnung beim Tabellenführer Füchse Berlin II wurde nicht ausgetragen und am Grünen Tisch gewertet – gelangen nur ein Sieg und ein Remis.

Dass die Gäste den Klassenverbleib bereits vor dem Anpfiff sicher hatten (die OZ berichtete), ließ die Spannung bei den Spielern offensichtlich abfallen. Sie spielten über weite Strecken viel zu pomadig. Dabei legten die Doberaner bis zum 3:2 (3.) vor. Doch im Anschluss daran waren die Mecklenburger nicht viel mehr als ein widerwilliger Sparringspartner des VfL Tegel. Über die Stationen 3:7, 5:8, 6:12 und 7:18 wurden die Doberaner bis zum herbeigesehnten Pausenpfiff regelrecht vorgeführt.

„Uns fehlte die richtige Einstellung zum Spiel. Das darf so nicht passieren, ist aber angesichts einer auch mental sehr kräftezehrenden Rückrunde nach dem sicheren Klassenverbleib zumindest in gewisser Weise erklärbar“, meinte DSV-Trainer Lars Rabenhorst. Er musste in Berlin mit Jan Ritzrau und Matthias Jahn – letzterer wurde am Tag vorm Spiel erstmals Papa – auf beide etatmäßigen Kreisläufer verzichten. Das machte sich in Kombination mit dem rigorosen Haftmittelverbot in der Tegeler Sporthalle deutlich bemerkbar. Zwar versuchten sich gleich mehrere DSV-Akteure darin, inmitten der gegnerischen Abwehrreihe Lücken zu reißen. Die Erfolgsquote blieb jedoch überschaubar.

Das Doberaner Debakel nahm zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst weiter seinen Lauf. Nach 36 Minuten hieß es 24:12 aus Sicht des VfL. Handballerisch flachte die Partie zusehends ab. In der verbleibenden Spielzeit fielen nur noch magere zehn Treffer – zu gleichen Teilen auf beide Seiten verteilt.

Als Tabellenzehnter mit 21:29 Punkten blicken die DSV- Handballer nun dem letzten Spieltag am kommenden Sonnabend (18 Uhr, Stadthalle) gegen den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter und feststehenden Meister Füchse Berlin II (47:3) entgegen. Gemessen an der Leistung in Tegel könnte einem aus Doberaner Sicht für das Duell Angst und Bange werden.

Ein Blick auf die imposante Heimbilanz des Teams von Lars Rabenhorst (neun Siege in zwölf Spielen) lässt dagegen auf einen interessanten Saisonausklang in der Oberliga hoffen. Mit einem Punktgewinn wäre für die DSV-Sieben eine Positionsverbesserung noch möglich.

VfL Tegel: Thumm, Mittelstaedt – Klugow 4, Lüer 3/2, Jordan, Schwarz 6, Bolduan 6, Miemitz, Pieper 1, Klühs 1, Schauer 2, Florett, Schweitzer 6.

DSV: Malitz, Prothmann – Voigt 7/5, Rinas, Rasch 1, Stöwsand, Spitzner 2, Fandrich 1, Sachse 2, Paul, Meyer 4/1, Holst, Vizhbovskyy.

Siebenmeter: VfL 2/2, DSV 8/6.

Strafminuten: VfL 6, DSV 4.

Simone Seidel

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