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Doberaner Azubi kämpft um Pflege-Titel

Bad Doberan Doberaner Azubi kämpft um Pflege-Titel

Gratien Anani ist beim Wettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ mit dabei

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Wachsames Auge: Gratien Anani kontrolliert im Doberaner Krankenhaus den Medikamentenschrank.

Quelle: Fotos: Lennart Plottke

Bad Doberan. Gratien Anani geht über die Flure des Doberaner Krankenhauses. Patienten kommen dem 20-Jährigen entgegen, Pfleger und Ärzte. Der Krankenpflege-Schüler grüßt freundlich – und zaubert umgehend ein Lächeln auf die Gesichter seiner Gegenüber. „Sie müssen ihn sich doch nur mal angucken“, sagt Pflegedienstleiterin Antje Wiebe. „Gratien hat eine so positive Ausstrahlung – er ist unser absoluter Sonnenschein.“

OZ-Bild

Gratien Anani ist beim Wettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ mit dabei

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Ansehen stärken

Der Bundeswettbewerb „Bester Schüler in

der Alten- und

Krankenpflege“ wird seit acht Jahren

ausgetragen.

Ziel ist es,

das Ansehen des

Berufes zu stärken

und die qualitativ

anspruchsvolle Arbeit in der Pflege

und Betreuung

hervorzuheben.

Auszubildende,

die am Vorentscheid teilnehmen, gehören bereits durch die

Nominierung zu

den besten

Krankenpflegeschülern des Landes.

Ein Umstand, von dem vor allem die Patienten profitieren. „Sie mögen und schätzen ihn alle“, sagt Wiebe. „Seine Energie ist einfach ansteckend.“ Tolle Worte – die dem so Gelobten dann doch ein bisschen peinlich sind. „Danke schön“, sagt Anani. „Aber ich fühle mich einfach gut, wenn ich merke, dass ich jemandem richtig helfen kann.“

Möglicherweise hat dem Azubi im zweiten Lehrjahr genau diese Einstellung jetzt eine Einladung zum Vorentscheid des Bundeswettbewerbes „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege 2018“

eingebracht. Nominiert hatte ihn die Berufliche Schule „Alexander Schmorell“ am Südstadt-Klinikum in Rostock, wo Gratien Anani den theoretischen Teil seiner Ausbildung absolviert. „Meine Noten sind gut, bei den Tests habe ich immer gut abgeschnitten“, sagt der 20-Jährige stolz: „Das dürfte hilfreich gewesen sein.“

Eine Leistung, die man gar nicht hoch genug einschätzen könne, meint Antje Wiebe: „Wie Gratien nach so kurzer Zeit die deutsche Sprache beherrscht, sein Umgang mit den Patienten – das hat uns schon positiv überrascht.“ Denn der gebürtige Togolese kam erst im Jahr 2015 aus seiner Heimat nach Bad Doberan: „Mein Vater lebt hier schon seit 16, 17 Jahren – das war so eine Art Familienzusammenführung.“

Im Frühling 2016 machte Anani im Krankenhaus ein sechswöchiges Praktikum – und überzeugte offenbar schon damals: „Das Angebot für eine Ausbildung zum Krankenpfleger habe ich gern angenommen.“ Was ihm dabei zugute kam: „Mein Abitur aus Togo wurde hier zum Glück anerkannt.“

Auf den Vorentscheid in Hamburg am kommenden Montag hat sich Gratien Anani gut vorbereitet: „Wir müssen eine Klausur schreiben, danach gibt es einen großen Praxisteil.“ Dabei habe er sich bei Azubis aus dem dritten Lehrjahr über mögliche Anforderungen informiert, erklärt der engagierte junge Mann. „Das ist schon aufregend“, meint Pflegedienstleiterin Antje Wiebe. „Wir freuen uns sehr für ihn, dass er das jetzt alles mal erleben darf.“

Und wie geht’s nach der Ausbildung weiter? „Noch habe ich ja anderthalb Jahre Zeit“, sagt Gratien Anani und lacht. „Aber eigentlich möchte ich schon studieren.“ Ob in Rostock oder einer anderen Stadt wisse er noch nicht: „Kommt ja auch darauf an, wo ich angenommen werde.“ Und wenn es mit dem Studium nicht gleich klappen sollte, „mache ich eben erstmal als Pfleger weiter“.

Eine Ankündigung, die Antje Wiebe freuen dürfte: „Es ist übrigens gerade wieder Bewerbungszeit – motivierte junge Gesundheits- und Krankenpfleger können wir immer gut gebrauchen.“Dass der Job hohe Belastungen mit sich bringt und durch den Schichtdienst eine geregelte Freizeit nahezu unmöglich ist, mache ihm nichts aus, betont Gratien Anani: „Ich bin doch noch jung und stehe voll im Saft!“ Das kann der 20-Jährige auch am Montag beim Vorentscheid in Hamburg beweisen . . .

Lennart Plottke

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