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Bad Doberan Denkmalschutz und Bauen – immer ein Spagat
Mecklenburg Bad Doberan Denkmalschutz und Bauen – immer ein Spagat
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20:31 09.09.2018
OZ-Chefredakteur Andreas Ebel (l.) diskutierte mit Experten im Grand Hotel über Bauen und Denkmalschutz. Quelle: Lutz Werner
Heiligendamm

Bauen und Sanieren in denkmalgeschützten Häusern und Gebäude-Ensembles, sie danach erfolgreich in der Marktwirtschaft betreiben: Das waren die beiden Rahmenthemen eines Forums zum Ausklang des Tages des offenen Denkmals am Sonntagnachmittag im Grand Hotel Heiligendamm. OZ-Chefredakteur Andreas Ebel diskutierte darüber mit Prof. Dr. Joachim Skerl, einem der besten Kenner der Geschichte und Architektur von Heiligendamm. Und mit dem Architekten und Denkmalexperten Joachim Loseck sowie zwei Männern, die heruntergekommene Gutshäuser zu wirtschaftlich erfolgreichen Ferien-Residenzen entwickelt haben: Dr. Gerd Schäfer (Gutshaus Landsdorf bei Tribsees) und Jan Glöe (Gut Klein Nienhagen bei Kröpelin).„Die Denkmalschutzgesetze in MV sind sinnvoll und gut. Das Problem ist nur die unterschiedliche Auslegung durch die Behördenmitarbeiter“, beantwortete Gerd Schäfer eine Frage von Andreas Ebel. Er und Glöe berichteten über durchaus gute Erfahrungen, konnten aber auch Gegenteiliges berichten. Dabei fiel auch dieser Satz: „Den, der das Geld gibt, darf man nicht in den Ruin treiben.“

Heiligendamm für künftige Generationen erhalten

Prof. Skerl lenkte das Augenmerk auf Heiligendamm. „Die Großherzöge und ihre Architekten haben Heiligendamm als etwas ganz Besonderes und als eine Einheit entwickelt. Das muss unbedingt für künftige Generationen erhalten bleiben“. Er warnte vor zu unterschiedlichen Konzepten beim Wiederaufbau von weiteren Teilen der weißen Stadt. Sagte aber auch klar: „Bauen in denkmalgeschützten Ensembles ist keine Nostalgie.“ Vorhandenes solle erhalten werden, Altes aber nicht wie eine Blaupause neu gebaut werden. „Ich weiß, das ist ein Spagat“, so der Experte. Es lohne sich aber, ihn zu versuchen.

Dem Denkmaltag werden die Häuser nicht ausgehen

Hat der Tag des offenen Denkmals eine Zukunft und wie werden in 30 Jahren Häuser aussehen, die dann Besucher anziehen werden, wollte der OZ-Chefredakteur am Schluss der Runde wissen. „Bei Denkmalschutz an Gebäuden geht es nicht um die bauliche Hülle, sondern um die Bewahrung des Zeitgeistes der jeweiligen Architektur, der wiederum das Lebensgefühl der Menschen widerspiegelt“, antwortete ihm Architekt Loseck. In den kommenden Jahrzehnten werden Häuser zu Denkmalen werden, an denen wir heute achtlos vorbeigehen. Weil uns nur ihre Funktion interessiert. Dem Denkmaltag werden die Häuser nicht ausgehen.

Werner Lutz

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