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Bad Doberan „Die Natur ist eine Zauberwelt“
Mecklenburg Bad Doberan „Die Natur ist eine Zauberwelt“
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09:16 14.03.2018
Die Biendorferin Annett Gode zeigt in der Kröpeliner Mühle Fotografien ihrer Lieblingsblumen und Heilpflanzen. Die Blüten-Essens-Beraterin brauchte damals Bildmaterial für ihre Vorträge und kam so zu ihrem Hobby. Quelle: Fotos: Sabine Hügelland
Kröpelin

Mit der neuen Ausstellung in der Kröpeliner Mühle zog auch der Frühling ein. Gezeigt werden Fotografien von Annett Gode die ihren Werken den Titel „Blütenzauber“

Biendorferin zeigt Fotografien in der Kröpeliner Mühle / Schau bis 15. April zu sehen

gab. Es sind Blumen und Heilpflanzen, die sie besonders mag und die – mit Makrofotografie aufgenommen – sich von ihren schönsten Seiten zeigen. Ergänzt werden vier Fotografien mit Gedichten, die Bianca von Oertzen schrieb.

„Es ist die erste Ausstellungseröffnung in diesem Jahr“, so die Mühlenvereins-Vorsitzende Karin Reichler. „Uns geht es vor allem darum, Talenten aus der Region einen Raum hier zu geben und Fotografie haben wir nicht so oft.“ Annett Gode bezeichnet sich als Hobbyfotografin, die vor zehn Jahren damit begann. Den Blick für das Besondere jedoch habe sie schon ihr Leben lang. Blumen seien für die zweifache Mutter nicht einfach nur schöne Pflanzen, sie halte ein ganz besonderes Verhältnis zu ihnen: „Ich habe es schon als Kind geliebt, Pflanzen zu sammeln, zu pressen und zu malen“, sagt sie.

„Schon damals war ich gern in der Natur und liebte es zu entdecken. Für mich war das immer schon eine Zauberwelt“, so die 54-Jährige.

Am Biendorfer Pfarrhaus mit seinem Natur- und Wildkräutergarten, wo sie mit ihrem Mann lebt, wächst schon im Frühjahr allerhand. Aus Liebe zu den Pflanzen geht Annett Gode morgens und abends in den Garten, um zu genießen: „Auch um einzigartige Lichtspiegelungen mit der Kamera einzufangen“, sagt sie. „Angefangen habe ich mit einer Kompaktkamera, doch da stieß ich schnell auf Grenzen.“ Denn Annett Gode muss für ein Foto dicht heran an Knospen, Blüten und Fruchtstände. In der Ausstellung zeigt sie einige ihrer Lieblingspflanzen, aber auch Bäume und Alleen.

Um die 30 Werke hängen auf zwei Etagen der Kröpeliner Mühle aus. Der Gang durch das alte Gebäude wird zu einem Spaziergang in die Natur. Durch die Nahaufnahmen sind die Fotos besonders eindrucksvoll.

So erscheint ein Bild im Erdgeschoss mit Regentropfen auf rosa Blütenblättern sehr romantisch. Zart und verwundbar wirkt eine aufgehende Mohnblüte, elfenhaft der Samenstand einer Küchenschelle. Eine vom Wind zerzauste Pusteblume erscheint fast magisch im Licht. Annett Godes Leidenschaft geht so weit, dass sie sich bei Kälte mit einer Isoliermatte auf den Boden legt, um ein seltenes Exemplar eines Schneeglöckchens im Bild einzufangen. Auch dieses ist in der Ausstellung im ersten Stockwerk zu sehen.

Ebenfalls auf dieser Etage hängen die Baum-Motive. Der Blick, das Licht, die Objekte selbst sind es wert, länger vor ihnen zu verweilen. Die Idee, Blüten zu fotografieren, entstand durch eine Bitte von Seiten der AWO an Annett Gode, Dia-Vorträge zu halten, denn sie ist ausgebildete Blüten-Essens-Beraterin. „Damals wusste ich nicht, wie ich die Vorträge halten sollte, ohne Fotos, also habe ich selbst zur Kamera gegriffen, um die Vorträge anschaulicher zu machen. Daraus ist das Hobby entstanden.“ Ihr Geld verdient sie sich als selbstständige Kosmetikerin.

Nach der Wende eröffnete sie ihren eigenen Salon in Rerik. „Nur für meine eigene Hausapotheke, die Familie und Freunde stelle ich Salben und Tees her“, sagt Annett Gode. „Es ist eine zauberhafte Arbeit in Zwiesprache mit den Pflanzen zu gehen und sehr berührend für mich“, sagt sie. „Und es ist mir ein Anliegen, den Pflanzen Raum zu geben, sich zu entfalten.“

Die Fotografien sind bis zum 15. April in der Mühle zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Sabine Hügelland

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