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Bad Doberan DSV-Sieben als Außenseiter in Stralsund gefordert
Mecklenburg Bad Doberan DSV-Sieben als Außenseiter in Stralsund gefordert
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03:47 09.03.2018
Der Doberaner Ben Meyer (am Ball) soll in Stralsund für Torgefahr aus dem Rückraum sorgen. Quelle: Foto: Anja Ott
Bad Doberan

Eine Woche nach dem hart erkämpften 31:30-Überraschungssieg gegen den HSV Insel Usedom steht für die Handballer des Bad Doberaner SV ein weiteres Landesderby an. Am Sonnabend werden die Münsterstädter (10. Tabellenplatz/15:19 Punkte) im Gastspiel der Oberliga Ostsee-Spree beim Stralsunder HV (2./30:8) erneut der klare Außenseiter sein. Der Anwurf erfolgt um 19.30 Uhr in der Vogelsanghalle.

„Der Sieg gegen Usedom war doppelt wichtig: Zum einen für das Selbstvertrauen, zum anderen für die Tabelle“, stellt DSV-Coach Lars Rabenhorst fest. Tatsächlich verhinderten die Doberaner mit dem ersten Erfolg nach einer Serie von zum Teil dürftigen Auftritten den Sturz auf den zwölften Rang, einem vermeintlichen Abstiegsplatz. Der Kampf um den Klassenverbleib hält aber weiter die halbe Liga in Atem. Während der SV Brandenburg-West (14./4:34) und der VfL Tegel (13./6:32) auf den beiden Regelabstiegsplätzen nur noch theoretische Chancen auf den Ligaverbleib haben, müssen unmittelbar davor nicht weniger als sechs Teams zittern. Die Gefahrenzone streckt sich mittlerweile bis zum Vorjahresmeister Lausitzer HC Cottbus (7./17:21).

„Wir müssen also weiter dranbleiben und Punkte sammeln. Das wird in Stralsund sicherlich sehr schwer, aber wir wollen uns dort so gut wie möglich verkaufen und den Aufwärtstrend fortsetzen“, fordert Rabenhorst. Die Stralsunder sind heimstark, haben im Kampf um die anvisierte Meisterschaft allerdings schon frühzeitig den Anschluss an die Füchse Berlin II (1./34:2) verloren. Im Duell mit den Doberanern geht es für den SHV vornehmlich ums Prestige.

In den Verbandsligen wird langsam der Saisonendspurt eingeläutet. Die DSV-Ladies (2./22:10) ereilte dabei wie schon in der Vorwoche eine Spielabsage. Diesmal allerdings ist es den Doberanerinnen selbst nicht möglich, eine spielfähige Mannschaft zu stellen. „Bei uns geht die Grippewelle um und hat voll eingeschlagen. Auch an Training ist nicht zu denken“, sagt der ebenfalls kränkelnde Trainer Torsten Römer. Ein Nachholtermin für die ursprünglich geplante Partie bei der SG Uni Greifswald/Loitz (8./17:17) steht noch nicht fest.

Bei den Männern kämpft die DSV-Reserve (2./25:5) morgen bei der heimstarken SG Handball Schwerin-Leezen (4./19:13) um die Meisterschaftschance. Das Team von Trainer Henning Krüger kann befreit aufspielen, denn Rang zwei in der West-Staffel hat der DSV II bereits sicher. Die Chance auf mehr ist zwar äußerst gering, doch völlig ausgeschlossen sind Ausrutscher des führenden TSV Bützow (27:3 Punkte) bis zum Staffelfinale Ende März nicht.

Aus dem Doberaner Handball- Nachwuchs greift am Wochenende lediglich die erste Vertretung der männlichen C-Jugend ins Geschehen ein. Als Tabellenführer der Finalrunde der Bezirksmeisterschaft West reisen die DSV-Junioren (1./10:0) am Sonnabend zum Hagenower SV (3./3:5) und wollen sich dort weiter schadlos halten. Allerdings bedarf es dazu wohl einer Steigerung im Vergleich zum vorangegangenen Heimspiel gegen den SV Crivitz. Trotz des klaren 28:18 lief bei den Doberanern dort nicht alles rund.

Simone Seidel

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