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Stralsund DSV verpasst Überraschung

Oberliga-Handballer verlieren beim favorisierten Stralsunder HV mit 26:28

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Der Doberaner Kreisläufer Matthias Jahn zieht ab. Er erzielte bei der knappen Niederlage in Stralsund einen Treffer.

Quelle: Foto: Timo Ewert

Stralsund. Trotz der insgesamt zehnten Pleite im 13. und zugleich letzten Auswärtsspiel der Saison in der Oberliga Ostsee-Spree konnten die Handballer des Bad Doberaner

SV mit ihrem Auftritt beim Tabellenzweiten Stralsunder HV zufrieden sein. Kleinigkeiten und ein paar strittige Schiedsrichter-Entscheidungen in der Schlussphase sorgten letztlich dafür, dass das Landesderby vor knapp 800 Zuschauern unglücklich mit 26:28 (11:12) verloren ging.

DSV-Keeper und Kapitän Sebastian Prothmann meinte: „Wichtig war, dass wir gekämpft haben und das Spiel so bis zum Ende hin offen gehalten haben“. Für die Stralsunder war der Erfolg wertlos: Weil sich der um zwei Punkte bessere Spitzenreiter LHC Cottbus im Gastspiel beim VfL Tegel keine Blöße gab und einen 40:24-Kantersieg feierte, feierten die Lausitzer dank des gewonnen Direktvergleichs mit dem SHV vorzeitig die Oberliga-Meisterschaft. Mit Rang zehn steht auch die Doberaner Endplatzierung nach einer ziemlich wechselhaften Runde schon vor dem letzten Saisonspiel fest.

Der deutliche Leistungsunterschied der beiden MV-Teams in der Tabelle wurde am Sonnabend nicht sichtbar. Die als klarer Außenseiter angereisten Doberaner erwiesen sich für die Sundstädter überraschenderweise als harter Brocken. Überraschend auch deshalb, weil die Gäste ohne ihren verhinderten Routinier Yan Vizhbovskyy antreten mussten. „Wir haben trotz seines Ausfalls ein richtig starkes Spiel abgeliefert“, lobte Trainer Lars Rabenhorst sein Team und nannte die „ärgerlichen Schiedsrichter-Entscheidungen in der Schlussphase“ als Grund für, die knappe Niederlage.

Die Hausherren nutzten das eiskalt aus und sorgten mit dem Lauf vom 24:23 zum 27:23 (57.) für die Vorentscheidung. Nach zuvor zahlreichen Führungswechseln im spannenden Derby war das der erste klare Vorsprung überhaupt. Prothmann stellte die positiven Aspekte heraus. „Wir haben den SHV gerade in der ersten Halbzeit zu vielen Fehlern gezwungen, im Angriff geduldig gespielt und unsere Chancen genutzt“, meinte der 31-Jährige. Damit gelang den Doberanern zwar nicht die Revanche, aber zumindest die erhoffte Rehabilitation für die 16:31-Schlappe im Hinspiel.

Für die DSV-Sieben endet die Oberliga-Saison 2016/2017 am kommenden Sonnabend mit dem Heimspiel gegen den Tabellenvierten MTV Altlandsberg (18.00 Uhr, Stadthalle).

DSV: Prothmann, F. Voigt – S. Voigt 6, Lehwald 5, Zboril 4, Palm 2, Ritzrau, Jahn 1, Landwehrs 4/1, Fandrich 1, Kröplin 1, Sachse, Lendner 1, Paul 1.

Siebenmeter: SHV 7/6, DSV 2/1.

Strafminuten: SHV 8, DSV 10.

Robert French

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