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Bad Doberan Doberan kratzt an 13 000er-Marke
Mecklenburg Bad Doberan Doberan kratzt an 13 000er-Marke
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00:20 13.01.2018

Gleich zu Beginn des Doberaner Neujahrempfangs gibt Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) schon mal eine mutige Prognose für das Jahr 2018 aus: „Das Magazin ,Focus Gesundheit’ hat uns jetzt als Top-Kurort bewertet – damit schließen wir demnächst zu Kühlungsborn auf.“ Eine Aussage, die Rainer Karl, seit einigen Tagen „Alt-Bürgermeister“ des Ostseebades, und seinem Nachfolger Rüdiger Kozian (parteilos) nur ein müdes Lächeln abringt.

Immerhin: Die Münsterstadt kann mit weiteren beachtlichen Zahlen aufwarten: „Unsere Einwohnerzahl ist im vergangenen Jahr auf 12 952 Personen gestiegen“, sagt Semrau stolz vor rund 200 Gästen im Ratssaal des Doberaner Rathauses. „Wir erreichen 2018 damit erstmals die 13000er-Marke.“ Dazu wird die Stadt rund 6,2 Millionen Euro in unterschiedliche Vorhaben investieren – etwa in den Neubau der Sporthalle am Busbahnhof, den weiteren Ausbau des Alexandrinenplatzes, den neu gestalteten Heilwald oder die Sanierung der Industriebrache der früheren Chemischen Werke. „Der aktuelle Haushalt ist beschlossen und solide finanziert – wir stehen insgesamt gut da“, meint Semrau.

Findet auch die Delegation der Partnerstadt Bad Schwartau, die schon traditionell beim Empfang zu Jahresbeginn mit dabei ist. Ein „Urgestein“ der Runde: Birgit Clemens. Die Bürgervorsteherin war bei der ersten Doberaner Stadtvertretersitzung nach der Wende zu Gast und begleitet die Münsterstadt seit diesem Tag intensiv. „Durch die Politik sind auch Freundschaften entstanden“, macht Clemens deutlich. „Wir fühlen uns mit der Stadt verbunden und freuen uns sehr, wie sie immer mehr aufblüht. Deshalb kommen wir auch privat gern hierher.“

Ein paar Meter neben den Schleswig-Holsteinern im angeregten (Fach-)Gespräch: Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) und Hannes Roggelin, Stadtvertreter und Mitinitiator des Netzwerkes „Bad Doberan hilft“. Dabei kommt die Landes-Politikerin nicht um ein Statement zu den aktuellen Sondierungsgesprächen für eine Regierungsbildung in Berlin herum: „Ich sehe das Programm meiner Partei im jetzt ausgehandelten Papier gut abgebildet“, sagt Hoffmeister. „Vor allem die Themen Migration, Inneres und natürlich Recht sind mir dabei besonders wichtig.“ Sie sei zuversichtlich, dass CDU/CSU und SPD auch bei den anschließenden Koalitionsverhandlungen zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen werden.

Apropos gutes Ergebnis: Das erhofft sich auch Nienhagens Bürgermeister Uwe Kahl (CDU) mit Blick auf den geplanten Bootshafen am Strand des Ostseebades. „In zwei, drei Wochen bekommen wir ein Schreiben der Ministerien aus Schwerin, welche Hausaufgaben wir noch erledigen müssen“, blickt Kahl voraus. „Dann wissen wir sicher mehr.“

Ob Städtepartner, unmittelbare Nachbarn oder Zehntausende Touristen: Wie lohnenswert ein Besuch in Bad Doberan ist, weiß kaum jemand besser als Peter Mahncke. Für sein mittlerweile 24-jähriges Engagement wird der Gästeführer an diesem Abend von Stadtpräsidentin Birgit Mersjann (SPD) und Bürgermeister Semrau ausgezeichnet. „Neben Führungen durch Doberan und das Münster schlägt sein Herz in besonderem Maße für Heiligendamm“, sagt Mersjann. „Mit Geduld, Sachverstand, kleinen Anekdoten und viel Humor begeistert er Gäste, Einheimische und Kurpatienten gleichermaßen.“

Mit Blick auf das kommende Jahr hat Thorsten Semrau noch das passende Motto parat: „Heitere Gelassenheit – und davon eine doppelte Portion.“

Lennart Plottke

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