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Bad Doberan Die Auswärtsmisere des DSV hält auch in der neuen Saison an
Mecklenburg Bad Doberan Die Auswärtsmisere des DSV hält auch in der neuen Saison an
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00:00 10.09.2018
Altlandsberg

Die Handballmänner des Doberaner SV haben ihre chronische Auswärtsschwäche in der Oberliga Ostsee-Spree auch zu Beginn der neuen Saison nicht ablegen können. Beim MTV Altlandsberg verloren die Münsterstädter am Sonnabend mit 26:33 (10:16) und rutschten in der Tabelle nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel der Saison erstmals überhaupt in ihrer Oberliga-Historie auf einen direkten Abstiegsplatz.

DSV-Routinier Yan Vizhbovskyy (r.) – hier in einer früheren Partie – war mit neun Toren erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft. Quelle: Foto: Anja Ott

Dass die seit Dezember 2017 andauernde Auswärtsmisere der DSV-Sieben an der östlichen Peripherie Berlins enden könnte, hatten im Vorfeld ohnehin nur die kühnsten Optimisten erwartet. Und der Rest sah sich zunächst bestätigt. Der MTV legte gleich zu Beginn eine schnelle 4:1-Führung vor (4. Minute). „Wir sind sehr bescheiden ins Spiel gekommen. Dann haben wir uns in der Abwehr stabilisiert, überhaupt war die Deckung eigentlich ganz in Ordnung“, bilanzierte Doberans Kreisläufer Matthias Jahn.

Hinter der Defensivreihe war Keeper Florian Voigt dabei komplett auf sich allein gestellt, weil Kapitän Sebastian Prothmann mit einer im Training erlittenen Zehenverletzung passen musste. Der 20-jährige Voigt war oft machtlos, denn die stattliche Anzahl von 33 Gegentreffern resultierte in erster Linie aus der abermals hohen Fehlerzahl im Doberaner Angriff. „Wir haben viele Konter bekommen, weil wir die Bälle im Tempospiel nach vorn teils unbedrängt ins Aus oder zum Gegner gespielt haben. Überhaupt fehlte vorne die letzte Konsequenz“, meinte Jahn.

Das war der Hauptgrund dafür, dass die Gäste nach einem zwischenzeitlichen Aufbäumen und dem 8:7-Anschlusstreffer (17.) mit einem klaren Sechs-Tore-Rückstand in die Pause gingen.

Mit Wiederanpfiff kamen die Münsterstädter dann aber etwas besser zurecht. Vor allem dank der Treffer von Routinier Yan Vizhbovskyy, der sechs seiner neun Tore in der zweiten Hälfte markierte, kämpften sich die Mecklenburger in die Begegnung zurück. Beim 22:21 (47.) waren sie wieder dran, doch die Gastgeber hatten in der Schlussphase den weitaus längeren Atem.

Zudem haderten die Doberaner in dieser Phase mit einigen Entscheidungen der jungen Unparteiischen. Den zusätzlichen Kräfteverschleiß durch drei teils fragwürdige Zeitstrafen in den letzten 15 Minuten konnte die DSV-Sieben nicht kompensieren. Die mit hohen Saisonzielen gestarteten Altlandsberger nutzten das konsequent und setzten sich von 24:22 (50.) auf 33:24 (59.) ab. Außerdem verhinderten sie ihrerseits einen Fehlstart in die neue Spielzeit.

Der DSV verspürt dagegen vor dem Heimspiel am Sonnabend (19 Uhr, Stadthalle) gegen die SG OSF Berlin schon erhöhten Erfolgsdruck. Die Berliner trennten sich am Sonnabend vom HSV Insel Usedom 20:20.

MTV Altlandsberg: Pohl, Frimpong – Gohl 9/2, Thümmler, Riegler 6, Untermann 2, Schäl, Kurth, Witkowski 5, Hopp, Trabelsi 6, Plaul 2, Perkovic 2, Henschel 1.

Doberaner SV: F. Voigt – S. Voigt 7/5, Rinas 2, Rasch, Traub, Jahn 2, Stöwsand, Glaser 1, Paul, Meyer 1, Holst 2, Lehwald 2, Vizhbovskyy 9.

Siebenmeter: MTV 2/2, DSV 5/5.

Strafminuten: MTV 4, DSV 10.

Simone Seidel

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