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Bad Doberan Debatte um „Digitales Klassenzimmer“
Mecklenburg Bad Doberan Debatte um „Digitales Klassenzimmer“
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16:28 26.09.2018
Digitales Klassenzimmer: Ein Schüler lernt an an seinem Schreibtisch Physik mit einem Tablet. Quelle: Patrick Seeger
Bad Doberan

Ein „Masterplan für die Digitalisierung der Klassenzimmer“, erstellt vom Bürgermeister binnen drei Monaten: Auf ihrer jüngsten Sitzung redeten sich Doberans Stadtvertreter mehr als eine Stunde lang die Köpfe über einen von der UDI-Fraktion eingebrachten Antrag heiß. „Noch in dieser Legislaturperiode sollen seitens des Bundes 3,5 Milliarden Euro für die Förderung digitaler Ausstattung an Schulen bereitgestellt werden“, erklärte Hannes Roggelin. „Die Stadt Bad Doberan muss gewappnet sein und die Bedarfe der örtlichen Schulen kennen, damit die Anmeldung der Fördermittel ohne Zeitverluste starten kann.“

Es sei ohnehin eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt als Schulträger und den Schulen gefragt, erklärte Bürgeramtsleiter Gerhart Kukla: „Aber was schon im Großen im Bund nicht gelingt, wird uns im Kleinen bis zum Jahresende auch nicht gelingen.“ Sehe er anders, entgegnete Roggelin: „Ein entsprechendes Bundesgesetz wird kommen – und wenn es die Chance auf eine Förderung gibt, sollten wir mit Blick auf die jeweiligen Bedarfe vorbereitet sein.“

Das Anliegen des Antrages sei es ja gerade, dass die Stadt Bad Doberan hier die Initiative übernehme, stellte Guido Lex klar. Ein gutes Beispiel sei die geplante Sanierung des Wirtschaftsgebäudes, meinte auch UDI-Fraktionskollege Thomas Römhild (UDI): „Hier kann das Bauamt bei relativ kurzfristig gewährten Bundesmitteln dank jahrelanger Vorplanung schnell reagieren.“

Skepsis mit Blick auf vorgegebenen Zeitrahmen

Er unterstütze die Beschlussvorlage ebenfalls, erklärte Nico Arndt (Die Linke): „An unseren Schulen bestehen die unterschiedlichsten Bedarfe – es ist die Aufgabe des Schulträgers, ein technologisches und auch ein Finanzierungskonzept zu erstellen.“ Sie bezweifle, dass die Schulen schon so weit seien, die jeweiligen Bedarfe darzustellen, meinte hingegen Caroline Brandt (CDU): „Deshalb halte ich es auch für unrealistisch, dass der Bürgermeister die Beschlussvorlage innerhalb von drei Monaten umsetzen kann.“

Auch aus seiner Sicht seien drei Monate kein Zeitraum, über den man reden könne, machte Andreas Gesicki deutlich. „Das Kultusministerium erstellt gerade neue Rahmenrichtlinien, um alle Fächer miteinander zu vernetzen“, erklärte der Leiter der Regionalen Schule am Kamp. „Da ist viel Planungsarbeit notwendig, das geht auch nicht von heute auf morgen – und erst, wenn ein Konzept aus allen Punkten steht, werden wir uns an den Schulträger wenden.“

An der kontroversen Diskussion werde deutlich, dass dass es sich offenbar um einen wichtigen Punkt handele, sagte Hannes Roggelin und stellte klar: „An den drei Monaten müssen wir nicht festhalten, das können auch sechs sein – ich sehe das jetzt als Startschuss, um endlich eine Digitalisierung der Klassenzimmer voranzubringen.“

Eine Auffassung, der sich die Mehrheit der Stadtvertreter nicht anschließen mochte. Sie folgte einem Antrag von Jochen Arenz (fraktionslos), die eingebrachte Beschlussvorlage zurück in die Ausschüsse zu verweisen. „Mit welchem Ziel?“, fragte Roggelin und konstatierte ernüchtert: „Jetzt passiert das, was in solchen Fällen fast immer passiert: nichts.“

Plottke Lennart

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