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Bad Doberan DSV hält im Derby nur zu Beginn mit
Mecklenburg Bad Doberan DSV hält im Derby nur zu Beginn mit
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00:00 23.10.2017
Bad Doberan

Das dürfte Kay Landwehrs bei einem Auswärtsspiel so bald nicht noch einmal erleben: Bei der Rückkehr an seine langjährige Wirkungsstätte wurde er jedenfalls überaus herzlich begrüßt. Dass der favorisierte Stralsunder HV, für den der 28-Jährige seit dieser Saison aufläuft, das Gastspiel in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree beim Bad Doberaner SV letztlich souverän mit 28:21 (15:10) für sich entschied, war für Landwehrs „eine schöne Sache“, auch wenn er mit seiner eigenen Leistung haderte (siehe Interview).

Die Einheimischen waren vor gut 400 Zuschauern in der Bad Doberaner Stadthalle nur 25 Minuten lang in der Lage, auf Augenhöhe zu agieren – deutlich zu wenig, um für eine Überraschung zu sorgen. „Bis kurz vor der Pause haben wir an einer Sensation geschnuppert, aber dann machten wir es dem Gegner zu leicht“, war DSV-Coach Lars Rabenhorst enttäuscht. Beim Stand von 10:9 für den SHV nahm Rabenhorsts Gegenüber Markus Dau eine kleine, aber wirksame Korrektur in der Abwehr vor – er stellte von einer 6-0- auf eine offensive 5-1-Variante um.

Damit war es um den bis dahin sehr dynamischen Doberaner Angriff (Voigt, Meyer) geschehen. In der Folge häuften sich die Fehler der Hausherren, die den mit einer Rückenverletzung fehlenden Yann Vizhbovskyy spätestens jetzt schmerzlich vermissten. Die Folge: Mit dem Zwischenspurt zum 15:10-Pausenstand hatten die Gäste praktisch für die Entscheidung gesorgt, wobei namentlich Linkshänder Johannes Trupp – er warf sieben Tore im ersten Abschnitt – vom DSV nicht zu halten war.

Als acht Minuten nach dem Seitenwechsel beim Stand von 14:18 auch noch Kreisläufer Matthias Jahn nach der dritten Zeitstrafe Rot sah, schwanden die letzten Doberaner Hoffnungen. „Die haben das schon clever gespielt“, befand Ingmar Rinas mit Blick auf den Gast. Trotzdem wäre „mehr möglich gewesen“, meinte Rechtsaußen Christian Fandrich. Doch dafür war die Fehlerquote im DSV-Spiel zu hoch. Und Akteure mit der individuellen Klasse eines Trupp oder eines Benjamin Hinz besitzen die Doberaner ohne Vizhbovskyy nicht.

So reichte dem verlustpunktfreien Tabellenzweiten eine durchschnittliche Leistung, um das Derby für sich zu entscheiden. Dabei hatten die Gastgeber Glück, dass die Stralsunder in den letzten Minuten deutlich zurückschalteten, was Markus Dau überhaupt nicht gefiel. „In einem recht zerfahrenen Spiel haben wir in der Schlussphase den Schongang eingelegt – das geht gar nicht“, ärgerte sich der SHV-Trainer. Der DSV nutzte das nach einem zwischenzeitlichen Zehn-Tore-Rückstand (16:26/54. Minute) zur Ergebniskosmetik.

Am Ende fand Lars Rabenhorst das Ergebnis „noch erträglich“ und sprach gleichzeitig davon, dass seine Mannschaft die Punkte gegen andere Gegner holen müsse. Ob das schon am kommenden Sonnabend im Nachholspiel beim HSV Insel Usedom gelingt, bleibt abzuwarten. Die Insulaner überraschten am Wochenende mit einem 29:25-Sieg beim LHC Cottbus. Zum dritten Landesderby in Folge empfangen die Doberaner dann eine Woche später, am 4. November, Aufsteiger SG Uni Greifswald/Loitz – diese Partie wird ausnahmsweise bereits um 17.30 Uhr in der Stadthalle beginnen.

Burkhard Ehlers

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