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Bad Doberan Das digitale Klassenzimmer
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00:10 04.02.2017
Philipp Bürk (18, v. r.), Lukas Werb (18) und Alexander Kaiser (18) erklären Maik Erdmann (19, l.) die Virtual-Reality-Technologie. Quelle: Foto: Lea–marie Kenzler
Rostock

Sie waren gerade in Boston, Stanford, Paris und London: Philipp Bürk, Alexander Kaiser und Lukas Werb reisen in die Welt, um den Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht voranzutreiben. Sie wollen eine Diskussion über die Möglichkeiten und Integration dieser Medien in verschiedenen Institutionen anstoßen.

Nun haben die Abiturienten aus dem Schwarzwald auch in Rostock Halt gemacht. In der Werkstattschule präsentierten sie die Zukunft des Lernens. „Virtual Reality“ (Virtuelle Realität) und „Augmented Reality“ (Erweiterte Realität) heißen die Systeme, die das Lernen in einer virtuellen Umgebung ermöglichen. „Oft fehlt es den Schülern an Vorstellungsvermögen. Mit dieser Technik werden chemische Reaktionen zum Erlebnis“, sagt Kaiser. In Ulm wird die Lerntechnologie dazu genutzt, Medizinstudenten das Deuten von Ultraschallbildern zu vereinfachen. „Den Kopf ins Herz zu stecken, das ist eine einmalige Erfahrung“, so Bürk. Studenten, die mit dieser Technik gearbeitet haben, seien nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis leistungsstärker.

Ein optimales Modul zum Lernen müssen Softwareentwickler und Pädagogen gemeinsam erstellen. Auch die ehemaligen Schüler aus dem Schwarzwald haben solche Entwicklungen auf den Weg gebracht. „Virtual Reality“ solle den Unterricht in erster Linie unterstützen, weshalb der Beruf des Lehrers nicht in Gefahr gerate.

Besonders in Amerika ist die Resonanz auf die neue Lerntechnologie positiv. „In Deutschland sind häufiger die jungen Lehrer zugeneigt, ältere wollen sich vor der Klasse nicht blamieren“, sagt Werb.

Die meisten Schüler fühlen sich jedenfalls angesprochen. „Man kann etwas erleben, das ist für den Unterricht eine gute Erweiterung“, sagt etwa Zwölftklässler Maik Erdmann. Die Anschaffung der Technik ist jedoch teuer, weshalb es wohl noch dauern wird, bis es die neue Art des Lernens in alle Klassenzimmer schafft. lmk

OZ

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