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Die Region auf Leinwand gebannt

Kühlungsborn Die Region auf Leinwand gebannt

50 Künstler nahmen gestern am Freien Malen beim ersten Plein Air Festival in Kühlungsborn teil

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Sabine Steinhage, Bühnenmalerin aus Hamburg, fand an der Ostmole des Hafens ihr Motiv. FOTOS (3): ROLF BARKHORN

Kühlungsborn. Nach einer Woche lehrreicher Workshops bot das Programm des ersten Plein Air Festivals in Kühlungsborn gestern einen weiteren Höhepunkt – das Freie Malen an verschiedenen Orten in der Region. Dazu hatten sich vorher etwa 50 Teilnehmer angemeldet. Unter ihnen waren Berufskünstler ebenso wie Hobbymaler, aber auch Anfänger. Wohl auch, weil sich das Wetter gestern endlich von der sonnigen Seite zeigte, waren dazu alle Künstler angereist.

OZ-Bild

50 Künstler nahmen gestern am Freien Malen beim ersten Plein Air Festival in Kühlungsborn teil

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Die Anmeldung am Vormittag in der Kunsthalle ging zügig vonstatten, wie Organisator Frank Koebsch berichtete. „Die meisten waren schon sehr früh da, alle hatten es eilig, nach draußen zu kommen und zu malen“, so der Mitinitiator des Künstlerfestivals.

Im Organisationsbüro in der Kunsthalle wurden die Arbeitsunterlagen der Teilnehmer mit dem Festival-Stempel versehen. „Damit niemand schummelt und vorgefertigte Bilder abgibt“, erklärte Thomas Schmidt. Er hielt vor Ort ein breites Angebot an Malutensilien bereit. Von der Leinwand zum Spachtel bis hin zu Öl- und Acrylfarben war alles dabei.

Davon machten Pia und André Egger gern Gebrauch. Sie blieben zum Malen gleich an der Kunsthalle und verzichteten auf einen Ausflug in die Umgebung. „Ich male heute zum allerersten Mal“, verriet Pia Egger und erzählte, dass das Ehepaar aus dem niedersächsischen Wietmarschen die Teilnahme am Künstlerfestival einem glücklichen Zufall verdankt.

„In unserer Heimatzeitung stand, dass man einen Urlaub in Kühlungsborn gewinnen kann. Also habe ich angerufen und das Lösungswort genannt. Denn wir kennen Kühlungsborn schon länger und wollten die Reise gern gewinnen. Dass der Aufenthalt etwas mit dem Plein Air Festival zu tun hat, hatte ich erst übersehen.“ Drei Wochen später erfuhr Pia Egger, dass sie die Teilnahme am Festival inklusive Unterkunft für vier Nächte im Travel Charme Ostseehotel gewonnen hatte. Die Gelegenheit, dann auch noch als Anfänger an einem Künstler-Festival teilzunehmen, haben sich die Eheleute nicht entgehen lassen. Bei ihrem ersten Bild, das sie zusammen malten, ließen sie sich vom Logo des Festivals inspirieren. Zuerst malte Pia Egger deshalb eine Möwe, die auf einem Buhnenpfahl sitzt.

Andere Teilnehmer zog es zu Sehenswürdigkeiten in die Region. Die Wahl der Orte war allen freigestellt. Das hatte den Nachteil, dass selbst die Organisatoren nicht genau wussten, welcher Künstler sich an welchem Ort aufhielt.

Franziska Ernst und Simone Deisinger aus Biesenthal in Brandenburg wählten den Bastorfer Leuchtturm zu ihrem ersten Motiv. „Wir sind erst am Mittwochabend angereist“, berichtete Franziska Ernst. Sie lobte die Idee, an der Küste ein Festival der Malerei zu veranstalten, vermisste aber im Programm der Künstlerwoche ein Treffen mit allen Teilnehmern. „Es wäre schön, wenn man sich bei solch einem Festival auch mit anderen Künstlern austauschen könnte“, meinte die 33-jährige Gesundheitswirtin.

Als ihr Acrylbild vom Leuchtturm nach knapp zwei Stunden fertig war, zogen beide Hobbykünstlerinnen um zum Bootshafen. Dort hatte sich zuvor schon Sabine Steinhage eingerichtet. Am östlichen Strandufer, durch die Hafenmole gut gegen den Wind geschützt, hatte die ehemalige Bühnenmalerin aus Hamburg ihr ideales Motiv entdeckt – ein Stück Ostsee mit Mole, Strand und Buhnen.

Motive am Strand waren beim ersten Freien Malen gestern besonders gefragt. Die Steilküste in Heiligendamm gehörte ebenfalls dazu, aber auch Objekte wie das Doberaner Münster und die Brunshauptener Mühle. Heute schwärmen die Künstler ein weiteres Mal zum Freien Malen in die Region aus. Ihre Werke stellen alle Teilnehmer am Sonnabend und Sonntag in der Kunsthalle aus.

OZ sucht Publikumsliebling

Zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan sind die Künstler, die am Freien Malen des Plein-Air-Festivals teilnehmen, gestern und heute unterwegs. Die besten Werke, die an diesen Tagen entstehen, werden ausgezeichnet. Unter allen Teilnehmern wird ein Publikumspreis in Zusammenarbeit mit der OSTSEE-ZEITUNG vergeben. Denn passend zum 65-jährigen Bestehen der Heimatzeitung zeichnen die Künstler Bilder aus der Heimat. Das Publikum kann ab morgen im Internet unter www.ostsee-zeitung.de/pleinair abstimmen. Zu gewinnen gibt es Tickets und OZ-Bildbände.

Rolf Barkhorn

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