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Bad Doberan Doberaner Musiker setzen Zeichen
Mecklenburg Bad Doberan Doberaner Musiker setzen Zeichen
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00:00 26.09.2018
Die Band „Admission Reduced“ lädt am Sonnabend zum Benefizkonzert zugunsten eines Musikprojektes in Nepal ein. Das hat Jörg Griebenow (l.) mit ins Leben gerufen. Quelle: Fotos: Charity Clubber
Bad Doberan

„Eine moderne Mischung, die einfach Bock machen soll“, antwortet Jorge Schlüter auf die Frage, wie er seine Musik beschreiben würde. Seit 2014 bildet er zusammen mit Lasse Schickling und Daniel Hofmann die Band „Admission Reduced“. Zusammen machen sie nicht nur Musik – sie sind auch sozial engagiert. Aktuelles Beispiel: ein Musikprojekt in Nepal.

Die Band „Admission Reduced“ gibt am Samstag im Kornhaus ein Benefizkonzert für ein Musikprojekt in Nepal.

Die drei Doberaner waren schon vor ihrer gemeinsamen Bandzeit lange befreundet, „und irgendwann sind wir auf die Idee gekommen, zusammen Musik zu machen“, erzählt Lasse Schickling, Bassist der Band.

Zurzeit arbeiten die drei 20-Jährigen an ihrem ersten Album. „Das soll unser erstes eigenes zusammenhängendes Ding werden“, erklärt Sänger und Gitarrist Daniel Hofmann. „Wir wollen einfach, dass es geil wird und wir auch selbst mit dem Resultat zufrieden sind.“

Jetzt sei für die Musiker der Punkt erreicht, an dem sie mehr wollen: „Musik verändert sich ständig, und deshalb wollen wir jetzt den Cut setzen und nach zwei Jahren intensiver Arbeit an unseren Songs das erste große eigene Projekt starten.“

Konzert-Spenden fließen in soziales Musik-Projekt in Nepal

Ein wichtiger Teil der neuen Vorhaben ist ein Benefizkonzert, das am kommenden Samstag im Rahmen des Projektes „Musik gegen Armut und Trauma“ im Doberaner Kornhaus stattfinden wird. Die Spenden, die während dieses Konzertes zusammenkommen, fließen komplett in ein Projekt in Nepal, organisiert vom Verein „CharityClubber“. Hierbei handelt es sich um ein soziales Musikprojekt in einer Einrichtung für sozial benachteiligte und traumatisierte Kinder in der nepalesischen Stadt Dhulikhel. Auch einige Kinder des neuen Kinderhauses werden daran teilnehmen. Die Errichtung des Kinderhauses war auch erst durch die Spenden vieler Bad Doberaner möglich. „Wir möchten zusammen eine Community schaffen, die mit dem Herzen dabei und bereit ist zu helfen“, macht Lasse Schickling deutlich. Mit den Spenden des Benefizkonzerts sollen als erstes Musikinstrumente für die sozial- und bildungsbenachteiligten Kinder erworben werden. Außerdem wird nachhaltig ein Musiklehrer finanziert. „Musikunterricht, wie wir ihn in Deutschland kennen, existiert in Nepal gar nicht“, sagt Jörg Griebenow, der sich zusammen mit seiner Frau Katja seit Langem für die Kinder in Nepal einsetzt. „Viele Kinder wachsen unter widrigsten Umständen auf, sind verwaist, traumatisiert und leben in großer Armut.“ Durch das Erlernen eines Instruments sollen die Kinder die Möglichkeit bekommen, sich auszudrücken, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und einfach Spaß am gemeinsamen Musizieren zu haben. Band plant Workshops direkt vor Ort „Die Kinder sollen lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen, diszipliniert zu üben und auch Erfolgserlebnisse erfahren“, erklärt Griebenow. Nach etwa sechs Monaten Musikunterricht plant die Doberaner Band „Admission Reduced“ im nächsten Jahr selbst nach Nepal zu fliegen und dort Workshops für und mit den Kindern zu veranstalten. „Musik verbindet, auch über Grenzen hinweg. Trotzdem wollen wir die Kinder auch vor Ort unterstützen“, stellt Lasse Schickling klar. Musik sei ein Gefühl, nicht nur Theorie und Handwerk – und dieses Gefühl wollten sie an die Kinder weitergeben. „Einen Plan von A bis Z gibt es nicht. Die Kinder sollen einfach Bock auf Musik kriegen und zusammen eine gute Zeit haben“, sagt Schlagzeuger Jorge Schlüter.

Gemeinsamer Festival-Tag als krönender Abschluss

Am letzten Tag der Workshop- Woche wird die Band als Headliner zusammen mit den Kindern und nepalesischen Rockbands einen Festival-Tag veranstalten. Die Einnahmen dieses Tages fließen in Nepal direkt zu den Menschen, denen es noch schlechter geht – „sodass auch hier immer weiter geholfen werden kann“, sagt Jörg Griebenow.

„Wir freuen uns riesig“, sagt Daniel Hofmann. „Es ist eine krasse Chance, sich über diesen Weg einzubringen.“ Viele Leute seien motiviert zu helfen: „Sie wissen nur nicht, wie – genau die sollen bei dem Konzert angesprochen werden.“ Er wolle, dass am Samstag die Hütte brummt, macht Jörg Griebenow deutlich: „Wir sollten alle zusammen ein Zeichen setzen und etwas verändern.“

Das Projekt

Das Projekt „Musik

gegen Armut und

Trauma“ setzt auf den gemeinschaftsstiftenden Charakter von

Musik. Die Kinder

sollen lernen, inner- und außerhalb der

„gemeinsamen Stücke“ Rücksicht zu nehmen, aber auch Disziplin und Durchsetzungsvermögen gewinnen.

Konkret werden an

einer Einrichtung für

sozial- und bildungsbenachteiligte Kinder

Instrumente

angeschafft und

ein nachhaltiger

Musikunterricht

organisiert.

Mit einem Betrag von 5000 Euro ist das

Projekt für mehr als

30 nepalesische

Kinder realisierbar.

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