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Bad Doberan Kulturgut wird gepflegt
Mecklenburg Bad Doberan Kulturgut wird gepflegt
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16:34 14.01.2019
Barbara Stern und ihre Sängerinnen und Sänger vom Stern-Chor Kröpelin feiern beim Griechen im Stadtholz den 25. Gründungstag ihres Klangkörpers. Quelle: Thomas Hoppe
Kröpelin

“Ihr habt mit Euren Liedern ganz viel Freude den Bürgern in Kröpelin und in der Umgebung gebracht“, sagt die in der Stadt anerkannte Ehrenamtlerin Irmtraud Becker dankbar und lobt besonders Barbara Stern, die Leiterin des hier gefeierten Stern-Chors. Am 11. Januar 1994 hatte die damals schon langjährige Betreuerin der Kröpeliner Funkengarde, Akkordeonspielerin und „Stimmungssängerin“, wie Barbara Stern auch betitelt wurde, das Stern-Ensemble aus der Taufe gehoben. Dazu gehörten ein Frauenchor, eine Bläser- und eine Tanzgruppe.

Genau 25 Jahre danach sind an diesem Freitag die meisten aktuellen Chormitglieder, Verwandte und Freunde im griechischen Restaurant „Athos“ am Stadtholz zusammengekommen, um dieses Jubiläum zünftig zu begehen – mit einem abendfüllenden Potpourri ihrer Sangeskunst und der guten Laune.

„Ganz tolle Geschichten haben wir zusammen gemacht“, schwärmt der stellvertretende Bürgermeister von den Leistungen des Klangkörpers. Dann zollt auch Rüdiger Kropp, der dem Chor die offiziellen Grüße und Glückwünsche der Stadt überbringt, Barbara Stern Respekt, „so einen Verein 25 Jahre zu führen“: „Man muss die Leute zusammenhalten, begeistern und immer wieder motivieren. Das ist gar nicht so einfach in der heutigen Zeit. Zudem führen Sie mit der Chormusik ein Kulturgut weiter“.

Zuvor hatte bereits der Kröpeliner Bürgermeister von 1999 bis 2008, Paul Schlutow, den Einsatz des Chors für die Stadt gewürdigt und betont, dass alle Veranstaltungen mit dem Stern-Chor „immer gut besucht“ gewesen seien.

Die Chorleiterin lässt es sich nicht nehmen, anlässlich des Jubiläums ein paar Schlaglichter auf die Geschichte der Stern-Sängerinnen und ab 1996 auch -Sänger zu werfen. Ihr Sohn Christian hat dafür „alte“ Videoaufnahmen digitalisiert und ermöglicht so die Wiedergabe des ersten dreistimmigen Liedes, dass der Stern-Chor bereits im Gründungsjahr präsentieren konnte. Dazu gibt es ein Wiederhören mit der damaligen Bläsergruppe und dem Freischütz-Jägermarsch sowie dem Jazz-Titel „Down by the riverside“.

Barbara Stern in Aktion. Quelle: Thomas Hoppe

Geburtstagsgrüße gibt es an diesem Abend natürlich auch vom Volksliedchor Kamin/Moitin, persönlich überbracht von den Chorratsmitgliedern Margret Kaschewski, Isolde Wier und Manfred Utech, sowie von Erwin Broksch vom Hohenfelder Chor. Beide Klangkörper werden seit Jahren ebenfalls von Barbara Stern geleitet. „Wenn man vernarrt ist, kann man drei Chöre führen“, erklärt die Chorleiterin diese Leistung. Über 750 Lieder aus allen Bereichen gehören inzwischen zum Repertoire allein des Stern-Chors. Als Höhepunkte sieht die Chefin immer die Auftritte an, wie das Weihnachtskonzert in der Kröpeliner Kirche: „Diesmal war sogar die erste Empore fast komplett besetzt. Ich nehme dazu ja auch immer Schüler mit, die bei mir lernen und als Gastsängerin tritt hin und wieder meine Tochter Regina auf. Auch mein Sohn Christian singt mit und meine Tochter Carola gehört zu den Bläsern.“

Von den gegenwärtig 28 ständigen Mitgliedern des Stern-Chors ist Gisela Goldmann mit 58 Jahren die Jüngste und Willy Koslowski mit 87 der Älteste. Als auf der Facebook-Seite der OZ Bad Doberan jetzt ein Filmchen zu dieser Feier am Stadtholz erscheint, fragt Userin Anke Wolfram, ob der Chor noch Mitstreiterinnen sucht. „Ja natürlich, wir freuen uns über weitere Sängerinnen und Sänger“, antwortet Barbara Stern prompt.

Ihr Mann Wilfried steuert zur Feier des Tages noch zwei Anekdötchen über den Kröpeliner Chor bei: „Bei einem Auftritt in Karlovy Vary verkündete die Ansagerin: , Und jetzt erleben sie eine Chorleiterin, die dirigiert mit dem Hintern’. Sie spielte Akkordeon und...“. Das war beim Gesang von „Samba Lelê“ ergänzt seine Frau lächelnd. Wilfried Stern schildert dann noch, wie beeindruckt er gewesen wäre, als er zum Beispiel beim traditionellen Retschower Frühlingssingen – „Ich sitze immer in einer der hinteren Reihen“ – beobachtet hätte, wie da selbst vierschrötige Männer froh gelaunt mitklatschten.

Dass Chorgesang etwas Besonderes innewohnt, bestätigt zufällig einer der Zaungäste der Jubiläumsfeier. Das „Athos“ ist nämlich auch an diesem Abend voll besetzt und so hören natürlich Gäste des Lokals, die eigentlich nichts mit den feiernden Sternen zu tun haben, nebenbei die ganze Chose mit. Am Giebel eines langen Tisches mit zahlreichen Männern und Frauen um die 30 sitzt zufrieden Stefan Pohle aus Reddelich und kommt mit dem musikalischen Background gut klar. „Ich bin da durch meinen Opa und meine Oma quasi vorgeschädigt. Sie waren früher die Chefs des inzwischen aufgelösten Chors der Kühlung. Opa hat auch selber Akkordeon gespielt und meine Oma war die erste Stimme“, berichtet der 32-Jährige, der von sich aber behauptet, nicht singen zu können.

„Alle Gäste sind gekommen, sitzen hier im frohen Kreis. Seid nur immer guten Mutes und auch mal zum Spaß bereit“, lässt schließlich der Stern-Chor mit der Beethoven-Melodie zur Ode an die Freude hören und bekommt erneut starken Beifall.

Thomas Hoppe

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