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Bad Doberan DSV-Sieben fehlt die Torgefahr von Außen und vom Kreis
Mecklenburg Bad Doberan DSV-Sieben fehlt die Torgefahr von Außen und vom Kreis
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00:01 05.02.2018
DSV-Kreisläufer Matthias Jahn blieb gegen Werder ohne Torerfolg und sah zu Beginn der zweiten Halbzeit die Rote Karte. Quelle: Foto: Anja Ott

Einen Rang nach unten in der Tabelle der Oberliga Ostsee- Spree ging es für die Handballer des Bad Doberaner SV nach der 27:31 (10:16)-Auswärtsschlappe am Sonnabend beim HV Grün- Weiß Werder. Mit nunmehr 13:15 Zählern findet sich die DSV- Sieben vorerst auf dem zehnten Platz wieder. Dabei war für die Mecklenburger im Gastspiel beim Drittliga-Absteiger in Brandenburg mehr drin.

So hielten die Doberaner, bei denen der erst Ende der Woche verpflichtete Christoph Rasch (die OZ berichtete) dank schneller Abhandlung aller Formalien etwas überraschend schon im Aufgebot stand, zunächst gut mit. 6:6 hieß es nach den torreichen ersten elf Minuten. Sebastian Voigt, Ben Meyer und Johannes Spitzner hatten auf Seiten der Gäste bis dahin je zweimal getroffen. Überhaupt steuerte der Rückraum zusammen mit dem im Verlauf der ersten Halbzeit eingewechselten Routinier Yan Vizhbovskyy den Löwenanteil der insgesamt 27 Doberaner Torerfolge an diesem Abend bei.

Die Zahlen zeigen allerdings auch eine zunehmende Problematik im Spiel des Teams von Trainer Lars Rabenhorst auf: Die steigende Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe geht einher mit dem zunehmenden Verlust der Torgefahr vom Kreis und den Außenpositionen. In Werder trugen sich mit Jan Ritzrau (2) und dem für den abgewanderten Tim Lehwald in die Startformation gerutschten Christian Fandrich (3) lediglich zwei weitere DSV-Akteure in die Torschützenliste ein. Die fehlende Balance in Sachen Torgefahr hatte im 14. Saisonspiel vielfältige Gründe.

DSV hadert mit den Schiris

DSV-Kreisläufer Matthias Jahn meinte: „Werder hat sehr diszipliniert gespielt. Sie haben kaum Konter zugelassen.“ Auf der Gegenseite nutzten die Hausherren das statische Spiel der Doberaner – gepaart mit einer hohen Fehlerquote bei der Wurfauswahl – im Laufe der ersten Halbzeit für mehrere erfolgreiche schnelle Gegenangriffe. Dass den Doberanern das Spiel nach dem guten Start bis zur Pause aus den Händen glitt, lag neben zwei vergebenen Strafwürfen aus DSV-Sicht auch an fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter. Das Duo Philipp Fiehn und Daniel Sarakewitz aus Mecklenburg- Vorpommern erstickte den – angesichts der etwas unglücklichen Ansetzung – möglichen Verdacht der Sympathie für den Vertreter aus dem eigenen Landesverband schnell im Keim. So agierten die Hausherren in den letzten sieben Minuten der ersten Hälfte im Grunde permanent in Unterzahl. Auch das Debüt von Christoph Rasch wurde mit einer Zeitstrafe schnell abgekürzt. Einzig die Übersicht von Vizhbovskyy verhinderte in der Phase die frühe Vorentscheidung. Doch allein an den Unparteiischen lag es nicht. Das erkannte auch Matthias Jahn, obwohl er kurz nach Wiederbeginn ebenfalls unliebsame Bekanntschaft mit den Referees machte und mit einer Roten Karte vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. „Wir haben zu viele Unzulänglichkeiten gehabt und es dadurch versäumt, frühzeitiger an Werder heranzukommen. Als wir in der Endphase auf zwei Treffer dran waren, haben wir erneut unnötige Fehler produziert.“ Das späte Doberaner Aufbegehren bis zum 25:27 (56.) beendeten die Havelstädter letztlich mit drei Treffern am Stück und bejubelten einen in der Summe verdienten Heimerfolg.

Die Doberaner haben im zerstückelten Auftaktprogramm des Handballjahres 2018 fortan abermals zwei Wochen lang Zeit zum Wunden lecken. Am 17. Februar (19 Uhr, Stadthalle) hat die DSV-Sieben dann nach mehr als zwei Monaten endlich wieder Heimrecht und will gegen den starken Aufsteiger VfV Spandau wieder in die Erfolgsspur finden.

Statistik

Grün-Weiß Werder: Pfefferkorn, Göres - Lemaitre, Harnge 3, Hoffmann, Frank 3, Bruck 1, Nehls 5/1, Schönebeck 2, Retschlag 3, Schütz 7/1, Darius 3, Hesselmann 4.

Doberaner SV: Malitz, Prothmann – Voigt 2, Rinas, Rasch, Ritzrau 2, Jahn, Stöwsand, Spitzner 6, Fandrich 3, Paul, Meyer 8/3, Holst, Vizhbovskyy 6.

Siebenmeter: Werder 2/2, DSV 5/3. Strafminuten: Werder 2, DSV 14

plus Rote Karte gegen Jahn (34.).

Simone Seidel

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