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Bad Doberan Doberan plant weiteres Wohngebiet
Mecklenburg Bad Doberan Doberan plant weiteres Wohngebiet
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00:20 11.05.2018

Mit der Erschließung des neuen Wohngebietes zwischen Dammchaussee und Randstraße leben in Bad Doberan künftig gut 13000 Einwohner – Rekord. Doch der Bedarf an Wohnraum ist damit noch längst nicht gedeckt. Deshalb sucht die Münsterstadt weiter nach geeigneten Flächen – und ist offenbar an der Nienhäger Chaussee fündig geworden. „Für den Bereich neben Bauhof und Feuerwehr am Thünenhof gibt es jetzt ein städtebauliches Konzept“, sagte Bauamtsleiter Norbert Sass auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. „Wir wollen hier ein neues, kleines Wohngebiet entwickeln.“

24

neue Häuser

sollen in Bad Doberan zwischen der

Nienhäger Chaussee und dem Thünenhof

entstehen.

Die Grundstücke

sind nach ersten Plänen zwischen 500 und

700 Quadratmeter groß.

Demnach könnten auf der aktuell noch unbebauten, etwa 2,5 Hektar großen Ackerfläche 24 Grundstücke entstehen. „Diese Parzellen haben eine Größe zwischen 500 und 700 Quadratmetern“, erklärte Stadtplaner Lars Fricke. „Der Bebauungsplan sieht hier eine ein- oder zweigeschossige Bauweise vor – Ferienwohnungen sind ausgeschlossen.“

Ziel sei es, das vorhandene Wohngebiet an der Nienhäger Chaussee weiterzuführen und so einen neuen Knotenpunkt auf der Straße Thünenhof zu schaffen, so Fricke: „Dabei wollen wir aber ein in sich geschlossenes Quartier entwickeln – mit Einfamilienhäusern sowie Spielplatz und Grünfläche als Auflockerung.“ In diesem Zusammenhang könnte die Thünenhof-Straße mit einem Fußweg sowie einer neuen Baumreihe ergänzt werden, sagte der Planer.

Bei dem jetzt vorgestellten Konzept handele es sich lediglich um einen Vorentwurf, stellte Fricke klar: „Über gestalterische Elemente wie Grundstücksgröße oder die Höhe der Häuser kann man im Anschluss noch diskutieren.“

Fanden auch einige Ausschuss-Mitglieder. „Ich habe bei dem geplanten Baugebiet große Bedenken“, sagte etwa Heinz-Jürgen Beuter (TB). „Vor allem mit Blick auf die Sichtachse Richtung Münster – nicht, dass die durch die neuen Häuser verloren geht.“ In diesem Punkt bestehe kein Grund zur Sorge, stellte Norbert Sass klar: „Das Gelände fällt in diesem Bereich ab – da werden die Dächer für eine freie Sicht nicht im Weg sein.“

Darüber hinaus sollte man noch einmal über die Grundstücksgrößen nachdenken, meinte Beuter: „Aktuell sind die Häuser sehr dicht an dicht geplant – wenn dann noch Carport und Schuppen dazukommen, bleibt nicht mehr viel Fläche übrig.“ Das sehe er nicht so, entgegnete Lars Fricke: „Mit den jetzt 24 Eigenheimen sollen in Bezug auf frühere Vorschläge schon weniger Häuser auf dem Areal stehen.“

Zudem gebe das Areal die möglichen Bebauungsgrenzen vor, machte der Stadtplaner deutlich: „Wir haben im Norden eine große Abwasserleitung, im Osten den Bauhof und die Feuerwehr, im Süden das vorhandene Wohngebiet und im Westen die Nienhäger Chaussee – nach meiner Auffassung haben wir die Fläche dafür optimal ausgenutzt.“

Auf einen weiteren Aspekt wies Monika Schneider (Die Linke) hin: „Ich bin dafür, bei der Bebauung eine gewisse Einheitlichkeit vorzugeben – was passiert, wenn jeder machen kann, was er will, sehen wir jetzt beim erweiterten Kammerhof.“ Bestes Beispiel seien die bereits vorhandenen Gebäude an der Nienhäger Chaussee, so Schneider: „Das schafft schon ein attraktiveres Erscheinungsbild.“

Auch, wenn offenbar noch einiger Diskussionsbedarf bestand – im Grundsatz votierte letztlich eine Mehrheit der Ausschuss-Mitglieder dafür, mit dem aktuellen Vorentwurf zum Bebauungsplan „An der Nienhäger Chaussee“ weiterzuarbeiten.

Lennart Plottke

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