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Bad Doberan Ein „Pavillon“ an Nienhagens Küste
Mecklenburg Bad Doberan Ein „Pavillon“ an Nienhagens Küste
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19:32 29.11.2018
„Pavillonarchitektur“: So wird das neue Strandrestaurant an Nienhagens Promenade aussehen. Quelle: ARGE Rickert/Grams
Nienhagen

Der nächste Schritt ist gemacht: Mit der Auftragsvergabe an das Doberaner Architekturbüro Rickert soll der Bau einer neuen Strandversorgung an Nienhagens Promenade endlich Wirklichkeit werden. „Möglichst noch in diesem Jahr sollte der Bauantrag eingereicht werden“, sagt Bürgermeister Uwe Kahl (CDU). „Damit wir im Frühjahr die Baugenehmigung haben und loslegen können.“ Ein Betreiber aus der Region, der das Restaurant pachten möchte, stehe bereit, so Kahl.

Die Ausschreibung der Architekturleistungen hatte viel Zeit in Anspruch genommen – weil die Planungskosten bis zu 300 000 Euro in die Höhe geschnellt waren, musste das Bauvorhaben noch einmal abgespeckt werden. „Bei diesem Betrag hätten wir europaweit ausschreiben müssen“, erklärt Kahl. „Aber die Bauaufträge sollten schon hiesige Firmen bekommen – denn bei einer so großen Ausschreibung besteht doch immer die Gefahr, auch an unseriöse Unternehmen zu geraten.“

Haus bekommt „Pavillonarchitektur“

Bei der Planung der neuen Strandversorgung habe die bestehende Architektur vorhandener Gebäude eine besondere Berücksichtigung gefunden, damit die bauliche Harmonie des Ostseebades erhalten bleibe, erklärt Architekt Peter Rickert: „Das macht doch den besonderen Charme des Ortes aus.“ Das Gebäude werde eingeschossig aus verputztem Mauerwerk und nach den Vorgaben des gültigen Bebauungsplanes erstellt, so Rickert: „Aus diesem Grund kann das Haus auch nicht in der sogenannten Bäderarchitektur der großen Ostseebäder gebaut werden, sondern erfährt die charmante Gestaltung einer ,Pavillonarchitektur’.“

Im Erdgeschoss ist ein Gastronomiebetrieb mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten vorgesehen – nach Bedarf kann dieser Bereich auch noch einmal geteilt werden. Darüber hinaus werden hier die Strandkorbvermietung sowie die öffentlichen WC-Anlagen untergebracht. In Richtung Ostsee soll es vor dem Gebäude Terrassenflächen geben, die mit Außenanlagen in Anlehnung an Dünenlandschaften gestaltet werden.

Toiletten in Containern: So sieht es aktuell noch an der Promenade aus. Quelle: Lennart Plottke

Viele Dachterrassen und Lift

Für das Dachgeschoss ist die Erweiterung des Gastronomiebetriebes vorgesehen – „das Besondere sind hier die vielen Dachterrassen, Balkone und Loggien, die den Gästen die Möglichkeit bieten, sich je nach Wunsch und Wetter einen Platz auszusuchen, von dem aus sie den Ausblick auf die wunderschöne Ostsee, auf den Gespensterwald oder zum Ort haben“, sagt Architekt Rickert. Außer einer zentralen Treppenanlage, die in alle Geschosse führt, wird es im Haus mit Blick auf die Barrierefreiheit auch einen Lift geben.

Seit gut fünf Jahren wird im Ostseebad über den Bau einer Strandversorgung inklusive öffentlichem WC diskutiert, die den Bereich an der Promenade für Einheimische und Gäste attraktiver machen soll. Denn Toiletten gibt es an dieser exponierten Stelle aktuell nur in Containern. Nachdem Scanhaus-Chef Friedemann Kunz mit seinen Plänen eines Selbstbedienungs-Restaurants inklusive Dachterrasse gescheitert war und sich im Frühjahr 2014 komplett vom Projekt zurückgezogen hatte, war in der Gemeinde eine grundsätzliche Debatte über den Umgang mit dem Grundstück in Top-Lage entbrannt. Zuletzt hatten zwei Interessenten zu Beginn dieses Jahres aus unterschiedlichen Gründen von dem Vorhaben Abstand genommen.

Lennart Plottke

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