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Bad Doberan Ehemaliger Kreisbetrieb weicht Einfamilienhäusern
Mecklenburg Bad Doberan Ehemaliger Kreisbetrieb weicht Einfamilienhäusern
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14:45 09.07.2018
Das ehemalige Gelände des Kreisbetriebs für Landtechnik in Ravensberg soll zum Mischgebiet werden. Quelle: Voss Energy Gmbh
Ravensberg

Das blaue Eingangstor an der Neubukower Straße ist verschwunden, das Pförtnerhäuschen des ehemaligen Kreisbetriebes für Landtechnik in Ravensberg abgerissen. Mit Bauzäunen ist der Eingangsbereich gesichert. Doch bis auch die anderen leerstehenden Gebäude verschwinden, dauert es noch ein paar Monate. Der Rückbau ist für den Winter vorgesehen, teilt Projektleiter Martin Panter mit.

Die Voss Energy GmbH aus Rostock möchte auf dem ehemaligen Kreisbetriebs-Gelände ein Mischgebiet für 15 Einfamilienhäuser und nicht störendes Gewerbe schaffen. „Wir haben jetzt den Vorentwurf für den Bebauungsplan ausgearbeitet und in der Gemeinde vorgestellt“, sagt Projektleiter Martin Panter von Voss Energy. Dieser liege jetzt beim Amt Neubukow-Salzhaff und gehe dann in die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Da sich das Gelände bisher im Außenbereich in der Gemeinde Carinerland befindet, ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes (B-Plan) notwendig.

Maßnahmen für Umweltschutz

Die Gebäude auf dem Areal verfallen zusehends. Die Fenster sind eingeschlagen, der Putz bröckelt, Bäume und Büsche wachsen an den Grundstücksgrenzen und versperren die Sicht auf das Gelände. Eine Halle werden derzeit noch als Lagerraum vom Bauhof genutzt, so Martin Panter. Ist der B-Plan rechtskräftig, soll in fünf Bauabschnitten das Areal zurückgebaut und zum Mischgebieten für Wohnen und nicht störendes Gewerbe werden. „Wir planen damit, im Winter loslegen zu können“, so Martin Panter. Die Gebäude einfach abreißen geht jedoch nicht. Einige Herausforderung gebe es schon. Beim Thema Natur- und Umwelt habe sich das Unternehmen die Naturplaner von Planakzent zur Hilfe geholt. „Der Naturplaner hat das Grundstück ein Jahr untersucht und Fledermäuse und Reptilien kartiert“, erläutert der Projektleiter. Ergebnis: Es gibt neben Fledermäusen auch einen Zauneidechsenbestand. Durch die Auswertung seien Maßnahmen erarbeitet worden, wie der Rückbau mit dem Artenschutz einhergehen können. So werden beispielsweise Fledermausnistkästen aufgestellt.

Gemeinde sichert Tor

„Das schöne hellblaue Tor haben wir gesichert und sorgfältig eingelagert“, informiert Bürgermeisterin Heike Chrzan-Schmidt, die zufrieden ist, das es auf dem Gelände jetzt vorwärts gehen. Das Tor soll als Andenken wieder aufgestellt werden. Die Voss Energy GmbH ist auf Windenergie spezialisiert und entwickelt erstmals so ein Mischgebiet. Dr. Eberhard Voß ist ehemaliger Geschäftsführer von Voss Energy, wuchs in Ravensberg auf und wurde so auf das Gelände aufmerksam.

Anja Levien

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